Beiträge von cprbrn

    Mein Chef hat den neuen Enyaq mit großen Akku. Der hat auch max 135kW, läd aber dann mit 100kW lange weiter. Erst bei 70% SoC geht er wieder runter.

    Haben es mal mit dem Akku bei meinem Born verglichen. Der macht in der Spitze sogar über 185kW wenn es passt. Also etwas mehr als die angegebenen 175kW.

    Von 10 auf 80 % ist der Enyaq ein paar Sekunden schneller. War keine Minute Unterschied. Die Durchschnittsleistung lag beim Enyaq bei 1kW mehr, also 118kW. Gedauert hat es beiden 28 Min.

    Aber ja, am Anfang bekommt man in den Born mehr rein. Wenn man mal nur schnell was nachladen will.

    Korrekt. Daher ist es bei einer "vollen" Ladung 10-80% egal, bei kürzeren Pausen (die es in der Praxis ja gibt) aber durchaus vorteilhaft.

    Nach 250km muss man nicht unbedingt laden. Vielleicht aber mal auf die Toilette. Wenn man die 10 Minuten dann für eine leistungsstarke Ladung nutzen kann, reicht diese eventuell sogar bis zur nächsten körperlich notwendigen Pause. :)

    Naja, für die Ladezeit ist nicht nur der Peak, sondern auch die Ladekurve wichtig. Was nützt ein paar Minuten peak?

    Vollkommen korrekt, am Ende zählt der Durchschnitt. Eigentlich.


    Ein kürzerer hoher Peak (auch bei höherem SoC) kann aber dennoch sinnvoll sein. Bei kurzen Stopps bekommt man mehr Energie in die Batterie.

    Außerdem ist die Ladung flexibler. Wenn z.B. Blase und SoC nicht im Einklang sind, kann man die körperliche Zwangspause trotzdem für eine effiziente Ladung nutzen - Auch wenn man noch über 40% in der Batterie hat.


    Die "paar Minuten Peak" nutzen im Alltag also durchaus. Unter der Bedingung, dass der Peak auch immer erreicht wird. Und nicht bei einem gewissen SoC und speziellen thermischen Bedingungen.

    Reichweite bei 100% Autobahn bei O° ist um die 365 km


    Dass ist fur mich mehr als Langstrecke tauglich

    Hier bin ich mal auf echte Werte gespannt.
    Wenn man nach dem Reichweitenrechner auf der Cupra-Seite geht kommt der Born auch deutlich weiter als in der Praxis. :)


    Mal realistisch betrachtet:

    - Die Batteriekapazität ist nie voll nutzbar. Man benötigt immer etwas Reserve. Gehen wir also mal davon aus, dass bei 10% SoC genau passend ein Ladepunkt angesteuert werden kann. Macht also dann ca. 70 nutzbare kWh.


    - Bei normalem Autobahntempo (130 km/h) und 0°C Außentemperatur wird das Auto sicherlich 22-24 kWh auf 100km benötigen. Wenn nicht mehr.

    Und zack, schon werden aus den theoretischen 365km rund 290km.


    - Beim Schnellladen lädt man normalerweise nur bis ca. 80%. Dementsprechend steht ab dem ersten Ladestopp weniger Reichweite zur Verfügung.


    https://evkx.net/de/models/cup…n_vz/rangeandconsumption/ sagt auch geschätzte 350km bei 120km/h unter "perfect conditions".


    Tatsächlich scheint der Durchschnitt aber okay zu sein, daher muss ich mein Gemecker von vorhin etwas zurücknehmen. :)
    https://evkx.net/de/models/cup…avascan_vz/chargingcurve/


    Allerdings ist hier noch nicht ganz klar, wie flexibel die Ladung stattfinden kann. Wenn ich wie bei der 1. Generation Born nur bei einem SoC unter 10% eine akzeptable Ladeleistung schaffe, sorgt dies in der Praxis dann eher für ein schlechteres Ladeverhalten.


    Genau diese realistischen Betrachtungen braucht es meiner Meinung nach, um E-Auto Einsteiger wie SnkrWatch nicht (verständlicherweise) zu verärgern.

    Es ist doch vollkommen an der Realität vorbei, die Reichweite anhand von irgendwelcher Idealwerte und einer zu 100% nutzbaren Batteriekapazität zu benennen.

    irgendeiner hat behauptet, dass wohl das Facelift Android Betriebssystem bekommt, angeblich aus internen Quellen oä. weiß gerade nicht mehr genau in welchem Forum ich das gelesen hab - könnte ein anderes großes Elektro Forum gewesen sein.

    Hoppla, gestern war doch noch gar nicht der erste April.

    Jedenfalls macht es so keinen Sinn für mich.

    1-2x Anhalten für 20 Minuten wäre ok.

    Ich kann Dir da komplett beipflichten. Wie gesagt, der alte Born mit kleinem Akku ist meiner Meinung nach nichts für die Langstrecke. Erst recht nicht im Winter.

    Diese Erfahrungen habe ich auch schon genau so gesammelt.


    Mit einem größeren Akku und besserer Technik sind die "1-2x Anhalten für 20 Minuten" auch heute schon machbar.


    Letztendlich weißt Du ja jetzt, was die Vor- und Nachteile bei der Elektromobilität sind und wo Du Deine persönlichen Präferenzen hast.

    Wenn Dir also eine gute Langstreckeneigenschaft wichtig ist, brauchst Du entweder einen Verbrenner oder ein Elektroauto mit min. ca. 80kWh Akku, einer hohen Ladeleistung und einer guten Software für die Ladeplanung.

    Dort bekommt man keine Steinschläge. Wenn man 4 Räder in der Werkstatt stapelt und oben die Radbolzen ablegt und dann versehentlich durchfallen lässt, bekommst du so ein Schadenbild an 3 von 4 Felgen. Wird aber schwer nachzuweisen sein. Hast du Fotos von der Abholung?

    Doch, das kann durchaus passieren.

    Steinschläge kommen nicht nur von vorausfahrenden Fahrzeugen, sondern gerne auch mal vom Gegenverkehr.

    Wenn also ein entgegenkommender LKW ordentlich Steine aufwirbelt und ein Steinchen die schnell rotierende Felge trifft knallt es.


    Cupramuffin jede Macke ist ärgerlich. Insbesondere am Neuwagen, der ja zunächst wirklich nichts hat. Da sieht man jeden noch so kleinen Fehler umso mehr.

    Leider ist die Felge matt, weshalb ein ausfüllen mit Lack, schleifen und polieren leider nicht möglich ist.

    Ich würde an Deiner Stelle einen entsprechend seidenmatten schwarzen Lack suchen und vorsichtig in den gereinigten Steinschlag tupfen.
    Wenn man es ordentlich macht, ist aus einem Meter Entfernung nichts mehr zu sehen.

    Wichtig ist, dass die Lackdecke wieder geschlossen ist, damit der Lack nicht unterwandert werden kann und die Felge korrodiert.


    Wenn der Gesamtzustand vom Fahrzeug bei der Leasingrückgabe gut ist, glaube ich nicht dass der (ausgefüllte) Steinschlag überhaupt bemängelt wird.
    Je nach Leasinggeber und Laufzeit sind gewisse (unvermeidbare) kleine Beschädigungen ja absolut okay.

    der Besitzer muss das richtige kaufen

    Das ist aber scheinbar nicht passiert.


    Nen Auto das 150 km schafft, wenn man 150 fährt ist und bleibt lächerlich. Wenn das der Stand der Dinge ist und Ihr das toll findet, hab ich kein Problem damit, ich persönlich finde es wie in die 60er oder 70er Jahre zurückversetzt.

    Korrekt. Aber das liegt ja am Auto und nicht an der Elektromobilität allgemein.

    Ich setze mich ja auch nicht in einen Smart fortwo, fahre von Berlin nach München und sage dann "Verbrenner sind nichts für die Autobahn. Das Auto war total langsam, laut und unbequem".


    Ja, ich bin auch der Meinung, dass der "alte" Born mit kleinem Akku nichts für die Langstrecke ist. Verbrauch zu hoch, Akku zu klein, Ladezeit zu lang, Ladeplanung des Navis schlecht. Da gibt es nichts schönzureden.
    Genau das Modell ist aber (zum Glück) nicht die Speerspitze der Elektromobilität.


    Ich bin vor einigen Monaten (mit einem anderen BEV) ca. 700km in den Urlaub nach Dänemark gefahren. Unter Einhaltung der Richt- und Höchstgeschwindigkeiten (also normal gefahren und nicht geschlichen) kamen wir auf zwei Ladestopps. Einmal 10 Minuten (Toilettenpause), einmal 30 Minuten (Mittagssnack).
    Macht also in Summe 40 Minuten "Verzögerung".


    Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man auch im Verbrenner auf 700km auch mal Pinkeln, Essen und Tanken muss, kommt man am Ende vielleicht 20 Minuten später an.


    Finde ich das schlimm? In Hinblick auf die generell eingesparten Kosten und den Komfort im Alltag definitiv nicht.

    Meine Meinung: Für den Anwendungsfall "mehr als 300km auf der Autobahn fahren" hast Du das falsche Auto.
    Nicht gaaaaanz unschuldig sind hier vielleicht auch der Hersteller und der Verkäufer. Denn zu vielen Elektroautos gehört eine ehrliche Beratung. Wenn man sich nur auf die traumhaften Katalogwerte verlässt, kommt sonst schnell die Enttäuschung.

    Eigentlich ist das Thema Elektro nach der Fahrt für mich erledigt.

    Nie wieder so einen kleinen Akku. Alternativ käme ein großer Akku in Frage, aber dafür zahle ich keinen Aufpreis.

    Fakt. Man kann es drehen und wenden wie man will: Mit einem kleinen Akku und dem hohen Verbrauch ist die Langstrecke nur etwas für geduldige Menschen.

    Mit rund 350km echter Reichweite und einer höheren Ladegeschwindigkeit hättest Du auf der 700km Strecke nur rund 40 Minuten Verzögerung anstatt über 1,5 Stunden gehabt.
    Da sieht die Welt schon anders aus. Insbesondere dann, wenn man die Pausen verrechnet, die man eh machen würde.


    Auch der Kostenvergleich hilft hier nix, die Fahrt wäre mit dem Benziner vielleicht 15€ teurer gewesen.

    Das darf man aber nicht auf die (meist seltene) Langstrecke beziehen. Man muss immer das gesamte Fahr- und Ladeverhalten berücksichtigen.
    Ich sage immer: Beim Ladestopp tauscht man seine Zeit gegen Geld. Das Geld spart man zwar nicht genau auf der Fahrt, aber sonst im Alltag.
    Hier kommt man hochgerechnet gerne auf einen ziemlich attraktiven Stundensatz, für den manche vermutlich hauptberuflich Laden würden. :)