Naja, die Auto-Softwareentwicklung für den Konzern zentral zu bündeln macht schon Sinn. Die verschiedenen Autos aus den Konzernmarken stehen mechanisch und elektrisch auf wenigen standardisierten Plattformen, und die Software ist ja Teil der Plattform.
Klar, das ist mir natürlich nicht neu. Ich bin seit 27 Jahren in Bereich IT tätig und seit 16 Jahren in einem IT-Konzern. Ich habe auch schon eine Ausgründung aus einer IT Abteilung in eine eigenständige Firma miterlebt, die ähnlich wie bei Cariad gescheitert ist. Am Ende war dem Unternehmen die Arbeit der eigenen IT Firma zu schlecht und zu teuer so dass sie ihre Aufgaben an Fremdfirmen vergeben haben und später sogar wieder eine eigene IT Abteilung gegründet haben. Den schlechten und teueren IT Laden haben sie dann verkauft :-).
VW ist viel zu spät in das Thema IT eingestiegen und die Umsetzung ist, wie du schon erwähnt hast, von Arroganz und Unterschätzen dominiert worden. Wie es besser geht hat BMW gezeigt. Die haben zwar auch Fehler gemacht und Lehrgeld bezahlt aber sie waren ganz früh ganz vorne. Als direkte Mitbewerber haben VW und Audi diesbezüglich komplett versagt. Jedes Fahrzeugfeature wird in der Branche sofort kopiert und auf die die Aufpreisliste gesetzt nur bei IT haben sie komplett geschlafen. Dann gründen sie eine IT Gurkentruppe, die ihnen halbherzig irgendeine Software hinrotzen.
Der Wechsel jetzt zur Android Plattform ist meiner Ansicht nach nur ein Befreiungsschlag aus Verzweiflung. Sie können es selbst nicht also nehmen sie was aus dem amerikanischen Baukasten. Man kann nur hoffen dass ihnen das nicht um die Ohren fliegt wenn in den USA nach dem Abdanken des geistesgestörter Demenz Donny ein anderer von Techfaschos vom Kaliber Musk oder Perter Thiel gesteuerter gestörter Nachfolger das Zepter übernimmt und die Abhängigkeit ausnutzt indem er horrende Lizenzgebühren/Zölle für die Nutzung verlangt. Eine eigene, unabhängige Entwicklung wäre da krisensicher. Aber das bekommt VW nicht auf die Reihe.