Beiträge von Benni

    Evtl. lasse ich mir auch blauen CEStecker, der auf 3,7 Kw begrenzt ist, auch da kann man ja einemobile Wallbox anschließen, installieren.

    Das würde ich auf jeden Fall tun. Die CEE-Kupplungen, egal ob blau für 1 Phase oder rot für 3 Phasen haben wesentlich größere Kontaktflächen als die Schuko-Kupplungen und vertragen daher große Ströme über lange Zeit wesentlich besser.

    Und wie soll das zudem mit der „Ferndrosselung“ funktionieren?

    Das läuft mitunter schon über W-LAn. Wobei das mit der Drosselung mittels Rundsteuerempfänger etc. eh müßig ist. Schließlich darf man an einem Hausanschluß auch Drehstrommotoren mit bis zu 11kW Leistung betreiben, auch nimmt sich ein Küchenherd in vollem Betrieb 11kW, und die werden nicht gedrosselt. Mein "Gartenhäcksler" hat z.B. so einen 11kW Drehstrommotor. Der ganze Häcksler wiegt knapp 400kg, alleine der Motor bringt es auf 180kg. Weil der Anlaufstrom des Motors trotz Stern-Dreieck-Schaltung so hoch ist, brauche ich dafür sogar eine 32A CEE-Steckdose. Der nimmt sich auch ordentlich Leistung.

    Aber auch eine mobile Wallbox mit 11 kw muss der Elektriker anmelden, ich kann das nicht beim Versorger.


    Eine Wallbox mit 11 kW darf entweder vom Anschlussinhaber (Eigentümer/Mieter) oder einem zertifizierten Elektrofachbetrieb beim Netzbetreiber angemeldet werden.

    Die Installation muss jedoch immer von einem qualifizierten Elektriker vorgenommen werden.

    In der Praxis übernimmt der Elektriker oft die Anmeldung als Serviceleistung

    Man muß unterscheiden, ob es sich um eine fest installierte Wallbox handelt, bei der man das Drehstrom-Kabel mittels Schraubklemmen fest anschließen muss. Diese Arbeit darf nur ein Elektriker durchführen und solche Wallboxen darf dann auch nur der Elektriker anmelden. Etwas Anderes hingegen sind fertige "Ladeziegel" mit rotem 16A CEE-Drehstromstecker. Diese Geräte sind "steckerfertig" und damit auch von einem Laien zu installieren. Die CEE-Steckverbindung ist für die Nutzung durch Laien zugelassen, es müssen keine Adern mittels Schraubklemmen angeschlossen werden, eine Verpolung ist ausgeschlossen. Entsprechend kann man solche Ladeziegel auch selber beim Versorgungsnetzbetreiber anmelden. Ob man so einen "mobilen Ladeziegel" dann mittels Dübel direkt neben der Drehstromsteckdose an der Wand aufhängt, steht dann wieder auf einem ganz anderen Blatt.

    Robby: Wie wäre es, wenn der Elektriker dir einfach eine 16A CEE-Drehstromsteckdose in die Garage legt? Ggf. hast Du dort ja schon eine rote Drehstromsteckdose. Daran dann eine "mobile" 11kW Wallbox. Da die "mobile Wallbox" steckerfertig geliefert wird, sie verfügt ja über einen roten CEE-Drehstromstecker, ist sie von einem Laien installierbar und somit mußt Du diese Lösung auch selber beim Versorgungsnetzbetreiber (VNB) anmelden können, ganz ohne Elektriker.


    Als ich vor 2 Jahren meine Photovoltaik-Anlage errichtet habe, standen bei mir auch der Umbau von einem TT- auf ein TN-C-S-Netz an. Das ist das, was Du mit dem Umbau der Zuleitung von 4- auf 5-adrig beschreibst. Beim TN-C-S-Netz muß der N- und der PE-Leiter bereits im Hausanschlußkasten aufgeteilt werden und nicht erst im "Sicherungskasten" hinter dem Zähler. Eigentlich hätten bei mir diese Umbauarbeiten schon 1983 erfolgen müssen, also vor über 40 Jahren, aber so lange die bestehende Elektro-Anlage nicht erweitert wird, gilt Bestandschutz für den alten Kram. Ich habe dann bei mir in Eigenleistung die Elektrik umgebaut bzw. ertüchtigt und meine Arbeiten am Ende von einem Elektriker abnehmen lassen. Als Berufsschulpauker für E-Technik und Informatik, traue ich mir allerdings auch schon zu sowas selber zu machen. Wer werktags die Azubis im Elektro-Handwerk ausbildet, sollte am Wochenende es auch selber hinbekommen.

    Mein Arbeitsweg besteht zu 90% aus Autobahn ohne Tempolimit. Da ist der 77kWh Akku des Borns der limitierende Faktor, was die Geschwindigkeit angeht. Also 100kWh und 22kw AC-Ladefähigkeit an der Wallbox wären schon schön.


    Da fahr ich lieber langsamer, denn auf der linken Spur ist mir einfach zu viel Stress.

    Also ich würde lieber schneller fahren und dafür dann auf der linken Spur bleiben können statt stänig zwischen den LKWs Slalom fahren zu müssen. Also würde der Wagen 250km am Stück mit 200km/h schaffen... *träum*

    22kW wird durch die Netzgebühren und durch die Vorgaben der Netzbetreiber kaum lösbar sein

    Erklär mir das bitte mal. Wir haben hier einen Ausanschluß mit 3x 63A NH-Sicherungen, also 43kW Anschlussleistung im Wohnhaus. Da war die 22kW Wallbox gar kein Thema. Wie gesagt, vorher den Antrag stellen, der wurde innerhalb von 3 Tagen genehmigt und dann konnte die 22kW Wallbox kommen. Und ja, es werden mit größer werdenden Akkus auch immer mehr PKWs, die mit 22kW Laden können. So einen 120kWh Akku mit einem 11kW Lader vollzubekommen, dauert nun einmal locker 12 Stunden, wenn man die Ladeverluste berücksichtigt.

    Was spricht gleich gegen eine 22kW Wallbox, die auf 11kW abgeriegelt wird?

    Wenn Dein Versorgungsnetzbetreiber (VNB) das als 11kW Wallbox akzeptiert, ist alles ok. Aber wie gesagt würde ich zuerst immer beim VNB anfragen, ob er eine 22kW Wallbox genehmigt. Zumindest bei uns in Norddeutschland, sind 22kW Wallboxen auf dem Land kein Problem. Es ist halt ein Antrag vorab mehr.

    Und wenn 22 kw abgelehnt wird, tut es dann auch eine mobile?

    Dann tut es auch eine 11kW Wallbox. Mehr können die allermeisten Autos heute eh noch nicht. Bei den 22kW geht es darum für die Zukunft gerüstet zu sein. Wenn Du ganz sicher gehen willst, kannst ja als Stromkabel 5x6mm² und dazu ein LAN-Kabel bis zur Wallbox verlegen. Dann kannst später die Wallbox gegen ein 22kW Modell austauschen. Das Problem sind auf Versorgerseite aktuell die 10kV Transformatoren, an denen jeweils ca. 50 Häuser hängen. Die haben mitunter eine Lieferzeit von 8 Jahren. Die Versorger kommen einfach mit dem Ausbau der Stromleitungen auf dem letzten Kilometer nicht hinterher.