Beiträge von Gruenfrosch

    Auch ich habe mal getestet, ob die Fahrmodi, speziell RANGE und COMFORT, Einfluss auf den Verbrauch haben. Dies konnte ich bisher nicht bestätigen. Es liegt vieles an den Umgebungsbedingungen (Verkehr, Fahrstrecke, Außentemperatur). Trotz allem finde ich es seltsam, den Fahrmodus immer in Stellung COMFORT nach Neustart zu setzen. Beim Golf 7 verblieb der gewählte Modus im letzten Eingestellten. Was dies mit Vorschriften zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Es ist eben sehr unpraktisch, wenn der Modus sich zurücksetzt, nur weil ich mal kurz das Fahrzeug verlasse. Bei der Entwicklung der Software muss m.E. auch über tausende Testkilometer in Praxiserprobungen solch eine Besonderheit auffallen. Wer schlussendlich die Vorgaben bei der Freigabe der Software macht (Lastenheft), hat scheinbar keinen besonderen Praxisbezug. Auch die nicht vorhandene Anzeige der Gesamt- und Tageskilometer im Display hinter dem Lenkrad während der Fahrt verwundert. Seit Menschengedenken hatte man in allen Fahrzeugen diese Anzeigen immer sichtbar.

    Gerne würde ich auch Informationen bezüglich der Unterschiede zwischen den Modi erhalten (Leistungsreduktion; andere Leistungskennlinien). Hat jemand bereits eine Quelle hierzu ausfindig gemacht?

    Habe bereits drei Mal innerhalb der letzten 14 Tage den Fall gehabt, dass nach Fahrtbeginn die Radioanlage keinen Ton mehr ausgibt. Dies gilt ebenso für andere angeschlossene Medien (USB-Stick). Der Slider sowie die Lenkradfunktion für die Lautstärkeneinstellung zeigt keinerlei Reaktion. Beim letzten Versuch, die Lautstärke zu erhöhen, reagierte der Slider kurzzeitig wieder und hob die Lautstärke auf fast Vollausschlag an. In diesem Zustand konnte wiederum keinerlei Änderung mehr durchgeführt werden, so dass die Anlage in unerträglicher Stufe tönte. Selbst ein Verlassen und Verschließen des Fahrzeuges führte nicht zum Abschalten der Soundanlage. Schlussendlich half nur ein Globalreset über den Einschaltbutton am Bildschirm (ca. 15 sec. halten). Danach wieder alles ok.

    Reklamation beim Händler: Termin für eine Prüfung des Systems Ende Oktober (8 Wochen Wartezeit!!!).

    Wer ärgert sich auch über Fehlbelegung von Verbrennerfahrzeugen an öffentlichen Ladestationen?

    Wurde als gelegentlicher Benutzer eines öffentlichen Ladepunktes mit der Ignoranz oder vielleicht Unwissenheit von Verkehrsteilnehmern mit normalen Fahrzeugen konfrontiert. Falls kein anderer freier Parkplatz vorhanden ist, wird eben der E-Ladepunkt benutzt. Spricht man diese Leute an, zeigt sich meist Unkenntnis oder Unverständnis. Die Beschilderungen seitens der Städte ist auch nicht immer eindeutig (Zusatzschild: Parken für E-Fahrzeuge während des Ladens kostenlos). In einer anderen Interpretation könnte dies auch bedeuten, dass ich eben einen Parkschein ziehen muss, um hier stehen zu dürfen. Obwohl der Bußgeldkatalog für Falschparken an den Ladepunkten € 55 als Strafe vorsieht, ist dies in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt. Man könnte die Beschilderung in ein absolutes Halteverbot für Nicht-E-Fahrzeuge ändern. Dies würde vielleicht das Bewusstsein für Fahrzeugbenutzer mit Verbrennern schärfen.

    Aktueller Ladeverbund+-Preis für N-ergie-Kunden 36 ct/KWh. Leider sind die Entnahmeleistungen auf 11KW/h bei Standardladepunkten pro Anschluss begrenzt (Zweierladesäulen). Die Angabe 22 KW/h bezieht sich also auf den gesamten Anschlusspunkt. Hierbei erhöht sich die abgegebene Leistung bei nur einem Benutzer auch nicht auf die volle Leistung. Habe dies mal anders gelesen, in dem behauptet wurde, bei nur einem Benutzer hätte man die volle Leistung von 22KW/h. Ist nach Praxistest scheinbar nicht so.

    Die ersten 500 km mit dem 77KWh-Akku ergeben einen durchschnittlichen Gesamtverbrauch von ca. 18 KWh laut Bordcomputer bei überwiegend Stadt/Landstraßenfahrten. Meist im Eco-Mode bzw. Comfort und sehr vorausschauender Fahrweise mit wechselweisem D/B-Modus, je nach Strecke. Geschwindigkeit maximal 130 km/h auf kurzen Autobahnstrecken. Außentemperaturen dabei meist deutlich über 25°C.

    In der Praxis bei Ladezyklen zwischen 20-80 % kann man diesbezüglich mit 60% Akkukapazität ca. 300 km abspulen. Dies entspricht etwa der angezeigten Reichweitenanzeige und der angegebenen Gesamtkilometerangabe pro Ladezyklus (hochgerechnet ca. 500 km Gesamtreichweite). Mehr wird's nicht.

    Zum Thema Kilometerzähler war ich von Anfang an erstaunt, dass am Display hinter dem Lenkrad ("Digital Cockpit") dieser Wert nur vor Beginn und nach Ende einer Fahrt angezeigt wird. Ein einfacher "Tageskilometerzähler" ist scheinbar während der Fahrt grundsätzlich nicht auf diesem Display darstellbar. Diese Funktionen hatten alle vorherigen Fahrzeuge selbstverständlich (waren jedoch eben nur analoge Autos!). Nur um einen Streckenabschnitt zu messen, muss man immer das Menü im Infotainmentdisplay aufrufen. Seltsames Verständnis der Programmierer zu einfachen Sachen. Im Manual steht übrigens "frei konfigurierbares digitales Kombi-Instrument", wobei diese Bezeichnung mehr Flexibilität vortäuscht als vorhanden.

    Oder habe ich noch nicht alle Tiefen der Einstellungen dieses Fahrzeuges durchschritten? Infos werden dankbar angenommen...

    Viele Born-Fahrer haben dieses Manko auch erst in der Praxis erkannt. Einige große Fächer sind nicht immer praktisch, wenn es um Kleinteile geht. Selbst mein Golf 7 hatte jede Menge Fächer (links neben dem Lenkrad, Schublade unter den Vordersitzen, Mittelkonsole, Stifte- und Münzenhalter im Handschuhkastendeckel). Viele Gedanken haben sich die Entwickler nicht über die Funktionalität der Inneneinrichtung gemacht. Hole mal einer eine Münze ohne Pinzette aus den Tiefen der Getränkehalter oder dem Armlehnenfach. Der optische Vorteil gegenüber dem ID.3 ist die Abdeckung der Mittelkonsole. Offene Getränkehalter sind nicht unbedingt ein Designer-Highlight. Die Zubehöranbieter werden den Bedarf erkennen. Kommt Zeit - kommt Lösung...