Beiträge von Blueskin

    Ich hatte seit 1990 ausschließlich Leasing-Autos unterschiedlichster Hersteller und habe festgestellt, dass zunehmend strenger geschaut wird. War es am Anfang noch ein "Wir kennen Ihr Auto ja" über "Dann laufen wir doch mal drum herum" gab es zunehmend die Auslagerung an "unabhängige" Gutachter, um - meiner Meinung nach - Diskussionen mit dem Kunden aus dem Weg zu gehen.


    Beim letzten Fahrzeug (Ford) ist der "unabhängige"* Gutachter des regionalen TÜV sage und schreibe 8 mal mit diesem "Dellenreflektor" (das ist dieser flache, gestreifte Schirm) über das Fahrzeug gegangen, ob nicht doch noch irgendwo etwas zu finden ist.

    Und die Felgen wurden extra mit einem LED-Strahler genauestens auf Macken untersucht.

    Ich habe ihn (nach Abschluss des Gutachtens!) gefragt, ob er dazu von Händler auch beauftragt wird, BEVOR das Neufahrzeug ausgeliefert wird.


    Obwohl ich mir vorher ziemlich sicher war, dass keine Beschädigungen vorhanden sind, wurde mir im Verlauf der Begutachtung immer mulmiger, denn soooo genau hatte sogar ich trotz meiner diesbezüglichen Pingeligkeit nicht geschaut. (Man ganz abgesehen davon, dass ich auch keinen solchen Dellenreflektor besitze!)


    Erfreulicherweise ist es am Ende doch ohne Nachzahlung ausgegangen, weil trotz aller Bemühungen des netten Herrn nichts zu finden war.


    *unabhängig : Wenn bei der Terminabsprache schon der Satz fällt "Das macht unser Herr Soundso vom TÜV XY" und das Auto bei der Rückgabe auch bei diesem verbleibt, ohne dass man mit einem Mitarbeiter des Autohauses gesprochen hat ;geschweige denn das Fahrzeug an einen solchen übergeben hat .... ;)

    Manny : "Bequem" wäre es gewesen, sich gar nicht erst zu befassen mit der Elektromobilität.

    Ich habe aber bereits vollstes Verständnis für diejenigen, die sich in die Thematik "einarbeiten" und dann entscheiden, es lieber zu lassen.


    Und erst recht sogar für diejenigen, die es sogar trotz Bedenken probieren und danach für sich möglicherweise als (noch) nicht tauglich verwerfen.


    So mache ich das in meiner kleinen Firma ständig. Wenn sich etwas Neues nicht trägt und/oder mehr Nerven kostet als alles andere, wird es eben wieder eingestampft.


    Diese ganze Moralkeulen-"Argumentation" derjenigen, die es für sich selbst als sinnvoll erachten (z. B. weil sie zu Hause laden können und/oder es auf ihren Strecken gerade passt) und daraufhin meinen, es müsse auch für alle anderen passen, geht mir mittlerweile gehörig auf den Zeiger.


    Ich würde zu gerne sehen, wie deren Heiligenschein noch glänzt, wenn z.B. der Elektro-Firmenwagen nicht mehr nur mit 25% angesetzt wird oder das Laden zu Hause verboten würde. 😇

    (Was natürlich nicht passieren wird!)

    cprbrn :

    Ich stimme Dir in allem zu.

    Daher werde ich bei Leasing-Ende - so wie auch schon in der Vergangenheit - ganz bestimmt nicht auf einen Hersteller fixiert sein.


    Und wenn zu dem Zeitpunkt das (für mich) "richtige" BEV preislich nicht mit dem (für mich) "richtigen" Verbrenner konkurrieren kann, dann war es das zumindest für meine nächste Leasingperiode mit Elektromobilität.

    Ich bin da ganz offen.


    Bei Bestellung meines Born vor einem Jahr habe ich nicht die Klimmzüge in der Praxis vorausgesehen, die das andauernde Aufladen bedeutet bzw. habe ich auch nicht vorausgesehen, was die Ladestrom-Anbieter da abziehen werden.


    Und was die Klima-Savonarolas angeht :

    Wenn der Politik der Klimawandel nicht wichtig genug ist, den Autoherstellern und Ladestrom-Anbietern (ob jetzt CPO, MSP oder LMAA ;)) ordentlich auf die Finger zu klopfen, kann er ja nicht so dramatisch sein wie immer dargestellt.

    Theorie und gelebte Praxis driften manchmal ganz schön auseinander.

    Insbesondere das Zusammentreffen der "Tips" einiger Besserwisser ist sehr oft nicht gegeben:

    Dass nämlich genau dort wo die Bio-Pause notwendig ist, das Auto den "dann musst Du eben bis <10% runterfahren, dann lädt er auch schnell"-SoC erreicht hat, Ladesäulen vom "dann musst Du eben ein Abo abschließen, dann es ist auch nicht teuer"-Anbieter stehen, die auch defekt und frei sind ("dann musst Du eben nur Standort mit mehr als 4 Säulen anfahren").


    Auf meinen bisherigen Strecken mit Zwischenladung kam das irgendwie nie zusammen.


    Insofern kann ich SnkrWatch gut verstehen.

    Bei mir selbst kommt noch dazu, dass ich nicht zu Hause laden kann und somit nicht nur bei richtigen Lang-Strecken mit der Thematik konfrontiert bin.


    Insofern wird bei mir nach Ablauf des Cupra-Leasings in knapp 3 Jahren der Preis-Wettbewerb nur noch zwischen Verbrenner und einem BEV mit großem Akku (also 90-100 kWh) stattfinden.


    Bis dahin haben Autohersteller, Ladeinfrastruktur und Ladepreise Zeit, sich zu verbessern. Allerdings glaube ich daran eher nicht.


    Und ja, wenn man zu Hause laden kann und "Langstrecke" nur die immer gleiche Route ist, auf der man sich auch prima von Ladepark zu Ladepark des eigenen Abo-Anbieters hangeln kann, sieht das bestimmt anders aus.

    Da bin ich mal gespannt, ob und wann diesbezüglich noch etwas kommt.

    Und wenn ja, ob das automatisch eingestellt wird, oder ob man das erst beantragen muss.

    Die Änderungen der Tarife fürs Ausland erfolgen ja nur still und meist unbemerkt im Hintergrund.

    Die Preislisten für "Free", "Pure" und "Power" haben alle ein unterschiedliches Erstell-Datum. (Zuletzt für "Pure" am 14.02.2025)

    Derzeit ist der Unterschied z. B. in Frankreich an Ionity-Säulen noch unschön. Bei CupraCharging (Pure oder Power) 45ct und bei IONITY selbst 39ct (PP Motion) bzw 33ct (PP Power). Da bleibt aktuell für CupraCharging nur der kleine Vorteil, dass man eine Ladekarte hat und sich nicht darauf verlassen muss, dass die Ionity-App vor Ort funktioniert. Aber IONITY will ja bald ebenfalls eine Ladekarte herausbringen. Dann wäre der Punkt auch obsolet.

    "Das hat er ja noch nie gemacht"...

    Es ist Montagmorgen, es ist 0 Grad, alle wollen Vorheizen und die App öffnet sich ohne Zicken beim ersten Aufruf! 8|

    Sollte doch noch Hoffnung bestehen, dass sie wenigstens das hinbekommen haben? Und vielleicht sogar dauerhaft? (Pssst, man traut sich gar nicht, das zu denken.)

    Update :

    Fairerweise berichte ich natürlich hier auch positves.

    So ist es seit dem Update auf 2.6.0 bei mir(!) bisher(!) zumindest so, dass die App sich zwar nach wie vor öfter mal beim Öffnen "aufhängt" und/oder die bekannte Fehlermeldung ausgibt.

    Aber beim zweiten Versuch war sie bislang immer recht schnell da.

    Immer noch weit weg von wirklich guten Apps, aber wenigstens etwas besser als vorher.

    Dementsprechend habe ich nun auch die Bewertung im PlayStore auf 2 Sterne erhöht.

    So habe ich diesbezüglich noch so viel Luft nach oben wie Cupra bezüglich der App. 8)

    ... Im digitalen Neuland Deutschland dauert es eben einen Moment bis die Daten aktualisiert sind 🤷🏻‍♂️

    Nicht nur dort!

    Am Wochenende war ich wieder mal "drüben", also im schönen Luxembourg.

    Auf der Autobahn von Luxembourg-Stadt nach Süden "erkannte" das Navi auf unbeschränkter Strecke (in Lux also 130) plötzlich Tempo 50 und hielt das auch etliche Kilometer weit durch. Natürlich begleitet vom bevormundenden Tempoüberschreitungs-Warn-Gebimmel!

    Kurz darauf gibt es auf dieser Autobahn eine längere Baustelle mit Tempolimit 70. Die Schilder wiederholen sich in der langen Baustelle mehrmals.

    Aber des Navi des Born ließ sich da durch ein paar deutlich platzierte Schilder doch nicht in seiner fest verankerten Meinung beirren und zeigte nun voller Mut "unbeschränkt".

    Das wäre - gerade in Luxembourg - ein seeeeehr teurer Spaß geworden, wenn ich da dem ACC freien Lauf gelassen hätte. Und kein Gebimmel hätte mich davor gewarnt. ;)


    Nichtsdestotrotz darf ich aber erwähnen, dass ich schon längere Zeit keine derart gravierende Falsch-Erkennung mehr hatte.

    Lediglich bei zeitbeschränkten Tempolimits (also z.B. innerorts 30km/h zwischen 7 und 18 Uhr) greift sich das Navi sehr zielsicher genau das Tempolimit raus, welches zu diesem Zeitpunkt NICHT gilt. :S