Beiträge von AuroraBlue

    Das Wartungspaket bei VW wird ebenfalls nach Kilometern nachberechnet. Macht Cupra das demnach grundsätzlich anders?

    Muss man also genau aufpassen, was man da unterschreibt. Einfach gar keine Wartung bezahlen, weil man leicht drüber ist, ist ziemlich unverschämt.


    Wobei das Wartungspaket beim ID.7 beispielsweise sehr teuer ist. 800 Euro in 2 Jahren (15tkm p.A.) für genau eine Wartung.

    Also in unserem DAX Unternehmen mit 100.000 Mitarbeitern gibt es kein Office 365. Hier läuft alles über Google Workspace - ich sage nur Teufel und Beelzebub...

    Aber natürlich liegt die Sache für die Firmen recht einfach: Microsoft behauptet es wäre legal (wobei die auch nicht haften müssen) und alle betroffenen Firmen wollen daran glauben. Und solange es keine letztinstanzliche rechtliche Entscheidung gibt, geht es immer nach dem Motto dass es legal ist solange die Illegalität nicht bewiesen ist. (Würde ich im Steuerrecht aber nicht riskieren.)
    Und Microsoft verfolgt die Verzögerungsstrategie, ständig kleinere Nachbesserung zu machen, damit die Behörden ihre Analysen neu aufsetzen müssen. Letztlich kann man den US-Cloud Act aber nicht wegdiskutieren und Microsoft weigert sich beharrlich einzuräumen, wie sie die Kundendaten zusätzlich für eigene Zwecke nutzen (was in ihren AGB steht und eine separate Einwilligung aller Betroffenen erfordern würde).

    Die Schulen hier haben jedenfalls Office 365 schon wieder aufgegeben. Es gab keine Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden als Pflichtwerkzeug, da es so ohne freiwillige Einwilligung einfach nicht geht.


    Was ich letztlich sagen will: Datenschutz ist kompliziert und es gibt selten eine einheitliche Sichtweise.

    Ich kann erklären, warum es diesen Dialog im Born gibt, ich finde ihn aber natürlich auch nervig und will ihn so nicht haben.

    Man hätte es immerhin so machen können, dass er nach kurzer Zeit selbst verschwindet, damit ein Dritter den Hinweis sehen kann und ggf. das Fahrzeug Offline schalten kann. (Quasi Opt-out statt Opt-Inn.) So machen es ja auch viele andere Hersteller. Ein eleganter, sicherlich rechtssicher machbarer Weg wäre, den Schlüssel zum Personalisieren zu nutzen.

    Leider hat VW/Cupra keines von alledem hingekriegt, nichtmal in der neuen SW 5.0 des technischen Facelifts.

    Nochmal: Aus fachlicher Sicht ist eine LTE Verbindung weder sicherer noch prinzipiell zuverlässiger als ein WLAN. Auch hat ein Automobilhersteller keinen derartigen Einfluss auf die Mobilfunknetze. Da wird nichts extra nur für Autoverbindungen anders gehandhabt. Das ist identisch zu dem was dein Handy bekommt. Nichts von wegen "besser gesteuert oder blockiert".

    Also gibt es keinen sachlichen Grund, sich auf Mobilfunk zu beschränken, außer dass ein zugängliches WLAN nicht immer vorhanden ist.


    Es ist jedenfalls für mich nicht nötig, dass das Auto für rund 5 Euro im Monat eine Mobilfunkverbindung braucht (was ich bezahlen soll!), wenn mein Handy das schon hat. Und bei der älteren Telematikgeneration lief es dann genau so, dass sich das Auto mit einem mobilen Hotspot des Handys verbunden hat. Funktionierte prächtig auch entlang der Autobahn. Hatte den Hotspot auch so getriggert, dass er mit der Bluetooth-Verbindung des Autos aktiviert wurde.
    Es mag einfacher sein, gleich alles über das Mobilfunkmodem zu leiten und es wird auch überall funktionieren und nicht nur zu Hause, aber es ist weder zwingend nötig noch alternativlos. Ich jedenfalls hätte mit den Limitationen kein Problem, wenn es mir 60 Euro im Jahr sparen würde. Als App-Nichtnutzer ist das für mich verschwendetes Geld, wenn ich doch nur Stauinfos und eine Ladeplanung möchte.


    Vor dem Hintergrund ist es eher keine Verschwörungstheorie, dass finanzielle Interessen die Entscheidung der Automobilhersteller getrieben hat. Eigentlich haben sie es in ihren Mehrwert-Dienste-Strategien ziemlich offen kommuniziert.

    Und zum Thema Sicherheit: war sagt was von Obscurity?

    Du hast das gesagt:

    Sie lassen aus gutem Grund (Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Supportbarkeit) Empfang nur über die fest verbaute eSim zu und nicht über jedes x-beliebIge WLAN.

    Der einzige unterschied in der Sicherheit ist, dass eine LTE Verbindung etwas schwieriger abzufangen ist. Das ist aber lediglich Obscurity, weil es für echte Sicherheit kein Faktor ist.

    Nachvollziehbarkeit ist übrigens auch kein Argument, weil die Datenpakete vom Mobilfunkbetreiber zum Rechenzentrum immer noch über öffentliche Netze unterwegs sind, wo alles mögliche passieren kann.

    Komisch, im Sharan gehen die mobilen Dienste per WLAN, und zwar ausschließlich. Ich glaube auch nicht, dass VW die einzigen waren, es wurde nur mit Einführung der Mobilfunkmodems für eCall aus oben genannten Gründen obsolet.


    Wobei: Tesla möchte Zugriff auf ein WLAN am Parkplatz, weil sie Updates nur darüber laden wollen um sich Datenvolumen zu sparen (viele Basisdienste sind kostenlos). Dann gehen AFAIK alle Daten darüber, bis man beim losfahren außer Reichweite kommt.

    Tesla nimmt also die Supporthölle für ein WLAN auf sich...

    Oder glaubst Du tatsächlich dass Firmen wie z.B. mein Arbeitgeber (ein weltweit operierender Technologiekonzern) mit weltweit hunderttausenden von Geschäftskunden aus Industrie, Handel, öffentlichem Sektor, Versicherungen, Banken und, und, und. seine 120.000 Mitarbeiter in eine legales Problem laufen lässt?

    Ich will ja nicht auf den ganzen Kokolores eingehen und das hat mit dem Born am Ende wenig zu tun, aber die Antwort ist klar JA.

    Mach dich mal schlau. Die Vereinbarungen sind irrelevant und wurden schon mehrmals vorm EuGH gekippt. Die Rechtslage wird von allen Fachleuten eindeutig beurteilt, nur die Politik und die Firmen wollen das noch bis zum großen Knall aussitzen.

    Ist die Abfrage wegen Datenschutz? Ja und nein.

    Nein, sie ist nicht wegen der DSGVO.

    Ja, es gibt sie aber wegen der eCall Richtline.


    Jeder Fahrer(!) hat demnach einen Anspruch darauf, dass das Fahrzeug ohne seine Zustimmung kein Tracking ermöglicht. Dies ist aber durch den LTE Verbindungsaufbau gegeben (Standortbestimmung via Handy-Mast).

    Also muss das Fahrzeug nachfragen oder prüfen, ob die Mobilverbindung aufgebaut werden soll.


    Natürlich wäre es besser, wenn das Fahrzeug am Schlüssel erkennt, wer eingestiegen ist. Aber das müsste man dann immer noch einmalig manuell einrichten, da ein derart personalisierter Schlüssel nicht mehr ohne Dokumentation der Zustimmung an Dritte weiter gegeben werde darf (z.B. Frau oder Kumpel).

    Das ist die ziemlich eindeutige Rechtslage.


    Ob andere Hersteller sich vollständig dran halten? Tja...

    Merke: Nur weil irgendjemand etwas macht, heißt es nicht, dass es legal ist.


    (Zwei Beispiele:
    Die Verwendung von Microsoft Office 365 zur Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter ist auch nicht legal. Strafbar macht sich aber im Zweifel der Nutzer und nicht der Anbieter. Also interessiert es den Anbieter nicht und der Nutzer denkt unzutreffenderweise, dass es legal sein müsse, weil der Anbieter es ja ermöglicht.

    Beim ersten Start von WhatsApp bestätigt man, dass man die ausdrückliche Erlaubnis aller Personen im Adressbuch eingeholt hat, deren Daten an Facebook weiterzugeben. Hat das jemand schonmal gemacht? Hat das überhaupt jemand gelesen? Legalität bleibt schwierig.)

    Security through Obscurity? Hat noch nie funktioniert und wird es auch nie.

    Wenn die Verbindung sicher implementiert ist, dann dürfen die Daten über jeden beliebigen Weg gehen, sogar ein offenes WLAN oder ne russische Hacking-Farm. Wenn sie nicht sicher implementiert ist, hilft die LTE-Verbindung nur gegen Kiddies von der Straße. Selbst Amateure wissen, wie man einen LTE-Accesspoint nachbaut.

    Es gibt IMHO nur einen Grund, warum es nur über das LTE Modem geht: Damit man für die eSIM kassieren kann. WLAN-only, dann aber die Connected Services zum halben Preis (so wie bei der Vorgänger-Generation) würden sonst viele machen. So gibt es "technische Gründe" dagegen.