Beiträge von city_lion

    Nachts um 1 auf nem dunklen Partkplatz ist nicht immer so witzig. :)

    Ach da mache ich mir gar keine Sorgen. Wenn man sich schon selbst als Ladepussy bezeichnet und weil man Angst vor zu viel Reichweite hat sich diese auch noch selbst beschneidet, dann fährt man doch sicher nicht um ein Uhr Auto.


    Natürlich ist das Auto schuld, weil es kein 800V System hat wenn man bei Frost und Schneefall länger braucht. Wenn man gleichzeitig eine Allergie gegen Fastfood ja sogar das Betreten von Markentankstellen hat würde ich Zugfahren oder Fliegen empfehlen.

    Ich mag halt die BC Werte schon seit Verbrennerzeiten nicht, da war Spritmonitor für echte Werte eine gute Hilfe.

    Das klappt aber beim BEV nicht, da man nicht immer bis zur gleichen % Zahl lädt und dann die Verbräuche pro 100 km für den jeweiligen Fahrtzeitraum von Ladung zu Ladung nicht stimmen.

    Nunja - man kann im Spritmonitor ja jedesmal angeben, ob es ein "Vollladen" oder "Teilladen" ist und nur beim Vollladen wird der Verbrauch aller Teilladungen bis dahin berechnet. Man muss sich nur einen immer gleichen SOC Wert aussuchen, bei dem man eben "Vollladung" angibt, dann stimmt das schon. Bei mir habe ich 80% SOC als Vollladen für mich festgelegt, alles andere egal ob weniger geladen oder auch mal bis 100% geladen sind Teilladungen. 80% ist für mich meine Standardeinstellung, deswegen kommt das schon oft genug vor - den Cupra Care Mode der im Winter bis 90% lädt nutze ich nicht.



    Sich die Mühe jedes Mal anhand des SOC den Verbrauch gleich zu rechnen lohnt nicht. Meiner Erfahrung nach stimmt die SOC Anzeige gar nicht so genau, dass da dann für tlw. sehr kurze Strecken, bei denen man nur mal g'schwind irgendwo zwischendurch geladen hat sinnvolle Werte rauskommen. Wenn man dann mal nur 10kwh oder weniger lädt, hatte ich schon manchmal an sommerlichen Temperaturen einen Tag "nur" 15kwh/km und danach nach nur 12km gefahren errechnete ich 26kwh/100km - beides war sicher falsch. Ich hatte schon so Fälle, da stellst du nach langer Fahrt das Auto mit warmen Akku und 12% SOC ab. Am nächsten Tag fahr ich dann das Auto erst zur Ladesäule (300 Meter) und da zeigt das Auto dann bei über Nacht durchgekühltem Akku 7% an. Welchen Wert würdest du denn da für deine Rechnung heranziehen? Hätte ich am Abend davor geladen, würde dann ja plötzlich eine ganz andere Rechnung aufgestellt. Habe ich da wirklich 5% des Akku also 2,85kwh verbraucht - das wären ja 950kwh/100km.


    Am Ende entsteht übers Jahr so eine umgekehrte Glockenkurve:

    Screenshot 2026-01-02 011509.png


    Bei meinem E-Up bei dem die Daten über 4 Jahre gingen, wurde die Kurve dann mit immer mehr Daten mehr geglättet - dort natürlich auf niedrigerem Niveau, nicht nur weil dieser sparsamer wäre, sondern sicher weil damit war man ja auch langsamer unterwegs und der Autobahnanteil sicher geringer war:

    Screenshot eUp-Verbrauch.png


    Aber ich bin gespannt was du so an Realverbräuchen nach einem vollen Jahr ausrechnest.

    Na ja der kleine Akku kommt dann schon seine Grenzen. 4kwh sind knapp 7%, gerade wenn man oben rum nochmal 7% SoC drauf packen will dauert das schon ein wenig länger als ne Minute ;) Da ist dann die Aufteilung auf zwei Stopps evtl doch die schnellere Alternative.

    Also eine meiner letzten Langstrecken Stuttgart-Dresden sah die Ladeplanung so aus.


    Screenshot 2026-01-07 215642.png


    Und ABRP ist hierbei schon auf "lange Stopps" eingestellt. Hier jetzt statt auf 68% jetzt auf 75% zu laden, ist doch kein Drama. Abgesehen davon ich wäre ja mit 7% weniger angekommen. Aber so viel war es gar nicht - ich bin aus Akku vorgeheizt mit 98% los gefahren. Also wäre die Ladung eher statt 7->68% 5->68% gewesen. Ganz ehrlich - so knapp war es gar nicht - diese "fehlende" Energie zur ABRP Vorplanung wird wohl schon alleine aufgrund der konservativen Planung des ABPR real eingefahren. Real hatte ich bei beiden Stopps "zuviel" geladen - beim ersten Stopp weil zwei Erlkönige von BMW angeschaut werden mussten, beim zweiten Stopp weil der Hunger gestillt werden wollte. Statt den von ABRP geplanten 130 km/h bin ich sogar viel Strecke 150 km/h gefahren. Angekommen in Dresden bin ich dann sogar mit über 50% SOC statt den geplanten 30% (ich wollte am Ziel nicht nochmals laden).


    Ich weiß nicht - warum so viele Angst haben und meinen jeden km Reichweite durch Tricks rausholen zu müssen. Sei es durch Vorheizen an der Wallbox, schleichen oder Fahren mit Mütze und Handschuhen. Ich sehe in der Praxis keinerlei Einschränkung in meinem Fahrverhalten und komme trotzdem bequem ans Ziel - selbst mit dem "kleinen" Akku von nur 60kwh.

    Da würde ich widersprechen. Wenn wie aktuell bei deutlichen Minustemperaturen der Verrbauch auf Kurzstrecken um 30% und auf Langstrecken um 15% steigt, dann fällt die Reichweite schon deutlich zusammen.


    Mit dem VZ wrüde ich im Sommer die 600km mit einem Stopp schaffen, im Winter niemals. Es sei denn, man fährt tatsächlich bei Minustemperaturen ohne Heizung, dafür mit Mantel, Mütze und Handschuhen. Es gibt tatsächlich Leute, die fahren so, um zu sparen.

    Dir ist wohl entgangen, dass ich hier nur den Vergleich Winter-Strecke mit Vorheizen aus der Wallbox gegen Winter-Strecke mit Vorheizen aus dem Akku verglichen habe. Da dachte ich sogar die 4kwh die dann beim Start fehlen eher sogar großzügig geschätzt. Und NUR DIESE 4kwh machen bei zwei Stopps gar nix aus. Ich ertappe mich regelmäßig, dass ich mir beim Essen viel zu viel Zeit lasse und das Auto einfach zu schnell lädt. Bei zwei Stopps bin ich jedenfalls so lange unterwegs, dass ich einmal eine Mahlzeit zu mir nehme und dazu mein Fahrzeug verlasse.

    Das gleiche Thema mit Ladeverlusten: die interessieren mich ab dem Moment des Fahrtantritts nicht mehr! Ich will nur wissen, wie weit komme ich mit der Akkuladung und somit wie hoch ist der Verbrauch während der Fahrt, wieviel nutzbare Kapazität enthält die Batterie im Moment.

    Interessante Herangehensweise. Mir ist die Reichweite umgekehrt egal. Ich fahre im Winter vielleicht 4 mal Langstrecke und da ist es mir egal ob ich schon nach 250 oder 270km pissen und laden gehen darf. Selbst auf 600km Langstrecke erhöht das vielleicht einen Ladestopp um ne Minute, aber niemals die Anzahl der Stopps die nötig sind ich lade dann irgendwann einfach 4kwh mehr.

    Die durchgekühlten Sitze sind bei dir oh. Sitzheizung binnen einer Min. warm? 8|
    Der ausgekühlte Innenraum muss doch erstmal die Wärme aufnehmen - das kann doch so schnell nicht geschehen. Oder meinst du, dass die Luftauslässe nach 1 Min. warme Luft liefern?

    Zwar hatte ich die Behauptung nicht aufgestellt, aber ja - bei mir ist das so. Die Luftauslässe liefern sogar schneller warme Luft, es lohnt sich schon wenn man wirklich nur den kurzen Weg vom Büro zum Parkhaus das Auto vorheizt und wenn ich wie im Normalfall zuhause den Frühstückskaffee lang 15 Minuten vorgeheizt habe ist der Innenraum kuschelig warm. Da machen die noch etwas "kühlen" Sitze nur noch Warmduscher verrückt - ist ja nicht so, dass dieser Stoff soviel Kälte gespeichert hat wie eine Steinbank im Park. Bei meinem heißen Hinterteil ist der dünne Stoff der Sitze schon vom draufsitzen innerhalb einer Minute nicht mehr kalt - auch ohne Sitzheizung. Abgesehen davon - bei mir tut die Sitzheizung problemlos - mein Auto ist damit auch Warmduscher geeignet.

    Auf dem Bild sind es aber keine Typhoon Black/Copper. Somme/Winterreifen?
    Würde für den Vertrauensaufbau auch noch einen Aviloo Akkutest empfehlen, den gibt es aktuell noch immer für 49 Euro - da noch immer in Early Access Phase, dabei habe ich diesen auch schon im August'25 mit meinem Born ebenfalls gemacht.

    Wünsche jedenfalls viel Erfolg - ist wirklich ein schönes Auto. Schade kein Travel-Assist - ansonsten wäre es nahezu mein Auto und könnte ich mir als mein Leasing-Nachfolger vorstellen.