Beiträge von PetterSmart

    Der Born (und auch alle anderen Elektroautos) rechnet den Verbrauch der Vortemperierung auch dann nicht in der Anzeige mit ein, wenn nicht an der Wallbox vortemperiert wird sondern aus dem Akku heraus.

    So komme ich insgesamt bei Außentemperaturen unter 10 Grad nicht unter einen ECHTEN Verbrauch von 25 kWh/100km einschließlich Autobahn-Anteil mit max 120-130 km/h.

    Ja, das habe ich auch schon beobachtet.

    Gleiche Strecke und Bedingungen hat bei Vorklimatisierung aus dem Akku heraus einen deutlich geringeren angezeigten Durchschnittsverbrauch als ohne Vorklimatisierung. Er ignoriert diese Vebräuche einfach.


    Deswegen werden meine 14% Verluste zwischen angezeigtem Verbrauch und Wallbox nicht ausschließlich Ladeverluste sein, sondern ein Teil durch die Vorklimatisierung verursacht werden.

    Man kann die Verbräuche kaum vergleichen ohne das komplette Fahrprofil anzugeben.


    Gerade im Winter mit Heizung und evtl. sogar Akkuheizung sind die Verbräuche extrem vom individuellen Fahrprofil abhängig. Bei viel Kurzstrecke geht der Verbrauch durch die Decke.

    Außerdem wird jemand, der an der Wallbox vortemperiert, einen deutlich geringeren angezeigten Verbrauch haben. Diese Verbräuche rechnet der Born nämlich nicht mit.


    Für einen groben Anhaltspunkt ist hier meine Spritmonitor-Statistik für den Verlauf des Durchschnittsverbrauches je nach Monat (über ca. 3,5 Jahre).
    Im Schnitt liege ich aktuell bei 19,25 kWh/100km. Dieser Wert ist der tatsächliche Wallbox-Verbrauch. Im Auto liege ich bei 16,6 kWh/100km seit Auslieferung.

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    Vor dem Bidi Test habe ich nochmals geladen (ohne definierten Ladeort) und da waren es 44kW bei einem SOC 30% - also das für mich gewohnte Verhalten.

    Dann wird es zu 99% nicht am Ladeort gelegen haben, sondern an diesem Ladevorgang.

    Du hast nicht geschrieben, wie viel oder wie lange du geladen hast.

    Aber dadurch wird sich der Akku ziemlich sicher schon auf um die 25°C erwärmt haben, weswegen es vor Ort dann so viel schneller war.


    Gleiches kann man auch bei längeren Fahrten im Winter beobachten. Erster Ladestop ist langsam, alle folgenden schnell.

    Der Akku kühlt ja nicht innerhalb von 2h wieder von 30-40°C auf 5°C ab.

    Immer gleiche Voraussetzungen was Ladezustand, Umgebungstemperatur konstant über die letzten Stunden, Fahrgeschwindigkeit usw. angeht?

    Also der allgemeine Kentnissstand ist, dass die alten MEB-Fahrzeuge das nicht können. Alles andere wäre eine absolute Neuigkeit.


    Die Heizung springt nur unter folgenden Bedingungen an:

    MEB_PreHeating.png


    Hast du Carscanner und einen OBD-Dongle? Dann ließ doch bitte bei der nächsten Gelegenheit mal die Werte des PTC-Heizers aus und beobachte was passiert, sobald du das Navi startest.


    Dieses Gerücht der Vorkonditionierung über das Navi bei alten MEB-Fahrzeugen kommt leider immer wieder auf und wird auch oft in Medien oder von Händlern als Feature (fälschlicherweise) erwähnt.

    Auch hier im Forum wurde dies über die letzten knapp 5 Jahre immer mal wiederholt. Deswegen die direkte Korrektur von meiner Seite (solange nicht anders bewiesen).

    Abhilfe schafft bei meinem alten Born (Software 3.8.1) da, wenn man den Ladestopp mindestens 15 Minuten vorab im Bord-Navi als solchen einplant. Dann heizt der den Akku für den geplanten Ladestopp vor

    Dein (alter) Born kann den Akku nicht für einen Ladestopp vorheizen.

    Weder per Navi, noch per Funktion im Infotainment.


    Das geht erst mit den Borns ab SW5.X


    Beim 58kWh Born besteht der Akku aus zwei parallelen Strängen. Der 77kWh Born hat drei parallele Stränge, auf die sich der Ladestrom verteilen kann. Entsprechend müsste der große Akku 50% mehr Ladestrom vertragen können als der kleine Akku.

    Die Anzahl der parallelen Stränge beeinflusst nicht für sich genommen die Ladeleistung, die der Akku aufnehmen kann. Es zählt im Prinzip nur die Akkukapazität, Zellchemie und Kühlleistung, solange nicht die geläufigen 500A des CCS-Steckers überschritten werden.


    Bezogen auf die alten Borns hat der 58er eine 108s2p Konfiguration und der 77er 96s3p Konfiguration.

    Also insgesamt 216 zu 288 Zellen, was genau den 33% mehr Kapazität zwischen den beiden Akkugrößen entspricht.

    Deswegen lädt der große in der Spitze auch ziemlich genau mit 33% höherer Ladeleistung (180 zu 135kW). Nicht 50% mehr (3 zu 2 parallele Stränge).

    Die Ladezeit bleibt sehr ähnlich, es wird in gleicher Zeit aber mehr Energie aufgenommen.


    Angenommen der 58er Born wäre mit 54s4p verschaltet, könnte er kein bisschen schneller laden. Es würde nur die Spannung halbiert und der Strom verdoppelt (und die 500A weit überschritten). Die Ladeleistung wäre dadurch im Peak sogar geringer.


    Genauso ist es ein Irrtum, dass ein 800V System automatisch deutlich schneller laden kann als 400V Systeme mit gleicher Kapazität.

    Es muss die Zellchemie und Kühlung schon hergeben, solche Leistungen aufzunehmen.

    Nur wenn das gegeben ist und das 400V System durch die 500A ausgebremst wird, kann das 800V seinen Vorteil ausspielen.

    Das tut er auch. Ich kenne keinen Tacho, der bei 160 oder 200 nur +3 anzeigt. Die meisten Hersteller stellen den Tacho so ein, dass er 3–7 % zu viel zeigt, damit er immer sicher innerhalb des gesetzlichen Rahmens bleibt. Es gibt aber auch Fahrzeuge, da geht der Tacho im Vergeilch zu GPS bei 200 +15.

    Dann schaue dir mal dieses Video an (ab Sekunde 35):


    322HP VW ID.3 GTX Performance (2025) // 0-100 0-200 Top Speed on Autobahn
    POV Drive Video with the 2025 VW ID.3 GTX Performance (100% electric car) on the German highway (Autobahn). 0 to 60 mph. 0 to 100 kmh. 0 to 200kmh. 0 to Top ...
    youtu.be


    207 km/h Top Speed laut Tacho und 204 km/h GPS.

    Und die Beobachtung habe ich bei meinem Born schon von Anfang an gemacht, dass es egal welche Geschwindigkeit immer + 3 km/h sind.

    Der Wagen muss irgendwo im Antriebsstrang die Drehzahl abgreifen und daraus dann die Geschwindigkeit errechnen. GPS ist irrelevant, weil der Tacho ja auch im Tunnel funktionieren muss. Entsprechend müsste der Tacho unabhängig vom Reifen auch immer die gleiche abgeriegelte Endgeschwindigkeit anzeigen. Daher ja auch meine Verwunderung warum der Wahen auf einmal nur noch 162 läuft, wo er vorher 167 schaffte. Beide Zahlen sind Tacho-Anzeigen, kein GPS.

    Ich bin mir recht sicher, dass die MEB-Fahrzeuge immer GPS + 3 km/h anzeigen.

    Denn bei mir ist die Abweichung immer ziemlich genau 3 km/h. Egal ob bei 50 oder 150km/h.


    Falls der Tacho weiterhin über die Raddrehzahlen geht, sollte der Fehler ja mit zunehmender Geschwindigkeit proportional ansteigen.


    Hat jemand andere Beobachtungen machen können?