Das ganze sollte man etwas differenzierter sehen.
Umweltschutz ist nicht verkehrt. Wir sind aber mittlerweile an einem Punkt angelankt wo Aspekte Richtung Klima-Schutz optimiert werden. Die mit riesigem Finanziellen aufwand nur geringe fortschritte bringen. Siehe Heizungsgesetzt... Das was wir da auf 10 Jahre an Emissionen sparen. Legt alleine China halbjährige mit Steigerung deren Emissionen oben drauf. Das Geld was wir hier ausgeben wäre aus Sicht des Klimaschutzes besser angelegt wenn wir den Chinesen Solarzellen schenken würden.
Wir erreichen aus Globaler Sicht damit nicht mal den Tropfen auf den heißen Stein, oder wenn man den so will den Eiswürfel auf die globale Erwärmung.
Wir werden das Klima nicht retten, egal was wir hier in Europa noch verbessern. Die Ansatzpunkte liegen in anderen Regionen unseres Erdballes. Wenn die auf unserem jetzigen Niveau wären hätten wir noch gute karten. Aber ohne das ist der Zug abgefahren.
Aber Politik wird nun mal regional gemacht. Und ich glaub kaum das die Grünen ne Chance haben sich in den USA, China oder Indien zu etablieren.
Dort liegt das Potential die Erderwärmung zu begrenzen. Vieles was wir hier lokal(Europa) mit enormen Aufwand verbessern ist im Globalen Bild nicht einmal eine Fußnote.
Wo wir aber auf sehr gutem Wege sind ist uns unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wohlstand massiv zu beschneiden.
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Es geht nicht um Umweltschutz, sondern den Erhalt der menschlichen Zivilisation. Der Umwelt ist es vollkommen egal, was aus ihr wird, die hat keinen Willen und keine Interessen. Wir schon. Es geht um uns und unsere Kindeskinder. Umweltschutz ist nicht nur "nicht verkehrt", sondern die größte Herausforderung, vor der die Menschheit seit sie vor 70.000 Jahren fast ausgestorben wäre, je gestanden hat.
"Aber China!" Beliebtestes "Argument" aus gewissen Kreisen. China ist absolut führend im Zubau von PV und in der Elektromobilität weit voraus.
Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist eine globale Aufgabe, an der sich alle beteiligen müssen (und es auch tun). Deutschland hat in der EU mit Abstand den größten CO2 Ausstoß und liegt pro Kopf im schlechteren Drittel. Von wegen "wir tun viel mehr als die anderen".
Wir sind dabei, das Klima und damit uns selbst vor die Wand zu fahren. Ich empfehle den folgenden Podcast (englisch) zu hören (oder zu lesen, Transskript auf der Webseite), wo ein US-Klimaforscher vom letzten Stand berichtet und schon ziemlich verzweifelt klingt.
276 | Gavin Schmidt on Measuring, Predicting, and Protecting our Climate – Sean Carroll
Es wird immer gerne angeführt, das Klima habe sich schon immer geändert. Temperaturen die um 8°C höher als heute sind, gab es zuletzt in der Kreidezeit vor mehr als 60 Millionen Jahren. Da war allerdings der Meeresspiegel 100 m höher. Dann hätte ich es hier in der Voreifel nicht weit zum Strand, aber Holland gäbe es leider nicht mehr (bis auf den äußersten Süden am Fuß der Ardennen). Man kann sich auch nicht an eine stetig ändernde Klimasituation anpassen. Wenn es in der Äquatorgegend oder Südostasien wochenlang über 40°C wird, kann man dort nicht mehr leben, und es wird riesige Migrationen und Krisen geben. Das sind die Aussichten.
Und unsere "naiv-grüne" Regierung tut leider auch viel zu wenig, um die eigenen Ziele und Verpflichtungen einzuhalten. Wenn auch viel mehr als die rot-schwarzen und schwarz-gelben Regierungen davor.