Tronity kann man eigentlich nicht als Grundlage nutzen.
Lädt man den halben Akku, nimmt Tronity einfach die halbe Nettokapazität (58/60/77/79 je nach Modell).
Dass dies von 0 bis 100% aber nicht 58/60/77/79 kWh sind, sondern weniger, haben wir hier ja schon oft diskutiert.
Also berechnet Tronity zu viel Energie, die im Akku angekommen ist. Eigentlich ist es weniger.
Dadurch ist die Differenz zwischen bereitgestellter Energie der Wallbox und der Energie, die in den Akku geladen wurde, größer.
Somit sind auch die Ladeverluste in der Realität höher.
Zudem ist die prozentuale Ladestandsanzeige gerade bei kleinen Ladehüben relativ ungenau.
Man sollte schon deutlich mehr als 50% nachladen, um halbwegs genaue Werte zu bekommen.
Meiner Meinung nach, lässt sich das nur über Mittel wie Car Scanner genau bestimmen.
Also Werte der geladenen Energiemenge vor und nach dem Ladevorgang (Differenz) mit der Energie der Wallbox vergleichen.
Oder während des Ladevorgangs die Leistung vergleichen, die im Akku ankommt im Vergleich zur Leistung der Wallbox (wie es mattberlin hier gemacht hat).
20,06 KWh am Stromzähler, 18,56 KWh laut Auto (Tronity), 1,5 KWh Verlust, macht 7,48%
Als Beispiel:
Du hast dann 32% geladen (18,56/58 kWh). Geht man von realistischen 54 kWh aus, waren es 17,3 kWh.
Mit der Degradation deines Akkus wahrscheinlich eher weniger. Aber mit diesem Wert käme man schon auf 13,8% Ladeverluste.
Ein riesiger Unterschied.