Hallo EschBorn, dass du mir indirekt Steuerhinterziehung unterstellst, finde ich nicht nett.
Ich gebe die Messwerte eines ungeeichten Messgerätes an. Ich gebe keine falschen Werte an.
Ach hast du etwa keine Geliebte? 😛 Keine Sorge, ich habe dich nicht persönlich gemeint. Mein überspitzter Beitrag bezog sich auf die vorherrschende Meinung, „ich gebe da mal was an und wenn der Weg ein wenig länger ist, dann ist das auch nicht schlimm macht ja jeder.“ Im Prinzip bräuchte man überhaupt keine Kilometer mehr selbst eintragen, denn ELSTER und auch das Finanzamt können die Kilometer für die kürzeste Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsort selbst ermitteln. Dazu braucht man weder einen geeichten Tacho noch ungeeichte Brotkrumen. Mein Arbeitgeber kann und macht das auch bei meiner Dienstwagenbesteuerung nach Einzelfahrten. Ich brauche nur die Tage anzugeben und die Kilometer werden automatisch ermittelt, denn mein Wohnort und auch mein Arbeitsort sind ja im System meines Arbeitgebers hinterlegt.
Zum zweiten Teil deines Beitrags: "... wenn er sich nicht einem Compliance Risiko mit dem Finanzamt aussetzen will." Genau das ist der Grund, weshalb wir in Deutschland nichts auf die Reihe bekommen. Wenn es irgendwo eine unklare Situation gibt, wird der Weg des geringsten Risikos gewählt und alles tausendfach abgesichert, statt einfach mal zu machen. Dein Arbeitgeber lagert das Risiko aus zu einem externen Dienstleister und bezahlt bestimmt ein Schweinegeld dafür. Wenn der externe Dienstleister was verbockt, ist gegenüber dem Finanzamt trotzdem dein Arbeitgeber fällig.
Der Zähler meiner Wallbox ist geeicht und die Datenübertragung ist mit Protokoll und Konformitätsschlüssel und allem PiPaPo konform. Im Hintergrund laufen auditierte Abrechnungsprozesse zwischen Stromanbieter und dem Zahlungsdienstleister. Ich gehe davon aus das mein Arbeitgeber ein Schweinegeld dafür zahlt. Das scheint es ihnen aber wert zu sein. Ich gehe davon aus das zwei DAX Unternehmen ein Verfahren etabliert haben, welches das Risiko eines Compliance Verstoßes minimal hält. Zumal Finanzsoftware das Kerngeschäft des Unternehmens für das ich arbeite. Deswegen ist Compliance bei uns eine heilige Kuh. Schließlich verdient das damit viel Geld. 😊
Bei meinem Arbeitgeber werden die horrenden Preise eines Ladekartenanbieters bezahlt…
Die bekomme ich auch bezahlt, die Ladekarten brauche ich aber nur wenn ich auf längeren Stecken unterwegs bin. Ansonsten lade ich zu Hause oder am Arbeitsplatz.
…wenn wer bescheißen will, kann er das an der geeichten Box auch: Ich muss ja nur die Zugangskarte des Dienstautos zur Freischaltung hernehmen, wenn mein privates Auto dran hängt...
Na klar kann man bescheißen. Das ginge übrigens auch mit den Ladekarten. Wenn es einem Wert ist bei Entdeckung seinen Job zu verlieren kann man das tun. Ist aber nicht sehr clever.