Wer weiß wie der Vorbesitzer geladen hat.
Haben alle Hersteller solche Klauseln?
Speichert alles das Auto - kannst dir einen Akkubericht vom Händler erstellen lassen.
Darin siehst du wie viel AC, wieviel DC geladen wurde - absolut und in Prozent. Wie lange das Auto bei 100% herumgestanden ist und welche Kapazität das BMS noch meint dass der Akku noch hat und wieviel % das vom Ursprungswert (SOH) sind.
Aber auch Autos die 25% oder gar 50% ihrer Lebenszeit mit 100% rumgestanden sind (kommt gar nicht so selten vor), sind meist noch locker in den Garantiewerten > 70% SOH meist weit über 80%. 90% wird dann aber schon öfters unterschritten, das ist aber eigentlich durchaus normal nach ein paar Jahren.
Noch sicherer bist du mit einem reale Messdurchgang z.B. Test von Avilo, wo das Auto einmal komplett voll auf leer (<=10%) gefahren wird.
Sollte eigentlich bei jedem Gebrauchtwagenkauf usus sein das auszulesen und anzugeben.
Wenn so etwas nicht dabei ist und als Eigenschaft in den Kaufvertrag angegeben wird, würde ich tatsächlich auch Abstand vom Gebrauchtwagenkauf nehmen.
Aber ein Wert von z.B. 85% SOH nach vier Jahren sollte jetzt aber nicht so abschrecken. Merkt man in der Praxis nicht wirklich - und immerhin kann man diesen Wert noch garantieren und der Akku geht dann nicht ganz plötzlich kaputt - bei einem Verbrenner kannst dagegen nicht garantieren, welchen Zustand und Lebenserwartung ein Getriebe oder andere Komponenten noch haben. Da kannst hinhören und sagen mit Erfahrung "hört sich gut/komisch an" mehr aber auch nicht - da gibt es niemand der dir ein Zertifikat ausstellt und dir sagt das Getriebe hat noch 85% seines Verschleiß vor sich...
Und ja - jeder Hersteller hat Garantieklauseln und ich sehe da auch gar kein Problem darin.
Du kannst problemlos dein Auto jeden Tag auf 100% laden, wenn du das brauchst - also jeden Tag > 300km fährst - ich bin sicher das Auto hält die garantieren 160.000 km - die erreichst du dann ja auch in den ersten zwei Jahren. Der Akku wird auch trotzdem in der Regel viel, sehr viel länger halten.
In der Praxis werden die meisten viel viel weniger fahren - und ich sehe da auch gar kein Problem drin - da etwas Vernunft walten zu lassen - das praktiziere ich seit Jahren sogar mit viel kleineren Akkus. Mit dem Verbrenner ist man früher auch nicht nach jedem Brötchenholen wieder an die Tankstelle gefahren und hat erst mal "voll" gemacht. Beim E-Auto scheint es manchmal aber dieses Verhalten zu geben und die Anforderung zu existieren jederzeit auf die spontane Fernreise vorbereitet sein zu müssen - vor allem in den Erzählungen im Internet.