Beiträge von Gruenfrosch

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    Vorkonditionieren beim Born ist doch ganz leicht. Einfach vor dem Laden ein bisschen Vmax fahren

    Ich sehe diese Empfehlung eher als spöttischen Hinweis in Richtung Softwareprogrammierer der Born-Software. In meinem Umkreis muss ich lange suchen, wo ich legal Vmax fahren kann. Stadt und Landstraße scheiden schon mal aus. Die BAB-Strecken sind in meinem weiteren Umkreis alle reglementiert. Ebenfalls gehört dann schon Mut dazu, bei einem SoC von unter 5% Vollgasstrecken auf Autobahnen unter die Räder zu nehmen. Dabei kann man nur hoffen, dass man dann in keinen unerwarteten längeren Stau oder gar in eine Vollsperrung gerät.

    Auf eine (auswählbare) Akku-Vorkonditionierung (V4.0) werden die Bestandsfahrzeuge wahrscheinlich vergeblich warten müssen. Bei einem Handy über drei Jahren gibt es im Regelfall keine Softwareaktualisierung mehr. So wird es auch bei den VW-Konzern-BEV sein, damit der Anreiz für einen Neukauf erhalten bleibt.

    Thema fehlende Laderoutinen: mein Born steht seit Freitag morgen in der Werkstatt. Ein Versuch, die TPI 2071597 vom 11.10.2023 zur Fehlerbeseitigung anzuwenden, ist gescheitert. Nun ist das Autohaus in Kontakt mit Cupra (läuft alles nur per Mail). Das wiederholte Aufspielen von Daten nach Busruhe (Empfehlung Cupra) brachte bisher ebenfalls keinen Erfolg. Nun wurden entsprechende Datensätze des Fahrzeuges an Cupra übermittelt, um das Problem einzukreisen. Im Moment ist Warten auf eine Lösung angesagt. Wie lange es dauert, kann niemand im Autohaus beantworten. Habe zwar kostenlos ein Ersatzfahrzeug (VW T-Roc 4motion mit fast Vollausstattung), jedoch geht einem das ständige Kontaktieren mit der Werkstatt auf den Senkel. Hatte mit Abstand noch nie so viele Probleme mit einem Neuwagen wie mit diesem Modell.

    ZU den fehlenden Routinen nach dem Update auf 3.2.1 habe ich morgen einen Werkstatttermin nach 6 (!) Wochen Wartezeit. Das Autohaus benötigt dazu den ganzen Tag. Bekomme Ersatzfahrzeug. Mal sehen, was dabei rauskommt...

    Habe anlässlich einer Urlaubsreise entlang der A6, A5 und A7 vom Raum Nürnberg bis in die Südpfalz zwei Tesla-Stationen getestet.

    Da ab Mitte des Jahres Tesla viele seiner Schnelllader entlang der BAB für Fremdnutzer freigegeben hat, war ich interessiert, wie das in der Praxis funktioniert. Erst Tesla-App auf dem Handy installieren, sich anmelden und ein Bezahlsystem hinterlegen. Dann die gewünschte Station in der Karte auswählen und anfahren. Erster Test Bruchsal. Wenige Kilometer nach der Abfahrt befindet sich die Station mit 14 Ladepunkten neben dem "Bauhaus". Leider hatte ich über mein D2-Netz keinen 4G-Empfang. Da die App grundsätzlich für das Laden nötig ist (keine Bedienung an den Ladesäulen), hatte ich auch keine Chance, zu laden. Glücklicherweise waren EnBW-Schnelllader 100 m vorher direkt auf dem Baumarkt-Gelände, die ich ersatzweise aufsuchte. Für diesen Anbieter habe ich eine Karte, die immer funktioniert.

    Auf der Rückfahrt wählte ich an der A7 die Tesla-Ladestation Endsee (20 Anschlusspunkte) an der Ausfahrt Bad Windsheim Hier konnte ich mich sofort einloggen. Obwohl ich mit einem SoC von 28% ankam, war die Ladeleistung zu Beginn sofort bei 121 KWh und betrug bei 50% immer noch 94 KWh. Diese Werte hatte ich bei der Akku-Restladung noch niemals an anderen Stationen erreicht. Vergleichsweise hatte ich an einem EnBW-Lader bei vergleichbarem Akkuzustand maximal 75 KWh, abfallend bis unter 50 KWh.

    Positiv überrascht war ich vom Ladepreis, der tagesabhängig in meinem Falle konkurrenzlose 46 ct/kWh betrug. EnBW verrechnet ohne Monatsvertrag 62 ct bei eigenen Ladern, bzw. 65 ct bei Fremdanbietern. Der kleine Wermutstropfen ist die Abhängigkeit vom Handy. Ohne funktionierender App keine Ladung. In jedem Falle positiv ist die Menge an Ladepunkten. Hier muss man keine Bedenken über die Verfügbarkeit haben, da immer eine frei ist. Tesla macht auch in Bezug auf Fehlbelegung die Sache richtig gut, da bei einer Auslastung der Stationen über 50% eine saftige Strafgebühr nach Ende der Ladezeit anfällt (1 Euro pro Minute), wenn man nicht innerhalb 5 Minuten nach Beendigung die Station freimacht. Hier könnten sich viele Anbieter Tesla als Vorbild nehmen.

    Habe nach ca. 6000 km einen Langzeitverbrauch von 17,2 kWh (Winter/Sommer), fahre jedoch überwiegend Kurzstrecke. Hierbei addiert sich der Verbrauch von Klimaanlage bzw. Heizung deutlicher auf die reinen Motorverbrauchswerte und erhöhen diesen entsprechend. Im Sommer während der Urlaubsfahrten auf BAB bleibe ich jedoch i.d.R. unter 19 kWh (130 km/h Tempomat). Verbräuche unter 14 KWh, wie manche Besitzer beschreiben, sind wahrscheinlich nur im Flachland zu realisieren. Jeder Berganstieg kostet mehr Energie als bei der Rückfahrt wieder rekuperiert wird. Diese Tatsache hatte bereits Auto Motor und Sport in einem Test mit zwei E-Fahrzeugen bei einer Passfahrt dokumentiert. Die Rekuperation bleibt meist bei 50% der aufwärts verbrauchten Energie. Die Wahl der Fahrprogramme geht in meinem Falle kaum auf den Langzeitverbrauch ein.

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    Also bei mir sind die Routinen weg, lassen sich auch nicht neu anlegen

    Nach dem Update in der Werkstatt von 3.0 auf 3.2.1 sind meine Laderoutinen ebenfalls weg. Meine Home-Adresse ist im Navi noch hinterlegt, jedoch kann ich keine Routinen mehr anlegen. Habe nur noch "Sofortladen" zur Wahl. Nach Anruf bei meinem Master wurde mir ein Werkstatt-Termin (6 Wochen Wartezeit) empfohlen, da das Problem nur auf diesem Wege lösbar sei !?!

    Hatte bereits schon viele Neuwagen gekauft, jedoch so oft wie mit dem Born hatte ich noch niemals Kontakt mit meinem Autohaus. Meist ist das Problem softwareseitig. Ist bei den BEV eben eine andere Welt.

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    Mein Vorgehen ist 5 verschiedene Händler anschreiben und dann nach Preis/Terminverfügbarkeit sortieren. Die Unterschiede für die gleiche Leistung waren bei Verbrennern teilweise bei 100%!

    Wenn man bereit ist, im Umkreis von mindestens 50 km einen Servicepartner zu suchen, kann dies eine Möglichkeit sein. Im Großraum Nürnberg ist die Cupra-Servicepartner- Auswahl sehr begrenzt, da die meisten ehemals selbständigen Werkstatt-Stützpunkte von einer großen Vertriebsgruppe aufgekauft wurden. Man hat sozusagen immer mit der gleichen Firma zu tun. Ein kleinerer Betrieb kann sich die nötigen Investitionen für den E-Fahrzeug-Service oftmals nicht leisten. Somit entsteht ein gewisses Monopol, die auch die Preise festlegen. Daher kommen auch die Wartezeiten bei der Anmeldung zum Service oder bei nicht so wichtigen GW-Arbeiten von mindestens 6 Wochen. So mal zum nächsten Seat-Betrieb um die Ecke zu gehen ist nicht mehr.