Beiträge von EschBorn

    Ich frag mich nur, was ein Update bringen soll.

    Wenn Du Dich das ernsthaft fragst, dann ist die Antwort: für Dich gar nichts. Offensichtlich verstehst Du nicht was man mit Softwareupdates in einem modernen vernetzten Auto alles machen kann. Dann befasse Dich besser gar nicht damit, es scheint zwecklos. Die Liste von Verbesserungen und zusätzlichen Funktionen, die man bei einem Fahrzeug wie dem Born über Softwareupdates erreichen könnte ist sehr lang. Softwareupdates machen das Auto besser. Man kann das Auto damit noch Jahre werthaltig auf dem neusten Stand halten.



    Als wir Verbrenner fuhren, gab es auch schon Displays und Software. Och kenne keinen, der ds ständig nach Updates rief :)

    Als DU Verbrenner gefahren bist vielleicht. Augen auf beim Fahrzeugkauf. Mein letzter Verbrenner, den ich von 2020-2023 gefahren habe, hat in dieser Zeit 6 Updates bekommen. Und mit jedem Update wurde das Fahrzeug noch besser. Sie haben das Navigationssystem grundlegend verbessert, das Automatikgetriebe optimiert, so dass es besser geschaltet hat. Das hat den Verbrauch gesenkt und die Fahrleistungen verbessert. Es wurden neue Funktionen für das Entertainment System geschaffen, Tagfahrlicht hinten wurde per Update eingespielt und viele Optimierungen geliefert, die das Auto auch noch nach 3 Jahren auf dem neusten Stand gehalten haben. In Fachkreisen nennt man das Kundenfreundlichkeit und Innovation. Wenn man aber mit der erbärmlichen Leistung von Cupra zufrieden ist, dann akzeptiert man genau dieses kundenunfreunliche Verhalten. Bestandskunden sind egal, die haben ja das Auto bereits.

    Ich würde sagen alles was länger als ne Stunde Fahrtzeit hat (ohne Stau/stop and go/Behinderungen). Allerdings ist das auch stark subjektiv manche fahren ja täglich 3 Stunden Auto und finden das "normal".

    Und manche quälen sich eine Stunde durch die Stadt und legen dabei gerade mal 10km zurück. 😛

    Ich würde auch sagen 80-100km. Dann ist der Akku je nach Fahrweise so um die 20% entladen.

    . ja was ist eigentlich passiert, dass jeder nur noch Schrott abliefert?

    Ich kann Dir aus meiner langjährigen Erfahrung im Bereich von Enterprise (B2B) Software sagen was passiert:


    1) eine komplett neue Plattform zu entwickeln dauert Jahre. Die Zeit hat niemand und es ist enorm schwierig, wenn nicht gar unmöglich heute zu wissen wie die Software aussehen soll wenn sie dann in 5 - 8 Jahren „fertig“ ist. Zumal sie nie fertig wird. Also werden neue Funktionen, Schnittstellen, Workflows und Architektur an das alte System angeflanscht. Zwischendurch müssen noch Kunden migriert werden. Das Ganze ist dann in etwa so als würde man während der Fahrt die Räder wechseln. In solchen Prozessen gibt es unendlich viele Dinge die falsch laufen können.


    2) unklare Zuständigkeiten, interne Konkurrenzkämpfe, inkompetentes, arrogantes Management. Dass alles führt zu Prozessbrüchen, Personalfluktuation und Frustration. Speziell in Konzernen ist das ein weit verbreitetes Problem


    3) ständig wechselnde Prioritäten und Anforderungen, sogenannte „Moving Targets“ machen es so gut wie unmöglich gute Produkte in „Time and Budget“ abzuliefern


    4) verschlafene Entscheidungen


    5) Termindruck


    5) nicht vorhandene oder grottenschlechte Supportstrukturen- und Prozesse


    Ich könnte noch beliebig weitermachen. Mit Software tut sich die Automobilindustrie im allgemeinen schwer. Da gibt es bessere und schlechtere. Der VW Konzern gehört zu den schlechtesten. Was mich am meisten nervt ist neben der schlechten Software der unmögliche Umgang mit Bestandskunden.


    Wenn ich als Kunde gezwungen werde mir einen Account anzulegen und mein Auto damit zu verknüpfen damit ich bezahlte Funktionen nutzen kann, dann würde ich erwarten dass Cupra mit mir auch kommuniziert. Sie kennen mich, sie kennen mein Auto und sie wiesen welche Software auf meinem Auto läuft. Was machen sie? Nichts, rein gar nichts. Die ducken sich weg und schieben die Werkstätten vor, welche sie auch nicht unterstützen. Keine Informationen ob es Updates gibt, wann…einfach gar nichts. Ich habe durchaus Verständnis dafür dass Software verbuggt ist, ich habe aber keinerlei Verständnis für das Problemmanagement von Cupra/VW. Das ist für mich eine glatte 6. Ich vertraue denen einfach nicht bis sie mir das Gegenteil beweisen.


    Aber dein 90er Motorola Handy konnte gar keine Bluetooth Verbindungen zu zwei Geräten herstellen. Davon abgesehen, dass Entwickler vor 30 Jahren noch motiviert waren und heute...

    Es brauchte nicht mal Bluetooth Verbundung, es ist auch ohne ständig abgestürzt. Sie konnten es nicht besser. 😂

    Sehr kurzsichtige Sicht- und Denkweise... Ich bin jetzt schon ein paar Autos mit der neueren Software gefahren, die macht so ziemlich alles besser als bisher. Das es in Vergangenheit nicht rund lief im Softwarebereich der VAG, ist allseits bekannt. Dennoch ein neueres Produkt kategorisch auszuschließen, nur weil es aus "dem Konzern" ist, halte ich für weltfremd, vielleicht schon ein Stück weit kindisch? (Erinnert ja schon fast an Apple vs. Android, inkl. derer Fanbases...)

    Es ist das Mindset was mich stört. Fehler passieren und für eine lausige Architektur die zu einer schlechten Software führt, weil das Management versagt hat, habe ich sogar noch ein gewisses Verständnis, solange man es nach Kräften hinterher korrigiert. Das sehe ich allerdings nicht, denn das Krisen- bzw. Fehlermanagement dieses Konzerns ist einfach nur erbärmlich. Von Skoda und Audi und auch von der Kernmarke VW hört man auch ähnliches. Keine Kommunikation bezüglich des Umgangs mit Bestandskunden ist das was für mich den Ausschlag gibt. So nach dem Motto „wir glauben es mit unserer neuen Software im Griff zu haben aber was mit den Bestandskunden und ihrer lausigen Software passiert ist und sch…egal“. Diese „Fehlerkultur“ hat dieser Konzern schon eindrucksvoll im Dieselskandal bewiesen. Fehler leugnen und nur das zugeben was man ihnen beweisen kann ist ein Mindset was dort verankert ist. Und anschließend die betroffenen Kunden im Regen stehen lassen. Daher ist es weder kindisch noch Fangebaren zu sagen ich will mit diesem nichts mehr zu tun haben. Und kurzsichtig sind diejenigen die dieses Verhalten schnell vergessen und die Produkte weiter kaufen als wäre nichts gewesen. Dann machen sie nämlich so weiter.