Es gibt eben Leute die Pflegen ihr Auto und schauen das es im bestfall Jahrzehnte hält und es gibt Leute die ein Haus herunterwirtschaften was man nach einigen Jahrzehnten eigentlich nurnoch abreißen kann. Ich denke es ist immer besser das vorhandene zu erhalten solange es von der Effizenz her kein Totalschaden ist.
Das mag bei heute alten Autos so sein, die wurden damals so gebaut. Glaubst Du allen erstes Du wirst in 25-30 Jahren noch einen Cupra Born Baujahr 2023 mit H-Kennzeichnen rumfahren sehen? Nunja, glauben kann man ja mal.
Das sehe ich anders. Beides sind in meinen Augen Langzeit Investitionen. Klar ist das mit Häusern nochmal wesentlich komplexer aufgrund von Bürokratie und vorallem sind es höhere Summen die fließen, doch im großen und Ganzen ist es sehr ähnlich.
Die durchschnittliche Haltedauer eines Autos in Deutschland liegt zwischen 6,7 und 7 Jahren. Da ist also rein gar nichts ähnlich. Ein Auto ist für die meisten Menschen also allenfalls eine Mittelfrist Investition mit mittlerer Summe. Hier im Rhein-Main Gebiet kostet ein Einfamilienhaus mal locker ab 500k € aufwärts…wenn man Glück hat und aufs Land zieht. Hier in Wiesbaden werden einfache Reihenhäuser in guter Lage für 800k verkauft. Ein voll ausgestatteter Cupra Born kostet weniger als ein 10tel davon. 7 Jahre vs 100+ Jahre Haltedauer und 50k€ vs 500-800k € sind also nicht Äpfel und Birnen verglichen? Gut dann eben Radieschen mit Gurken oder Kiwi mit Himbeere. 😊
Aber egal, wir kommen eh überhaupt nicht auf einen Nenner. Alles gut, müssen wir auch ja gar nicht. Ich mag mir nur nicht mangelndes nachhaltiges Verhalten vorwerfen lassen nur weil ich meine Autos nicht fahre bis sie zu Staub zerfallen. Nachhaltiges Verhalten hat viele Facetten. Ich fahre z.B. 0km zur Arbeit, weil ich im Home Office arbeite. Ich fahre keine Kurzstecken und verstopfe die Straßen nicht, kaufe zu Fuß ein und fahre nur wenn es unbedingt sein muss. Mein Co2 Fußabdruck ist deswegen sicher nicht höher als Deiner, wenn nicht sogar noch geringer.
Ich werde wie gesagt in 4 Jahren vermutlich auf die ganz nachhaltige Methode umstellen und gar kein eigenes Auto mehr fahren. Brauche ich nicht mehr. Ich nehme das Mobiltätsbudget meines Arbeitgebers und kaufe mir damit die Mobilität die ich gerade benötige. Benötige ich in einem Monat weniger wird der gesparte Betrag bis zum Jahresende aufkummuliert. So kann ich mir sogar einen Mietwagen für den Urlaub zusammen sparen wenn ich sonst nur Fahrrad fahre oder mit dem Deutschlandticket unterwegs bin. Und wenn ich aus eigener Tasche was draufzahle ist das auch egal, denn alles ist billiger als ein Auto, selbst ein altes Auto, denn bestimmte Fixkosten bleiben immer, egal ob man das Auto beweget oder sich Standplatten steht.