Also Fazit meinerseits:
Lass Dich nicht zu sehr von den (negativen aber auch positiven) Berichten in den Foren beeinflussen, sondern versuche selbst Deine Bedürfnisse in Übereinstimmung mit einem Auto zu bringen. Wenn es der Born wird, dann Gratulation - ist ein tolles Auto nach nunmehr 10Tkm bei mir in 7 Monaten. Und die kleinen Macken z.B. bei der App werden auch bald gelöst sein bin ich sicher. Ein "Montagsauto" wie bei cupraborn wird es leider wohl immer geben weil Menschen an den Autos arbeiten und die Menschen Fehler machen (können).
Dein gesamter Beitrag ist sehr vernünftig, da stimme ich voll zu. Natürlich war bei mir der Born noch weit vor dem ID3, der mir dagegen wie eine Naßzelle vorkommt. Aber schon beim Spielen im Autohaus ist bei dem Born die Soft abgestürzt und selbst der Verkäufer stand ratlos daneben. Das war nicht sonderlich ermutigend. Natürlich sind Probleme im Forum immer eine komprimierte Momentaufnahme von allen Problemen, die irgendwie, meist nur einzeln, auftreten können.
Ich will hier gar nichts verbissen abwiegeln, aber ich bin Realist mit einem gerüttelt Maß an Lebenserfahrung. Als solcher erkenne ich, dass der Cupra Born in der Golfklasse spielt, eine Fahrzeugklasse, die auch als Kompaktklasse oder untere Mittelklasse bezeichnet wird, auch wenn er wegen teurer Akkus preislich etwas darüber rangiert. Und das ist auch der Qualitätsmaßstab, den man bei einem solchen Fahrzeug anlegen muß.
Und genau da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich habe im Moment noch einen Golf 7, 5 Jahre alt, hat damals 36.000 € gekostet, abzüglich Rabatt, ja, das gab es mal, bevor die Käufer jeden Preis akzeptierten. Und der geht einfach, nicht über Touch kaputtgespart, sondern noch die Generation: Reinsetzen, bedienen und losfahren. Noch nie ein Problem mit den Assistenzsystemen gehabt, geht einfach nur. Mir geht es weniger um den eigentlichen Gegenwert, sondern darum, dass das, was drinnen ist, auch einwandfrei funktioniert. Da hört nämlich meine Toleranz auf, besonders wenn das Auto richtig Geld kostet.
Deine finanziellen Berechnungen mögen für Dich in Ordnung sein, aber bestimmt nicht für die Masse der normalen E-Auto-Käufer.
Meine Situation ist eigentlich ganz komfortabel: Wallbox ist da, Garage ist da, Geld ist da, der Wille zum Umstieg ist da, aber noch nicht das richtige Auto, da ich, wie schon erwähnt, nicht alle bisherigen Ansprüche dem Zauberwort "E" opfern will. Mein wichtigstes Argument beim Auto war immer Zuverlässigkeit, das Ding muß einfach gehen. Und da scheint bei E-Auto-Käufern eine andere Ansicht zu herrschen, die ich nicht so einfach teilen kann.
Aber lassen wir es dabei, die Ansichten sind halt verschieden. Die Zukunft wird zeigen, ob ich vollkommen falsch liege.
Manny