Beiträge von Alderamin

    Wenn man nicht gerade Handlungsreisender (im Privat-PKW) ist, kauft man sein Auto nicht unbedingt nach den Anforderungen für Autobahnfahrten und Laden bei Ionity. Generell kann Elektrofahren deutlich billiger als Diesel sein - ich lade mit Tibber und Wallbox jetzt nachts und am Wochenende im Schnitt für unter 18 ct/kWh (es waren auch einmal 3 ct/kWh an Himmelfahrt, aber das ist selten). Das sind (Durchschnittsverbrauch 18.3 kWh/100 km laut Langzeit Anzeige - sagen wir 20 mit Ladeverlusten) 3,60 Euro auf 100 km. Vorher hatte ich einen A3 Diesel mit vergleichbarer Leistung (184 PS) und Größe, da bin ich auch meist um 120 km/h gefahren, der brauchte 6 l/100 km (und kam gute 800 km weit - etwas doppelt so weit wie der Born). Das wären nach derzeitigem Preis (ca. 1,60 Euro/l) 9,60 Euro / 100 km.


    Klar, wenn ich Langstrecke fahre, wird's teuerer, aber dann schaffe ich wenigstens die Hälfte der Tour normalerweise mit Strom von zu Hause (bisher war das weiteste nach Hamburg, ca 500 km - da konnte ich dann kostenlos im Hotel laden!). Nach Süditalien oder Spanien oder zum Nordkap war ich mit dem Wagen noch nicht, aber für eine Tour dieser Art alle paar Jahre rechnet sich kein Verbrenner im Schnitt über die gesamte Zeit.


    Urlaub ist eben etwas teuerer, da gehören Maut und eben höhere Ladegebühren halt dazu. Wäre zwar schön, wenn DC-Laden überall 40 ct kosten würde, aber leider ist es ein Tarifdschungel. Wenn ich Lust und Zeit habe, suche ich mir einen günstigen Laden notfalls abseits der Strecke, wenn ich's eilig habe, dann eben Ionity oder was da direkt an der Strecke zu finden ist. Ähnliches gilt für's Parken am Zielort. AC Laden, wenn's passt, sonst eben unterwegs. Schnell und billig geht nicht immer in Kombination.


    Da wo ich Autobahn fahre, gibt's an fast jeder Raststätte auch DC-Lader. Und um die Ausfahrten herum in Industriegebieten noch mehr. Bei uns hier in Düren an der Ausfahrt gibt's 8 EnBW Ladepunkte bei Rewe, 2 bei Bauhaus, 6 bei Aral, 4 bei McDonald's, einen Fastned-Ladepark mit 4 Plätzen und noch ein paar versprengte 50 kW-Lader im Gewerbegebiet. Alles innerhalb von 600 m um die Ausfahrt. Und zwei Tankstellen. AC-Lader in der Innenstadt könnte es aber mehr geben, die gehören in jedes Parkhaus und auf jeden Parkplatz (wie in den Niederlanden).


    Übrigens bin ich mit dem Diesel auch immer zur laut ADAC-App billigsten Tankstelle gefahren, mal in Aachen, mal in Düren, je nachdem ob ich in der Nähe der Arbeit oder daheim günstiger tanken konnte. Ist halt die Frage, ob man jedem Pfennig hinterher rennt oder Zeit sparen will.

    Bist du sicher, dass die Laufleistung auch rückwirkend zählt? Denn beim Leasing gibt man ja üblicherweise km/Jahr an. Sprich, dass du nun zwar mehr fahren darfst, aber eben 25k km ab dem 2. Jahr und damit über 4 Jahre insgesamt rund 90k km und nicht 100k km, weil ein Jahr mit 15k eben schon rum ist.


    Aber ja, in der Regel ist es natürlich günstiger höhere Laufleistungen zu wählen, statt später nachzuzahlen. Man sollte sich aber sicher sein, dass man die Laufleistung auch erreicht, da die Erstattung bei deutlich Minderkilometern geringer ist.

    Ich habe mit der Leasing telefoniert und die Vertragsänderung besagt, dass ich am Ende der 4-jährigen Leasing-Zeit 100.000 km auf dem Tacho haben darf. Es wird nicht jahresweise einzeln abgerechnet und den Tachostand nach dem ersten Jahr haben sie nicht erfasst. Ich muss auch nichts für's erste Jahr nachzahlen, das ist alles in den neuen Abschlägen einkalkuliert.

    Bei mir fährt der Wagen beim Ausparkassistenten einen halben Meter in der Längspark-Lücke zurück, bleibt dann stehen und sagt, er sei fertig. Das kriege ich mit Rückfahrkamera besser hin. Fährt er bei euch komplett raus? Habe ich noch nie hinbekommen.

    Zurück zum Urspungsthema:


    Neulich auf der Autobahn fuhr ich auf einen Kleinwagen auf, unter dessen Unterboden (ziemlich weit vorne, vermutlich direkt unter dem Motor) blauer Rauch herausquoll. Einen Auspuff-Auslass konnte ich nicht ausmachen. Da die Karre so stank, habe ich gesehen, dass ich schell an ihr vorbei kam.


    Der Wagen überholte mich kurz danach wieder bergab, Tempomat hatte die Rostlaube sicher nicht. Klebt auf dem Tankdeckel ein Aufkleber: "Elektrisch fahren wir nur auf der Kirmes".


    Ja, nee, is klar. Vorbildlicher Verbrennerfahrer. War übrigens ein junger Typ.

    Was war noch Mal das Thema? ...Frage für einen Freund...

    Sorry, Langstreckenerfahrung.


    Wir waren letztens auf Tagestour in Utrecht, gute 200 km von hier. Vor der Fahrt vollgeladen und mit 49% angekommen. In den NL gibt's ein unglaublich dichtes Netz von Ladestationen. Wir konnten den Wagen 300 m entfernt von der Innenstadt an einen 11 kW-Lader von Last Mile Solutions hängen (Partner von Schneider Solar, von denen ich einen Ladechip habe) und für 33 ct/kWh (inkl. 21% Steuern) während des Besuchs vollladen. Der Parkplatz war sogar sonntags kostenlos (Tarik von Elektrobays hatte mal gejammert, in Utrecht mehr als 20 Euro im Parkhaus bezahlt zu haben). Bin mit 43% zu Hause angekommen.


    Am vergangenen Sonntag waren wir in Miltenberg, da gab's kaum Säulen (die eine in der Innenstadt war belegt), da habe ich auf der Hinfahrt 15 Minuten während der Pinkelpause geladen (immerhin 15 kWh/19%) und vor der Heimfahrt den derzeitigen (bis Ende Monat) Sondertarif von Aral Pulse getestet (40% auf 90% in 30 Minuten, 39 kWh - so brauchten wir für die 284 km Heimfahrt nicht mehr anzuhalten. Die gerade erhaltene Aral-Pulse-Karte wollte allerdings nicht authentifizieren, also notgedrungen die App verwendet. War nicht so ganz einfach, den richtigen Stecker zu aktivieren, da dieser in der App nur mit einer Nummer ("Ladeplatz 7") versehen war, die jedoch nicht an der Säule stand und es gab keinen QR-Code; wir wurden per GPS verortet. Hotline warf mich nach 6 Minuten Warteschleife ab. Auf meine Mail am Sonntag gab's bisher noch keine Antwort.


    Morgen geht's mit entspannten 100 km/h (mehr ist in NL zwischen 7:00 und 19:00 Uhr nicht erlaubt) ans Ijsselmeer. Almere quillt über mit Ladestationen und an der Autobahn gibt es an jeder Raststätte überdachte Ladeparks von Fastned. Ich wünschte mir, wir wären hier auch schon so weit. NL ist viel dichter besiedelt als Deutschland und bekommt es sowohl mit der Infrastruktur für Fahrräder als auch für Elektrofahrzeuge viel besser hin als wir. Aber das wird schon noch.

    Der Irrglaube das wir mit der Reduzierung von CO2 in der Luft Überschwemmungen aufhalten hält sich echt hartnäckig. Das Ahrtal hat schon eine sehr lange Zeit mit Hochwasser zu kämpfen.


    Im Internet leicht zu finden und zu sehen 1598 im Ahrtal zumindest ein Dokumentiertes Ereignis. Wie weit das noch zurück geht keine Ahnung.


    Der Mensch baut, begradigt Flüsse, nimmt den großen die Nebenflüsse und die Auslaufgebiete derer und wundert sich dann wenn es mal mehr Regnet als sonst das die Häuser zu einem Pool werden. Dann kommen die Ideologen und schieben das auf das CO2.

    Das ist keine "Glaube" und schon gar kein "Irrglaube".


    Natürlich hat es schon schlimme Hochwässer an der Ahr gegeben, aber die Abstände zwischen extremen Hochwässern werden mit zunehmender Temperatur viel geringer und "Jahrtausendhochwässer" treten dann mehrfach im Jahrhundert ein, so dass Gegenden wie das Ahrtal de facto unbewohnbar werden. Grund für den Anstieg sind Wetterlagen mit stabilen Positionen von Hoch- und Tiefdruckgebieten (haben wir derzeit wieder, wie auch im letzten Jahr, daher der verregnete Mai und das Hochwasser an der Saar), verusacht durch den schwächelnden Jetstream, verursacht durch die abnehmende Temperaturdifferenz zwischen den gemäßigten Breiten und der Arktis, wo die Temperaturen aufgrund des Klimawandels besonders stark ansteigen. Das erzählen nicht Ideologen, sondern die Wissenschaft. Dieselbe Wissenschaft (dieselbe Methodik, dieselben Kontrollen), der wir Computer, Internet und Elektroautos verdanken.


    1º of global warming causes a ~50% increase in population displacement risk - IOP Publishing
    A new study shows that if the population were fixed at current levels, the risk of population displacement due to river floods would rise by ~50% for each…
    ioppublishing.org


    Na gut, sollen die Leute da eben wegziehen. Blöde nur, dass auch die Landwirtschaft und damit unsere Nahrungsversorgung betroffen ist. Bisher sind's nur die Erdbeeren. Wenn's dann der Weizen wird...


    Zuviel Regen – Erdbeeren verfaulen auf den Feldern
    Nach dem milden Winter und jetzt reichlich Regen sind die Erdbeeren auf deutschen Feldern in Gefahr. Anbauer befürchten Ernteausfälle. Das 7 Tage-Agrarwetter…
    www.topagrar.com

    Es geht nicht um Umweltschutz, sondern den Erhalt der menschlichen Zivilisation. Der Umwelt ist es vollkommen egal, was aus ihr wird, die hat keinen Willen und keine Interessen. Wir schon. Es geht um uns und unsere Kindeskinder. Umweltschutz ist nicht nur "nicht verkehrt", sondern die größte Herausforderung, vor der die Menschheit seit sie vor 70.000 Jahren fast ausgestorben wäre, je gestanden hat.


    "Aber China!" Beliebtestes "Argument" aus gewissen Kreisen. China ist absolut führend im Zubau von PV und in der Elektromobilität weit voraus.

    Weltweit installierte Photovoltaikleistung
    Im Jahr 2023 konnte weltweit erneut ein Rekord an neu installierter Photovoltaikleistung erreicht werden. Der Bestand an Solaranlagen wuchs um fast 400…
    www.volker-quaschning.de


    Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist eine globale Aufgabe, an der sich alle beteiligen müssen (und es auch tun). Deutschland hat in der EU mit Abstand den größten CO2 Ausstoß und liegt pro Kopf im schlechteren Drittel. Von wegen "wir tun viel mehr als die anderen".

    Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union
    Die Europäische Union berichtet jährlich die Treibhausgas-Emissionen für die EU-27. Dazu werden die Emissionsdaten der Mitgliedstaaten konsolidiert und…
    www.umweltbundesamt.de


    Wir sind dabei, das Klima und damit uns selbst vor die Wand zu fahren. Ich empfehle den folgenden Podcast (englisch) zu hören (oder zu lesen, Transskript auf der Webseite), wo ein US-Klimaforscher vom letzten Stand berichtet und schon ziemlich verzweifelt klingt.


    276 | Gavin Schmidt on Measuring, Predicting, and Protecting our Climate – Sean Carroll


    Es wird immer gerne angeführt, das Klima habe sich schon immer geändert. Temperaturen die um 8°C höher als heute sind, gab es zuletzt in der Kreidezeit vor mehr als 60 Millionen Jahren. Da war allerdings der Meeresspiegel 100 m höher. Dann hätte ich es hier in der Voreifel nicht weit zum Strand, aber Holland gäbe es leider nicht mehr (bis auf den äußersten Süden am Fuß der Ardennen). Man kann sich auch nicht an eine stetig ändernde Klimasituation anpassen. Wenn es in der Äquatorgegend oder Südostasien wochenlang über 40°C wird, kann man dort nicht mehr leben, und es wird riesige Migrationen und Krisen geben. Das sind die Aussichten.


    Und unsere "naiv-grüne" Regierung tut leider auch viel zu wenig, um die eigenen Ziele und Verpflichtungen einzuhalten. Wenn auch viel mehr als die rot-schwarzen und schwarz-gelben Regierungen davor.