An wen wendet man sich wenn man keinen passenden Zähler hat? An Tibber oder erstmal an den Grundversorger?
Nein, zuständig ist der sog. Messstellenbetreiber. Regulatorisch ist dieser getrennt vom Grundversorger (= Stromlieferant) aber meistens gehört der zur gleichen Unternehmensgruppe.
(Anmerkung: Wenn Du den Stromlieferanten wechselst, hat das keine Auswirkung auf den Messstellenbetreiber, der bleibt. Aber auch den kannst Du wechseln...).
Tibber kannst Du aber beim Monatstarif auch mit einem alten Ferraris Zähler nutzen, Du mußt dann jeden Monat den Zählerstand in die App eingeben. Das ist schon mal ein erster Schritt und öffnet Dir die Möglichkeit, von Strompreisen, die im Monatsmittel unter 40 Cent liegen, in der aktuellen Zeit zu profitieren. Gleichzeit bist Du nach oben wie überall anders auch gedeckelt. Kündigungsfrist 2 Wochen, wo ist da das Risiko? Bislang liege ich mit Tibber im Januar noch unter 30 ct/kWh beim Monatstarif und bin über den Wechsel sehr froh!
Noch attraktiver wird es beim Stunden-Tarif, wenn wir unsere e-Autos über Nacht zwischen 0 und 5 Uhr laden. In den letzten Wochen hatte ich in diesem Zeitraum immer Preise von unter 20 ct/kWh! Aber dazu brauchst Du a) einen digitalen Stromzähler und b) den Tibber Pulse, der die Ablesung und Datenübermittlung an Tibber übernimmt (und: der digitale Zähler muß mit dem Pulse kompatibel sein).
Glücklicherweise bekommen wir in kürze eine PV-Anlage, so dass der Messstellenbetreiber über den Handwerksbetrieb quasi gezwungen wird, den Zähler auszutauschen. Ich habe auch versucht, das schon vorab beim Messstellenbetreiber zu erwirken aber die stellen sich stur und handeln nach Roll-Out Fahrplan und das kann im Einzelfall Jahre dauern, bis der alte Zähler ersetzt wird. Vielleicht haben andere mehr Glück.
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