Klar, haben ist besser als brauchen und mit Leasing bindet man sich ja in der Regel nicht lange.
Man muss aber schon viel und oft Langstrecke fahren, dass sich der große Akku lohnt. Muss sich jeder individuell durchrechnen.
Gerade mit viel Langstrecke möchte ich persönlich nicht jedes Mal mit externen Apps hantieren müssen. Bei der Strategie "Stammladestationen" darf selbst auf einer Pendelstrecke nicht viel Wetter-/Verkehr-/Anfangs-SoC-Varianz drin sein, sonst funktioniert die Planung nicht mehr. Der Laderoutenplaner der VW SW 6 Generation gehört schon zu den besten am Markt. Die Filter und Präferenzen (meiden, bevorzugen, neutral) machen da echt einen Unterschied.
Ich bleibe dabei: In einen E-Neuwagen dieser Klasse sollte Navi, Routenplanung und automatische Vorkonditionierung abgestimmt und zur Standardausstattung gehören. Wer täglich 30 km um den eigenen Kirchturm fährt, der sieht das sicher anders. Einsatzzweck, Fahrerkreis und -profil können sich aber schnell ändern/ausweiten.
Die manuelle Vorkonditionierung ist nach meinen Erfahrungen mit jüngeren und aktuellen MEB-Modellen in unserer Firmenflotte kein gleichwertiger Ersatz zur automatischen Vorkonditionierung der bordeigenen Routenplanung. Das ist ein passables Annäherungsverfahren. Man muss sich damit dann aber auch beschäftigen und gut timen. Das kann man nicht jedem zumuten und funktioniert meiner Meinung nach auch nur so mittelmäßig.
Der neue LFP-Akku im 58er ist da nochmal deutlich sensibler als die bisherigen, temperaturrobusteren NMC. Im Winter extrem, aber genauso im Sommer.
Das Batteriemanagement für den LFP sollte meines Erachtens über das Bordnavi immer wissen, was man so vorhat, sonst hat man an LFP keinen Spaß.