Beiträge von cprbrn

    Stefan117 zwischen den Modelljahren liegen technologisch "Welten".
    Das alte Infotainment-System ist gnadenlos langsam, Updates sind nicht mehr in Sicht. Die Ladeplanung ist auch sehr unpräzise.

    Weiterhin gibt's keine Batterie-Vorkonditionierung. Laden im Winter wird zur Qual.


    Beim neuen Modell läuft alles deutlich schneller. Da gibt's auch wenigstens noch die Hoffnung auf Updates.


    Ich rate ganz klar vom alten alten Modell ab und zum neuen Modell, wenn es ein Born werden soll.

    Ich persönlich kann niemanden einen BEV als einziges Fahrzeug empfehlen, wenn nur als Zweitwagen oder Oberklasse Fahrzeuge die eine größere Range haben und doppelt so schnell laden.

    Sorry, aber warum verallgemeinerst Du so? Du kannst niemandem einen Cupra Born 58kWh empfehlen. Aber nur aus den Erfahrungen des Cupra Born auf alle BEVs zu schließen ist meiner Meinung nach ziemlich falsch.


    Außerdem reden wir hier auch nicht von der Oberklasse, sondern von ID.7, iX3 oder 4er BMW oder irgendeinem Tesla. Da ist die Oberklasse weit entfernt.


    3x angehalten zum Laden für jeweils knappe 30 Minuten.

    Reine Fahrzeit 7:08 Stunden + Ladezeit und genau da liegt das Problem!

    Die Ladezeit ist viel, viel zu lang.

    8:30 Stunden für 710 km, das macht wirklich keinen Spaß.

    Mit einem (ich sag es jetzt mal gemein) BESSEREN Elektroauto (bzw. besser geeignetem) hättest Du die Strecke mit 130km/h Reisetempo mit zwei Ladestopps mit insgesamt 40-50 Min. Ladezeit gemeistert.

    Ladechaos, umständlich,

    Das ist halt ein großes Problem der schlechten Software. Wenn das Navi einen automatisch "sortenrein" an die passende Ladesäule des gewünschten Anbieters lotst, hat man solche Probleme meist nicht.
    Wie wichtig dies ist und wie gut es funktioniert merkt man aber meist erst, wenn man selbst mal so ein Auto mit guter Software fährt.

    Der Born gehört leider nicht dazu.


    Das gleiche Bild ist bei mir in der Firma, alle mit Tesla wollen wieder einen BEV, die skoda und VW Fahrer sagen meistens: hoffentlich ist das Leasing bald zu Ende. Komisch, dass das so weit auseinander driftet.

    Das ist genau das, was ich sage, Ist das Konzept "Elektroauto" gut umgesetzt, funktioniert es auch. Insbesondere die erste Generation der VW MEB-Fahrzeuge ist aber halt leider nicht unbedingt gut. Schlechte Ladeleistung, wenig Ladeflexibilität und eine echt miese Software.

    Eigentlich ist meine jetzige Frage, warum sind die Tesla Fahrer so positiv oder positiver als Andere?

    Weil dort der Schmerzpunkt "Laden" einfach besser umgesetzt ist. Das Navi führt einen zum Supercharger, man steckt das Kabel ein, fertig.
    Die Software funktioniert auch und nervt einen nicht.

    Die fancy Software blendet bei vielen auch wohl aus, dass Fahreigenschaften und z.B. einige Assistenzsysteme eben nicht so gut funktionieren wie woanders.
    Dass rein kamerabasierte Assistenzsysteme bei ungünstigen Bedingungen nicht funktionieren ist ja schon mehrfach bewiesen worden.


    Bei VW ist es so: Das Navi plant verschiedene Anbieter ein. Gerne auch mal Ladepunkte auf der Gegenseite der Autobahn, geschlossene Ladepunkte oder Ladepunkte auf Privatgelände. Einen Anbieterfilter gibt es nicht. Man benötigt eine Batterie an Ladekarten oder akzeptiert die teuren Preise.
    Hinzu kommt, dass die Ladeplanung auch meist überhaupt nicht passt und das System ständig neu ermittelt.
    Abgerundet wird dies dann noch durch das schlechte digitale Erlebnis: Bedienung lahm und ruckelig, wenige Funktionen und eine App, die nichts kann und oft ausfällt.

    Natürlich ist man dann abgenervt. Volles Verständnis!

    Jetzt erweitere ich mal den Horizont und sage: Nicht nur Tesla und VW bauen Elektroautos. Die Ladeplanung bei BMW ist z.B. sogar der von Tesla überlegen. Plug and Charge gibt's da auch.

    Mein abschließender Rat: Sieh zu, dass Du den Born los wirst. Er passt nicht zu Deinem Anwendungsbereich und deinen Ansprüchen. Das kann ich komplett verstehen. Weil der "kleine alte" Born ist für die Langstrecke halt wirklich nicht so toll. Man muss viele Kompromisse eingehen.

    Aber bitte bitte beziehe Deine persönlichen Erfahrungen mit EINEM Elektroauto nicht auf die gesamte E-Auto Welt.
    Wenn es geht, leih Dir mal einen elektrischen Hyundai, BMW oder von mir aus einen aktuellen VW mit großem Akku.
    Du wirst ganz schnell merken, dass auch alles anders sein kann.

    Autobahn:Pfui

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    Fakten:
    - Nach 344,6km wurde das erste Mal geladen, von 12% auf 50%. Der gesamte Aufenthalt hat hier 16 Minuten gedauert. Toiletten- und Kaffeepause.
    - Nach weiteren 132,5km gab es einen weiteren Ladestopp von 15% auf 80%. Aufenthalt: 31 Minuten.
    - Angekommen mit 25% SoC (nicht auf dem Screenshot oben enthalten).

    - Gesamte Aufenthaltsdauer für Ladungen: 47 Minuten. Beide Pausen wurden sinnvoll genutzt und waren ohnehin notwendig. (Wenn auch nicht so "lang".)
    - Es hätte sogar weniger Ladezeit ausgereicht, um das Ziel sicher zu erreichen.

    - Wie man an den Flaggen auf der Karte sieht: Es wurde öfter angehalten als geladen. Mal hier was anschauen, mal da den Kaffee wieder los werden.

    - 716km in rund 7,5 Stunden abgespult.
    - Energiekosten (stumpf gerechnet mit IONITY Tarif 0,37€/kWh und +10% Ladeverlust) = 57€ für 716km.

    Keine Simulation. Kein Schönreden. Sondern der Aufzeichnung einer Urlaubsfahrt aus der Praxis.

    Immer noch "Autobahn Pfui"?

    E Mobilität taugt nur was für einen besonderen Kreis für Menschen. Leidensfähig sollte dabei im ausreichenden Maße vorhanden sein. Sich Dinge schönzureden sollte dabei schon im Kaufvertrag stehen 😂


    Ich hätte aber wirklich nicht gedacht, dass es wirklich so ein Abstieg ist vom herkömmlichen Auto, aber damit wird man ins Mittelalter zurückversetzt.


    Das Ding taugt als Zweitwagen in der City und dafür ist es wohl auch gebaut, aber nicht für Menschen die ein normales Fortbewegungsmittel haben wollen.

    Für jeden aktiven Menschen mit einem Aktionsradius über 180KM und nur öffentliches Laden ist es eine Zumutung, Aber ich wollte es unbedingt testen, jetzt bin ich schlauer. Jetzt weiß ich auch wieso sich der Verkäufer nach Übergabe nie wieder gemeldet hat, der wusste schon, dass das nicht funktionieren wird 😂

    Ich kann mich nur nochmal wiederholen. Der Born steht nicht alleine für die Elektromobilität!

    Fahr die gleichen Strecken mal mit einem Hyundai IONIQ oder einem BMW i, die dann auch eine größere Batterie haben. Oder oder oder.
    Die Software bzw. Navigation steuert einen automatisch an sinnvolle Ladestationen. Nach unter 30 Minuten hat man wieder 300km Reichweite und fährt einfach weiter.
    Auch in der kurzen WC-Pause sprudelt man in 10 Minuten locker 100km in den Akku. Und weiter geht's.

    Ich sag's mal ganz direkt: Mit dem "alten" Born mit kleinem Akku hast Du eines der schlechtesten Autos gewählt, um die Autobahn zu bewältigen. Ladeplanung Müll, Reichweite Mist, Ladeleistung schlecht.
    Nur mit einem e-Up oder einem e-Golf wäre es vielleicht noch schlechter.

    Ich habe absolutes Verständnis dafür, dass man nach einem (alten) Born ein schlechtes Bild über die Elektromobilität hat.
    Daher empfehle ich sehr einen Blick über den Tellerrand, um das eigene Bild wieder zu entzerren. Wirklich.

    Dass nämlich genau dort wo die Bio-Pause notwendig ist, das Auto den "dann musst Du eben bis <10% runterfahren, dann lädt er auch schnell"-SoC erreicht hat, Ladesäulen vom "dann musst Du eben ein Abo abschließen, dann es ist auch nicht teuer"-Anbieter stehen, die auch defekt und frei sind ("dann musst Du eben nur Standort mit mehr als 4 Säulen anfahren").

    Und genau deswegen gibt es Autos, die z.B. dank Batterie-Vorkonditionierung und eines flexiblen Ladepeaks auch gute Ladewerte erreichen, wenn nicht grade alle Labor-Traumbedingungen zusammentreffen.

    bmw-i5-max-performance-charging-01-830x453.jpg

    Mal eben bei 40% SoC ein paar Minuten ordentlich was in den Akku drücken, weil man eh grade steht? Kein Problem.


    Oder deren Navigationssoftware die Ladepunkte "sortenrein" nach Anbieter und Verfügbarkeit auswählt - Und nicht Wildwest alles einplant, was einen Stecker hat. Weil dann beginnt wirklich das große Ladekarten-Roulette.


    Bis dahin haben Autohersteller, Ladeinfrastruktur und Ladepreise Zeit, sich zu verbessern. Allerdings glaube ich daran eher nicht.

    Was soll sich denn noch entwickeln? Noch schneller Laden, noch mehr zuverlässige Infrastruktur? Natürlich!

    Man darf aber mit den Erfahrungen des Born nicht auf die gesamte Elektromobilität schließen. Denn -das ist meine persönliche Meinung aus eigener Erfahrung- andere Hersteller haben das Konzept "Elektroauto" durchaus besser umgesetzt.


    Zu den Ladepreisen: Ja, da herrscht Chaos. Aber wenn einen das Auto ohnehin automatisch an die passenden Ladepunkte lotst, hat man damit wenig Stress.

    Und wenn dann der Ladetarif noch einen kWh-Preis von unter 0,40€ ergibt erst recht.


    Technik löst Probleme, die durch Technik verursacht werden.

    Mein Chef hat den neuen Enyaq mit großen Akku. Der hat auch max 135kW, läd aber dann mit 100kW lange weiter. Erst bei 70% SoC geht er wieder runter.

    Haben es mal mit dem Akku bei meinem Born verglichen. Der macht in der Spitze sogar über 185kW wenn es passt. Also etwas mehr als die angegebenen 175kW.

    Von 10 auf 80 % ist der Enyaq ein paar Sekunden schneller. War keine Minute Unterschied. Die Durchschnittsleistung lag beim Enyaq bei 1kW mehr, also 118kW. Gedauert hat es beiden 28 Min.

    Aber ja, am Anfang bekommt man in den Born mehr rein. Wenn man mal nur schnell was nachladen will.

    Korrekt. Daher ist es bei einer "vollen" Ladung 10-80% egal, bei kürzeren Pausen (die es in der Praxis ja gibt) aber durchaus vorteilhaft.

    Nach 250km muss man nicht unbedingt laden. Vielleicht aber mal auf die Toilette. Wenn man die 10 Minuten dann für eine leistungsstarke Ladung nutzen kann, reicht diese eventuell sogar bis zur nächsten körperlich notwendigen Pause. :)

    Naja, für die Ladezeit ist nicht nur der Peak, sondern auch die Ladekurve wichtig. Was nützt ein paar Minuten peak?

    Vollkommen korrekt, am Ende zählt der Durchschnitt. Eigentlich.


    Ein kürzerer hoher Peak (auch bei höherem SoC) kann aber dennoch sinnvoll sein. Bei kurzen Stopps bekommt man mehr Energie in die Batterie.

    Außerdem ist die Ladung flexibler. Wenn z.B. Blase und SoC nicht im Einklang sind, kann man die körperliche Zwangspause trotzdem für eine effiziente Ladung nutzen - Auch wenn man noch über 40% in der Batterie hat.


    Die "paar Minuten Peak" nutzen im Alltag also durchaus. Unter der Bedingung, dass der Peak auch immer erreicht wird. Und nicht bei einem gewissen SoC und speziellen thermischen Bedingungen.