Nach meinem Wissen verlangt die BAFA, dass der Abzug des Herstelleranteils explizit in der Auto-Rechnung erscheint.
Manny
Nach meinem Wissen verlangt die BAFA, dass der Abzug des Herstelleranteils explizit in der Auto-Rechnung erscheint.
Manny
Super erklärt!
Ich habe auch den Eindruck, dass sich viele die Rekuperation als Allheilmittel, als das Perpetuum Mobile vorstellen. Dass man nur (einen Teil) rekuperieren kann, wenn man vorher etwas reingesteckt hat, ignorieren viele. Der Verlust durch den Wirkungsgrad, der nie 100% sein kann, wird auch gerne unter den Teppich gekehrt.
Manny
Naja, diese Ansprüche habe ich an eine Forum nicht. Ich bin froh über eine Plattform, in der man sich austauschen kann. Dazu eigne ich mir halt auch etwas Fachwissen an, um auch Halbwissen filtern zu können, da sehe ich mich selbst durchaus in der Pflicht, das möchte ich nicht anderen aufhalsen. Denn das wäre ja nichts anderes als Zensur im weitesten Sinne.
Manny
Man darf auch nicht vergessen, dass die Prozentangaben der Hersteller sehr undurchsichtig sind, daher bezweifle ich manche mathematische Reichweitenberechnung, die gerade in E-Foren so gerne gemacht werden.
Was versteht der Hersteller unter 100%? Wirklich die Maximalkapazität des reinen Akkus oder mit einer Schutzbegrenzung? Was versteht der Hersteller unter 0%? Bei welcher Spannung wird das System runtergeregelt? Bestimmt nicht bei echten 0%, dann wäre nämlich der Akku bei der ersten Tiefentladung platt. Also muß der Hersteller bei einer Spannung bezw. Kapazität abregeln, bei der der Akku noch keinen Schaden nimmt. Welchen Wert nimmt er da?
Man sieht als die Problematik, mit einfacher Mathematik Verbrauch und Kapazität gegenzurechnen.
Bei meinen Modellhelis mit der oben genannten Belastung ist z. B. bei 20% Rest Kapazität Schluß, sonst wird der Akku tiefentladen und hat anschließend nicht mehr die volle Leistungsfähigkeit. Nur dabei habe ich über Telemetrie die volle Information, da ist kein undurchsichtiges Batteriemanagement dazwischen, das muß ich selbst machen. Ich bin also mit meinem Wissen selbst verantwortlich, ist mir so lieber, denn dann weiß ich bei einem Problem, wo es hakt. Das ist allerdings bei einem Gebrauchsgegenstand wie einem Auto nicht machbar, hier muß man mit dem absoluten Dummie rechnen, auch der hat ein Anrecht auf volle Funktionalität. Daher werden hier die Grenzen auch enger gesteckt, allerdings halt ohne nähere Informationen.
Manny
Und ich interessiere mich für "Born". ![]()
Da hilft mir natürlich jede Meinung bei der fälligen Entscheidung. Allerdings ist ein Blick über den Zaun nicht verkehrt, andere haben vielleicht andere Lösungen. Und da die E-Mobilität immer noch am Anfang steht, ist noch vieles nicht in Stein gemeiselt. Gerade bei einer Investition in dieser Größenordnung möchte ich schon das Gefühl haben, mich mit genügend Informationen richtig entschieden zu haben.
Gerade die Entwicklung des Akkus, das ist hier ja das Thema, kann man nicht so einfach am Born festmachen, da haben wir nun mal garkeinen Einfluß darauf, dieses Theam kann man nur allgemein diskutieren. Letztendlich werden wir Kunden nicht gefragt, welchen Akku wir wollen, sondern einfach den bekommmen, den die Firma, aus welchen Gründen auch immer, verwendet. Und da ist das Wohl des Kunden keineswegs das oberste Gebot.
Daher halte ich solch eine Diskussion durchaus für interessant, wie man in vielen E-Foren sehen kann, ist das Wissen um den Akku bei vielen noch sehr begrenzt, das Wissen um mögliche oder auch unmögliche Alternativtechniken aber auch. Nicht alles, was logisch und toll erscheint, muß auch machbar sein. Für mich selbst sind das durchaus interessante Aspekte.
Manny
ZitatManny da muss ich dir aber auch wiedersprechen, den es laufen bereits zuhaufen Test was das induktive Laden anbelangt
Genau das meine ich mit "Geld versenken". Zumal man schon beim stationären induktiven Laden das Auto zentimetergenau plazieren muß, damit der Wirkungsgrad nicht absolut in den Keller rauscht. Anscheinend vergessen viele den Ladewirkungsgrad, der ja auch jetzt schon beachtenswert ist. Was soll induktives Laden, wenn ich für den Ersatz von 20 kw/100 km vielleicht 30 Kw reinladen muß. Was soll denn dann das E-Autofahren pro km kosten? Wir müssen schließlich das, was reingeladen wird, bezahlen und nicht das, was rausgefahren wird. Und solange es Fördergelder gibt, wird auf Teufel-komm-raus "geforscht". Und wenn dann neue Gelder benötigt werden, gibt es mal schnell eine tolle Meldung, die nach ein paar Tagen im Blätterrauschen verschwunden ist.
Es gab ja auch mal teure Forschungen bezüglich Oberleitungen auf der Autobahn, nichts davon ist noch zu hören, vielleicht hat mal einer nachgerechnet, was das kosten wird, auch wenn es machbar wäre.
Die E-Mobilität wird nicht nur an der Reichweite, sondern ganz besonders an der Bezahlbarkeit auf langer Sicht gemessen werden. Man sieht ja jetzt schon bei den noch mäßigen Strompreiserhöhungen, dass mancher schon ins grübeln kommt, ob sich das wirklich rechnen wird.
Ich bin keineswegs gegen neue Entwicklungen, natürlich wäre eine "unendliche" Reichweite durch ständiges induktives Laden schön, aber es macht keinen Sinn, dafür die einfachen Gesetze der Physik zu ignorieren. Von einem gigantischen Elektro-Smog mal ganz zu schweigen.
Manny
Hast Du Dir auch nur mal im Ansatz überlegt, was das induktive Laden während der Fahrt heißen würde? Wie soll das technisch zu welchem Preis gemacht werden können? Mit welchem verheerenden Wirkungsgrad, wie soll das abgerechnet werden? In Zeiten, in denen wir unser bestehendes Autobahnnetz nicht genügend instand halten können?
Solche Utopien helfen uns nicht weiter, da wird meiner Meinung nach eher viel Geld versenkt.
Manny
Beim E-Antrieb ist die Leistung immer im Zusammenhang mit der Regelelektronik zu sehen. Wenn die nicht mehr verkraftet, kann auch der Motor nicht mehr liefern. Und dann kommt noch der Akku dazu, dessen Innenwiderstand natürlich auch die Leistung begrenzt. Erst aus dieser Kette erwächst die eigentliche Leistungsfähigkeit.
Dieses Leistungsdenken allein beim Motor ist Verbrennerdenken.
Manny
Ich würde mich von diesen Empfehlungen(!) nicht so verrückt machen lassen. Sind halt für "Dummies", wobei man manchmal den Eindruck hat, dass damit nicht nur die Kunden sich angesprochen fühlen sollten. Der Verbrennungsmotor hat auch eine Höchstdrehzahl, die er anstandslos vertragen muß, aber wer mit etwas Technikverstand würde immer mit Höchstdrehzahl fahren?
So ist es auch mit den Akkus. Sie haben die Kapazität und Leistungsfähigkeit im Prinzip, leider lässt es das Gesetz zu, diesen Idealzustand als Normal zu bewerben, aber auch der Akku freut sich auf jede Minderbelastung.
Ich fliege in meinen Modellhubschraubern seit xx Jahren Li-Akkus, habe also alles, was jetzt als "neu" angesehen wird, schon immer als Normalität genutzt. Im Winter habe ich zwei Möglichkeiten: Einmal den Flugakku vorwärmen und dafür sorgen, dass er im Flug nicht allzu schnell abkühlt, dann kann ich ihn richtig rannehmen, und wir sprechen da in den kleinen Brushless-Motörchen durchaus von Stromaufnahmen zwischen 100 und 200 Ampere bei ca. 40 V, oder ich wärme ihn nicht vor und muß dann halt weit weg vom Leistungsmaximun bleiben.
Feste Vorgaben gibt es dabei nicht, man entwickelt halt ein Gefühl dafür. Ob es wirklich wie hier, 40 bis 80% sein müssen, kann niemand mit Sicherheit sagen, ich bezweifle solche absoluten Werte. Ich denke, dass der Hersteller sich auf diese Weise halt schön den Rücken frei halten will. Denn echte Langzeiterkenntnisse für solche Wertangaben gibt es im E-Autobereich doch noch garnicht.
Manny
Oder einfach während dem Laden ein bisschen im Forum lesen
.
Dann ist es aber vorbei mit dem Runterkommen... ![]()
Manny