Beiträge von Manny

    Der Sportsvan meines Schwagers hat eine Verkehrszeichenanzeige(!), die die Infos aus den digitalen Daten des Navis bezieht.

    Ich, mit meinem Golf7, habe eine Verkerszeichenerkennung(!) mit der Kamera, das ist etwas ganz anderes. Die bezieht die Infos in erster Linie von der Kamera und ist damit auch aktuell. Vielleicht gibt es beim Born auch diese Unterscheidung.


    Manny

    Wenn man halt unter Transparenz versteht, keine Wahl mehr zu haben, nun denn. Vielleicht bin da nicht einfach genug gestrickt.


    Aber den zweiten Teil der Agenturgeschichte sollte man nicht vergessen. In einem anderen Forum ist es schon Thema: Da müssen Leute, die neue Autos gekauft haben, bereits mit Anwalt Gewährleistungsansprüche anmelden, der Hersteller stellt sich einfach "tot", toll, das ist mal ein echter Fortschritt.

    Hatte ich noch nie, muß ich unbedingt haben...


    Manny

    Erst Mondpreise zu verlangen, die man hinterher wie auf dem Basar auf ein realistisches Niveau runter verhandeln zu müssen, (...)

    Und jetzt musst Du die Mondpreise komplett bezahlen! Glaubst Du im ernst dass z.B. VW niedrigere Preise aufruft, damit Du nicht mehr handeln musst? Wie blauäugig ist das denn.

    Früher war es die Planwirtschaft der ehemaligen Ostländer, über die wir uns erbrochen haben, jetzt wird das Preistransparenz genannt und ist toll. Eins stimmt allerdings, wenn man das den Kunden als toll verkaufen kann, verdienen sie es nicht anders.

    Ich zumindest fühlte mich schon in der Lage, mit den Regeln der freien Marktwirtschaft umzugehen. Wenn der Kunde jetzt allerdings damit überfordert ist und selbst da Gängelung braucht...


    Das Agenturmodell ist kein Wünsch Dir Was der Händler. Das wollen die Hersteller durchdrücken. Damit wollen sie Angebotsplattformen austrocknen, weil die Händler eben keine eigenen Preise mehr machen können

    Genau. Es ist einfach ein weiterer Baustein der Konzerne zur totalen Beherrschung des Marktes und damit zur Aushebelung der Marktwirtschaft, in der der Kunde noch gewissen Spielraum hat. Nichts ist für einen Konzern schlimmer als ein Kunde, der wählen kann...


    Nicht zu vergessen, dass man mit dem Agenturmodell elegant die Gewährleistung des Händlers in die Hand ausgebuffter Rechtsabteilungen in den Konzernen legt. Aber auch das kapieren viele nicht. Man kann ja schon in einigen Foren nachlesen, was es heißt, beim Konzern Gewährleistungsansprüche durchzusetzen. Der Händler hat damit nichts mehr zu tun, der Konzern reagiert nicht, und jetzt?


    Manny

    5) Warum sollte die Kamera bei einem Auto für 53k€ besser sein als an der einem BMW. für 85k€ 😂

    Im Ernst, an meinem 3er Touring ist die Kamera genauso beschissen. Aber ich will über die Kamera ja auch keine seltenen Käfer beobachten. Die Pieper machen einen guten Job. Ja, die Kamera könnte besser sein aber ich kann damit leben.

    Wer erwartet schon bei einem Trinkgeld von dreiundfünfzigtausend Euro eine vernünftige Kamera. Kann doch nur ein Looser sein. Oder ein Golf7-Fahrer...


    Manny

    Klar ist das alles für viele Nutzer derzeit noch zu teuer. Innovationen beginnen aber immer mit Early Adopters, die bereit sind, mehr auszugeben. Irgendwann fallen die Preise und es geht in die breite Masse. War beim Computer oder der Mobiltelefonie genauso. Oder auch beim Verbrennerauto.

    Das Blöde an der Geschichte ist allerdings, dass die early adopters jeden Mist, sei es Software, Bedienung oder Design akzeptieren und sich das Auto damit eben nicht als massentauglich erweist. Denn der Normalo will eben keine Designikone, sondern ein Auto mit der gleichen Funktionalität wie sein Verbrenner-Vorgänger. Z.B: Welches E-Auto hat eine umlegbare Beifahrersitzlehne, um längere Gegenstände zu transportieren? Warum muß ein E-Auto gigantische Mittelkonsolen haben usw.


    Ist halt alles nicht so einfach, besonders wenn man gerade den Eindruck hat, dass das System "Marktwirtschaft" auf dem Kopf steht und eher Planwirschaft mit "Hinten Anstellen" noch(!) die Regel ist.


    ob er die Autos um diesen Preis verkauft sei dahingestellt, aber als erfahrener Händler wird er schon wissen was er tut....

    Er geht wohl von dem aktuell nicht ganz von der Hand zu weisenden Fall aus: Jeder Tag steht ein Doofer auf, ich muß ihn nur erwischen. Das hat aber sicherlich nichts mit der Marktsituation zu tun, die sich gerade anscheinend etwas abkühlt. Zu solchen Angeboten gehören halt immer zwei, einer der es macht und einer, der es akzeptiert.


    Manny

    Noch zur Erklärung, bevor manche Unwissen anprangern: Ich habe tagtäglich beruflich mit diversen Herstellen und deren Fahrzeugen zu tun und bin immer wieder überrascht, was deren Besitzer/Nutzer bereit sind, dafür auszugeben bzw. auch bereit sind, an Problemen/Missständen hinzunehmen und diverse Verzichtungen einzugehen.

    Zunächst einmal ein sehr guter, nüchterner Beitrag, der eigentlich das beschreibt, was ich als zukünftiger E-Auto-Fahrer auch so empfinde.


    Nur mal so als negatives Beispiel, was den zitierten Absatz untermauert: In einem anderen E-Forum wird von einem User beklagt, dass das neue, ach so tolle E-Auto keine Einstellung des Ladelimits hat, also nicht z. B. auf 80% Ladung einstellbar ist. Wäre für mich eine wichtige Komfortsache. Nicht aber dort: Einer meint, das sei doch kein Problem, Prozentrechnung und ein e-go-Charger.... Die bessere Erklärung kam dann noch von einem anderen: Wenn der Hersteller diese Möglichkeit nicht anbietet, hat er bestimmt spezielle Akkus, die sowas nicht brauchen.

    Und die Meinung solcher Leute soll ich ernst nehmen?


    Wir sind jetzt, erfreulicherweise in sehr gesittetem Ton, sicherlich etwas vom Thema abgekommen. Daher noch eine abschließende Bemerkung:

    Ich bin immer der Meinung, dass die zukünftigen und jetzigen Kunden eines Produktes sehr wohl die Finger in die Wunden legen müssen und den Hersteller quasi zwingen, das Produkt weiter zu entwickeln. Warum sollte sich VW diese Crux mit der Software antun, wenn die Kunden zufrieden sind? Würden die freiwillig den Innenraum des ID3 verschönern, wenn es keinen Druck gäbe?


    Manny

    Also Fazit meinerseits:

    Lass Dich nicht zu sehr von den (negativen aber auch positiven) Berichten in den Foren beeinflussen, sondern versuche selbst Deine Bedürfnisse in Übereinstimmung mit einem Auto zu bringen. Wenn es der Born wird, dann Gratulation - ist ein tolles Auto nach nunmehr 10Tkm bei mir in 7 Monaten. Und die kleinen Macken z.B. bei der App werden auch bald gelöst sein bin ich sicher. Ein "Montagsauto" wie bei cupraborn wird es leider wohl immer geben weil Menschen an den Autos arbeiten und die Menschen Fehler machen (können).

    Dein gesamter Beitrag ist sehr vernünftig, da stimme ich voll zu. Natürlich war bei mir der Born noch weit vor dem ID3, der mir dagegen wie eine Naßzelle vorkommt. Aber schon beim Spielen im Autohaus ist bei dem Born die Soft abgestürzt und selbst der Verkäufer stand ratlos daneben. Das war nicht sonderlich ermutigend. Natürlich sind Probleme im Forum immer eine komprimierte Momentaufnahme von allen Problemen, die irgendwie, meist nur einzeln, auftreten können.


    Ich will hier gar nichts verbissen abwiegeln, aber ich bin Realist mit einem gerüttelt Maß an Lebenserfahrung. Als solcher erkenne ich, dass der Cupra Born in der Golfklasse spielt, eine Fahrzeugklasse, die auch als Kompaktklasse oder untere Mittelklasse bezeichnet wird, auch wenn er wegen teurer Akkus preislich etwas darüber rangiert. Und das ist auch der Qualitätsmaßstab, den man bei einem solchen Fahrzeug anlegen muß.

    Und genau da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich habe im Moment noch einen Golf 7, 5 Jahre alt, hat damals 36.000 € gekostet, abzüglich Rabatt, ja, das gab es mal, bevor die Käufer jeden Preis akzeptierten. Und der geht einfach, nicht über Touch kaputtgespart, sondern noch die Generation: Reinsetzen, bedienen und losfahren. Noch nie ein Problem mit den Assistenzsystemen gehabt, geht einfach nur. Mir geht es weniger um den eigentlichen Gegenwert, sondern darum, dass das, was drinnen ist, auch einwandfrei funktioniert. Da hört nämlich meine Toleranz auf, besonders wenn das Auto richtig Geld kostet.

    Deine finanziellen Berechnungen mögen für Dich in Ordnung sein, aber bestimmt nicht für die Masse der normalen E-Auto-Käufer.


    Meine Situation ist eigentlich ganz komfortabel: Wallbox ist da, Garage ist da, Geld ist da, der Wille zum Umstieg ist da, aber noch nicht das richtige Auto, da ich, wie schon erwähnt, nicht alle bisherigen Ansprüche dem Zauberwort "E" opfern will. Mein wichtigstes Argument beim Auto war immer Zuverlässigkeit, das Ding muß einfach gehen. Und da scheint bei E-Auto-Käufern eine andere Ansicht zu herrschen, die ich nicht so einfach teilen kann.

    Aber lassen wir es dabei, die Ansichten sind halt verschieden. Die Zukunft wird zeigen, ob ich vollkommen falsch liege.


    Manny

    Es kommt nicht nur auf die Ansprüche an, man muß auch sehen, in welcher Fahrzeugklasse man sich bewegt.

    Kann es sein, dass mit Aufkommen des E-Antriebs ganz plötzlich fast 50.000 € anscheinend kein Geld mehr ist? Für mich zählt die Summe, nicht der Einzelposten.


    Das verbissene Abwiegeln von Problemen, das im Moment bei den E-Foren fast manische Züge annimmt, macht mich als potentiellen E-Interessenten, der Infos sammelt, inzwischen äusserst mißtrauisch. Mir ist es lieber, dass Probleme sauber angesprochen werden. Dann kann ich selbst entscheiden, ob ich damit leben kann oder nicht.


    Heinz15

    Den zweiten Absatz Deines Beitrages unterschreibe ich vollkommen. Genau so ist es. Es nützt mir garnichts, wenn ein anderer mit PV usw. gut zurecht kommt, ich(!) muß mit meinen Umständen zurechtkommen.


    Manny