Ich habe hier auch eine 22kW Wallbox.
Was meiner Meinung nach klar dafür sprichst:
- Die 22kW Wallbox ist praktisch kaum teurer als die 11kW Wallbox.
- Das Material ist auch nicht so viel teurer. Ob der Elektriker jetzt ein NYY 5x2,5mm² Erdkabel oder ein NYY 5x6mm² Kabel verlegt, unterscheidet sich nur unwesentlich im Materialpreis. Der Arbeitslohn ist praktisch identisch.
- 22kW Wallboxen müssen vorab beantragt und durch den Versorgungsnetzbetreiber (VNB) genehmigt werden. Er kann eine 22kW Wallbox auch ablehnen. Als ich damals meine 22kW Wallbox beantragt habe, war die Antwort des VNBs: "An dem 10kV Trafo in ihrer Wohnsiedlung können maximal vier 22kW Wallboxen betrieben werden. Sie sind der zweite Antragsteller. Antrag genehmigt." Heute gibt es hier eine Warteliste für 22kW Wallboxen. Haben ist da besser als Brauchen.
- Es ist absehbar, dass die Akkukapazitäten weiter ansteigen. Der neue BMW i3 bringt z.B. 100-110kWh Akkukapazität mit. Wenn man diese größeren Akkus in einer Nacht geladen bekommen will, ist 22kW unausweichlich.
Hier mal die bisher bekannten technischen Daten des neuen BMW i3: https://www.elektroauto-news.n…w-i3-mercedes-c-klasse-eq
Der unwesentlich höhere Preis ist natürlich ein Argument, aber das über Nacht laden sehe ich aktuell wirklich nicht. Das würde beim i3 als Beispiel bedeuten, dass ich am ersten Tag das Auto auf 0% leer fahre, um 22 Uhr heim komme, dann vor 8 Uhr los fahre und >600km am Stück fahren will.
Eine riesengroße PV-Anlage auf dem Dach wäre auch noch ein Argument, allerdings muss man da auch erst schauen, wie man diese Energie weggefahren bekommt. Sonst hilft die 22kW WB auch nur an 3 Tagen im Jahr.