jemand wie ich, der in der Supply Chain eines Konzern arbeitet, kann dem nur beipflichten
was aktuell in den diversen Lieferketten passiert, ist mitunter kaum noch händelbar und wo früher eine monatliche Produktions(vor)planung erfolgte, gibt es heute beinahe täglich immer neue Abstimmungsrunden
auch uns ist bewusst, dass darunter die Transparenz für den Endkunden leidet, aber was sollen wir machen....
mal als blödes Beispiel:
ich plane 10 Autos
3 blaue
6 schwarze
1 rotes
das rote wäre laut Bestelldatum und voraussichtlichem Liefertermin an 4ter Stelle in der Planung
die rote Farbe kommt für gewöhnlich morgens um 9 Uhr und um 9:05 ist der LKW nicht da, einen Tag vorher hat der Lieferant Info gegeben, dass rote Farbe diesen Monat nicht mehr kommt.
die Systeme haben das mitunter aber noch gar nicht erfasst, weil der Planungslauf immer Mittags um 12 Uhr stattfindet und gestern war ja noch alles "OK"
was nun? Band anhalten, warten, alle heim schicken, oder den roten an 4ter Stelle aussteuern und weiter mit den schwarzen?
richtig, wir machen jetzt die schwarzen und oh Wunder fehlt für die schwarzen plötzlich ein farbiger Clip für die Born Stoßstangen und zack geht es weiter in der Planung
und es werden erstmal 8 ID.3 gebaut, für die alles bereit ist
so läuft das mitunter und nein, ich arbeite nicht bei VW/Cupra.... bin nur "Zulieferer" 
und nochmal, ich kann den ganzen Unmut verstehen, aber jeder der mal ein aktuelles Nachrichtenblatt liest, wird schnell feststellen,
dass die "optimale Welt" ein wenig aus den Fugen geraten ist und leider sind wir Kunden auch ein bisschen verwöhnt durch Amazon und Co. die weniger komplexe Handelsware ab Lager verfügbar hat
und binnen eines Tages an die Tür liefert
ich bin jetzt weiter, mal gucken wo in Europa wieder irgendwo ein Fässchen Betriebsmittel für einen Produktionsstandort fehlt und ein Bandstillstand droht 