Beiträge von Georgie

    Hui, das klingt spannend.


    Softwarezeitig natürlich nichts Neues oder Unerwartetes. Bei der Hardware finde ich den letzten Abschnitt interessant. Da wird die Kombination aus dem APP 350 mit 140 kW und dem 58-kWh-LFP-Akku als neue Einstiegsmotorisierung beschrieben, aber explizit nur für den ID.4 und ID.5. Heißt, so wirklich Rückschlüsse auf die genaue verbaute Technologie im mit dem ID.3 baugleichen Born können wir aus der Pressemappe gar nicht schließen. Dass die größeren ID-Modelle diese Kombination bekommen war spätestens seit dem Facelift des Ford Explorer klar. Vielleicht ist die ursprünglich angekündigte 50-kWh-Batterie beim .3 und Born noch gar nicht vom Tisch, gerade im Hinblick auf andere Märkte.


    So langsam dürfte der Konzern mal Butter bei die Fische machen tun.

    Was auf jeden Fall für Zwickau eine Herausforderung ist, die neue Software.


    [...]


    Würde das FL aber auch mal live sehen wollen, denke das die Bilder auch etwas geschönt sind.

    Huh? Mit der Software muss im Werk doch nichts gemacht werden. Das Infotainment wird verbaut, die für den Auslieferungszeitraum aktuelle und für die jeweilige Konfiguration passende Software von Floppydisk ;) aufgespielt, fertig. Das ist immer noch nur ein einfacher Infotainmentcomputer, keine hochintegrierte Affäre wie bei der Neuen Klasse.


    Yeah, ohne das FL einmal in live gesehen zu haben, wird nicht bestellt. Vor allem auch normale Konfigurationen, da erfährt man nie, wie die in echt aussehen. Man muss die Hersteller ja unter Gewaltandrohung zwingen, mal was anderes als nur vollausgestattete Spitzenmodelle für den Pressepool zur Verfügung zu stellen.

    Ob der (nicht in WOB produzierte) Wagen zum örtlichen Händler verschifft wird oder nach Wolfsburg ändert an den tatsächlich entstehenden Kosten nicht so viel.

    Man zahlt bei der Werksabholung in erster Linie fürs Event, ein spannendes Auto (einen ... Volkswagen?) an einem romantischen Ort (Wolfsburg??) abholen zu dürfen. Und nebenbei noch ein bisschen mehr Asche in Fanshop, Werkskantine etc. zu lassen.

    Sollte er nicht mit LFP-Akku günstiger sein?

    Ja, in der Produktion. Vom Verkauf hat niemand was gesagt.


    Die Marge pro verkaufter Einheit war dem Konzern halt zu niedrig. Also, sie war groß genug, um die Karren im Barverkauf um ein Drittel rabattiert rauszugeben, oder im Leasing mit 30% Wertverlust über die ersten drei Jahre zu kalkulieren. Aber da geht noch mehr, und mehr ist besser, wenn LINE GO UP das A und O sein soll.

    Klar ist der jetzige besser ausgestattet aber wenn ich dann denke, ich zahle 4.000€! an, was ja im Endeffekt ~111€/Monat bedeutet heißt ja, das im direkten Vergleich der neue Born 216€ /Monat mehr kostet als mein alter...


    No way, das macht einfach überhaupt keinen Sinn.


    Das ist der Effekt der verdammten Umweltprämie. :) War von Anfang an das Ziel, damit die Händler und Hersteller fettzumachen. Die können immerhin mit paar vorbestellten Superknallerangeboten werben, in Gammelkonfigurationen, die sich niemand der mit der Gabe des Augenlichts gesegnet ist auf den Hof stellen würde, und ansonsten halt schön den Preis anziehen.


    Lass Dir eventuell die gleiche Konfiguration einmal mit dem kleineren Akku durchrechnen, wenn es Dir fahrprofilmäßig zumutbar ist. Da wird in der Regel etwas vernünftiger kalkuliert.

    Semi-offtopic: vorausgesetzt natürlich, der Händler möchte überhaupt Neuwagen loswerden. Ist nicht bei allen Marken der Fall. Mein örtlicher Peugeotmensch hat mir für einen elektrischen 308 als Kombi ein attraktives Angebot unterbreitet ... von 715 Euro im Monat. Und da musst du auch noch höflich bleiben im Verkaufsgespräch.

    In den 353 € ist die Anzahlung schon mit drin, die Überführung aber noch nicht? Dann wärst Du, Anzahlung raus- und ÜF reingerechnet, bei glatten 500 Euro im Monat.


    Hab vor einer Woche für eine ähnliche Konfiguration (79 kWh non-Dynamic, PXL, Sitzheizung, Cargo, Tech M, 50950 BLP) ein Angebot über 492 Euro im Monat bekommen, bei allerdings 36/15000. Empfand ich als inakzeptabel.

    Mit Verlaub das ist doch Blödsinn.

    Born ED, 20", null Problem.

    Die Eindrücke mögen natürlich variieren, wenn man als Vorgängerfahrzeug eine rostige Badewanne besaß, oder ausschließlich frisch asphaltierte Straßen befahren darf, oder unterhalb der Brustwirbelsäule keinerlei neurologische Reize mehr wahrnimmt.

    Auf der deutschen Standardstraßenoberfläche hingegen, die ... eher nicht spiegelglatt ist, schlägt aufn 20ern jedes Staubkorn durch. Kaum Primärdämpfung plus standardmäßig bockhartes Fahrwerk lassen nunmal nicht viel Fahrkomfort zu. Aber die zweimal im Monat, die man ne Autobahnauffahrt hochballert, ist es geil, keine Frage.

    Der 37-kWh-Akku im ID.Polo dürfte durchaus etwas leichter werden. Beim neuen 58-kWh-Akku im Born-FL hingegen: keine Chance, stell Dich eher auf mehr Masse ein. Ist halt LFP-Mist.


    Und die Felgen kann man sogar ungesehen als Quatsch festhalten. Zu groß (selbst auf den alten 18"-Rädern ist das Fahrwerk so komfortabel wie eine Nacht in einem kurdischen Gefängnis), zu breit (Verbrauch goes up), zu soft (glanzgedrehter Blödsinn).

    Du wirst erschrecken, wenn Du mal in den Fahrzeugschein ins Feld "Nennleistung" schaust... ;)


    70 kW Dauerleistung sind halt überhaupt kein Problem, ebensowenig wie Lade- und Entladepeaks beim Beschleunigen und Rekuperieren. Es sind ja "Peaks", die per Definition nach Sekunden vorbei sind. In der realen Welt ist die Dauer der Beschleunigung mit hohem Energiebedarf durch den Geschwindigkeitsbegrenzer limitiert, und die Dauer der Rekuperation dadurch, dass man, naja, irgendwann nicht mehr fährt, sondern steht.


    Überhaupt macht man sich über die Haltbarkeit des Akkus viel mehr Gedanken, als praktisch jemals nötig sein werden. Ein Konzern wie VW würde keine 8 Jahre und 160 tkm Garantie auf einen SoH über 70% geben, wenn auch nur ein Prozent aller verkauften Akkus als teurer Garantiefall ausgetauscht werden müssten. Tatsächlich einer der wenigen Lebensbereiche, in dem etwas aus dem Controlling Kommendes nützlich ist.


    Und über die "schnelle kaputten" Batterien in Hybridfahrzeugen können Prius-Fahrer nur lachen.