Beiträge von Manny

    Und ich interessiere mich für "Born". :thumbup:

    Da hilft mir natürlich jede Meinung bei der fälligen Entscheidung. Allerdings ist ein Blick über den Zaun nicht verkehrt, andere haben vielleicht andere Lösungen. Und da die E-Mobilität immer noch am Anfang steht, ist noch vieles nicht in Stein gemeiselt. Gerade bei einer Investition in dieser Größenordnung möchte ich schon das Gefühl haben, mich mit genügend Informationen richtig entschieden zu haben.

    Gerade die Entwicklung des Akkus, das ist hier ja das Thema, kann man nicht so einfach am Born festmachen, da haben wir nun mal garkeinen Einfluß darauf, dieses Theam kann man nur allgemein diskutieren. Letztendlich werden wir Kunden nicht gefragt, welchen Akku wir wollen, sondern einfach den bekommmen, den die Firma, aus welchen Gründen auch immer, verwendet. Und da ist das Wohl des Kunden keineswegs das oberste Gebot.

    Daher halte ich solch eine Diskussion durchaus für interessant, wie man in vielen E-Foren sehen kann, ist das Wissen um den Akku bei vielen noch sehr begrenzt, das Wissen um mögliche oder auch unmögliche Alternativtechniken aber auch. Nicht alles, was logisch und toll erscheint, muß auch machbar sein. Für mich selbst sind das durchaus interessante Aspekte.


    Manny

    Zitat

    Manny da muss ich dir aber auch wiedersprechen, den es laufen bereits zuhaufen Test was das induktive Laden anbelangt

    Genau das meine ich mit "Geld versenken". Zumal man schon beim stationären induktiven Laden das Auto zentimetergenau plazieren muß, damit der Wirkungsgrad nicht absolut in den Keller rauscht. Anscheinend vergessen viele den Ladewirkungsgrad, der ja auch jetzt schon beachtenswert ist. Was soll induktives Laden, wenn ich für den Ersatz von 20 kw/100 km vielleicht 30 Kw reinladen muß. Was soll denn dann das E-Autofahren pro km kosten? Wir müssen schließlich das, was reingeladen wird, bezahlen und nicht das, was rausgefahren wird. Und solange es Fördergelder gibt, wird auf Teufel-komm-raus "geforscht". Und wenn dann neue Gelder benötigt werden, gibt es mal schnell eine tolle Meldung, die nach ein paar Tagen im Blätterrauschen verschwunden ist.

    Es gab ja auch mal teure Forschungen bezüglich Oberleitungen auf der Autobahn, nichts davon ist noch zu hören, vielleicht hat mal einer nachgerechnet, was das kosten wird, auch wenn es machbar wäre.

    Die E-Mobilität wird nicht nur an der Reichweite, sondern ganz besonders an der Bezahlbarkeit auf langer Sicht gemessen werden. Man sieht ja jetzt schon bei den noch mäßigen Strompreiserhöhungen, dass mancher schon ins grübeln kommt, ob sich das wirklich rechnen wird.

    Ich bin keineswegs gegen neue Entwicklungen, natürlich wäre eine "unendliche" Reichweite durch ständiges induktives Laden schön, aber es macht keinen Sinn, dafür die einfachen Gesetze der Physik zu ignorieren. Von einem gigantischen Elektro-Smog mal ganz zu schweigen.


    Manny

    Hast Du Dir auch nur mal im Ansatz überlegt, was das induktive Laden während der Fahrt heißen würde? Wie soll das technisch zu welchem Preis gemacht werden können? Mit welchem verheerenden Wirkungsgrad, wie soll das abgerechnet werden? In Zeiten, in denen wir unser bestehendes Autobahnnetz nicht genügend instand halten können?

    Solche Utopien helfen uns nicht weiter, da wird meiner Meinung nach eher viel Geld versenkt.


    Manny

    Beim E-Antrieb ist die Leistung immer im Zusammenhang mit der Regelelektronik zu sehen. Wenn die nicht mehr verkraftet, kann auch der Motor nicht mehr liefern. Und dann kommt noch der Akku dazu, dessen Innenwiderstand natürlich auch die Leistung begrenzt. Erst aus dieser Kette erwächst die eigentliche Leistungsfähigkeit.

    Dieses Leistungsdenken allein beim Motor ist Verbrennerdenken.


    Manny

    Ich würde mich von diesen Empfehlungen(!) nicht so verrückt machen lassen. Sind halt für "Dummies", wobei man manchmal den Eindruck hat, dass damit nicht nur die Kunden sich angesprochen fühlen sollten. Der Verbrennungsmotor hat auch eine Höchstdrehzahl, die er anstandslos vertragen muß, aber wer mit etwas Technikverstand würde immer mit Höchstdrehzahl fahren?

    So ist es auch mit den Akkus. Sie haben die Kapazität und Leistungsfähigkeit im Prinzip, leider lässt es das Gesetz zu, diesen Idealzustand als Normal zu bewerben, aber auch der Akku freut sich auf jede Minderbelastung.

    Ich fliege in meinen Modellhubschraubern seit xx Jahren Li-Akkus, habe also alles, was jetzt als "neu" angesehen wird, schon immer als Normalität genutzt. Im Winter habe ich zwei Möglichkeiten: Einmal den Flugakku vorwärmen und dafür sorgen, dass er im Flug nicht allzu schnell abkühlt, dann kann ich ihn richtig rannehmen, und wir sprechen da in den kleinen Brushless-Motörchen durchaus von Stromaufnahmen zwischen 100 und 200 Ampere bei ca. 40 V, oder ich wärme ihn nicht vor und muß dann halt weit weg vom Leistungsmaximun bleiben.

    Feste Vorgaben gibt es dabei nicht, man entwickelt halt ein Gefühl dafür. Ob es wirklich wie hier, 40 bis 80% sein müssen, kann niemand mit Sicherheit sagen, ich bezweifle solche absoluten Werte. Ich denke, dass der Hersteller sich auf diese Weise halt schön den Rücken frei halten will. Denn echte Langzeiterkenntnisse für solche Wertangaben gibt es im E-Autobereich doch noch garnicht.


    Manny

    Ich denke, es hilft dem TO wenig, jetzt seine Probleme auch aus subjektiven Gesichtspunkten zu zerpflücken. Er hat es so empfunden und das ist sein gutes Recht. Auch bin ich keineswegs der Meinung, dass ein E-Antrieb reicht, um sich Dinge gefallen zu lassen, die bei einem Verbrenner inakzeptabel gewesen wären.


    ich kann mir vorstellen dass dies gar nicht möglich ist, da hinten dran irgendwelche Infrarot Sensoren sind, die mit Licht vermutlich gestört würden..

    Das kann sicherlich so sein, aber ist das wirklich mein Problem als zahlender Kunde? Gibt für solche technischen Details kein Ingenieure?

    Also nix für ungut, aber für fast den Gegenwert eines Jahreseinkommens darf man schon ein bisschen Ansprüche haben.


    Manny

    Ich hoffe, dass der Unmut aller BEV-Fahrer in Bezug über die hohen Winterverbräuche, die OEM dazu bewegt, eine solche Lösung zum Abmindern des Problem zu implementieren.

    Da glaube ich leider weniger daran. Die aktuelle Gestaltung der Auto-Software legt eher den Gedanken nah, dass die Autohersteller den Kunden als kompletten Idioten sehen, dem man mit tausend Warnungen, Automatismen und Verhaltensvorschriften das Fahren gerade noch so ermöglichen muß.

    Allerdings halten sie uns immerhin für intelligent genug, das Geld für den Kauf des Auto zu erwirtschaften.


    Der E-Antrieb ist einfach noch Neuland für die Autoindustrie, waren ja bisher eher moderne Schlossereien, da versucht halt jeder, sich möglichst viel abzusichern. Und bezüglich der Belastbarkeit der Akkus sind noch keine richtigen Langzeiterfahrungen da, da schwimmt jeder irgendwie rum. Und die Hersteller haben nun mal die Marktmacht, mit Vorgaben zu arbeiten.

    Logischerweise sind wir im Moment alle Beta-Tester, anders gehts halt nicht, wer soll es denn sonst machen. Allerdings wäre es eine Sache des Anstandes, wenn die Autohersteller diese Situation auch zu unseren Gunsten auswerten würden.

    Den Kunden mit seinen Erfahrungen und Kenntissen, wie hier, einfach ernst nehmen wäre ein guter Anfang.


    Ich fliege sein Jahren in meinem Hobby Modellhubschrauber mit E-Antrieb, für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, im Winter unserern Akku vorzuheizen, da er ansonsten viel weniger belastbar ist. Solche Erkenntnisse müssen halt mit intelligenten Lösungen in den grauen Auto-Alltag überführt werden.


    Manny

    Am einfachsten wäre ein 3-Stufen-Schalter: Akkuheizung: Automatisch - Aus - Ein. Dann könnte man selbst eingreifen, je nach Fahrprofil. Aber das wäre wohl zuviel Eigenverantwortung, das sehen die Hersteller vermutlich nicht gerne.


    Manny