Lass mich raten, du hast die Möglichkeit an der heimischen Wallbox zu laden? Dann ist deine Aussage so korrekt
Als Laternenparker ist jedoch beides wichtig ich will auf Langstrecke mit nem gescheiten Peak nachladen können, aber die 10-80% Zeit ist mir wichtiger, weil es einfach viel öfter vorkommt. Doppelt so oft laden und beim Laden selbst 3 Minuten zu sparen ist im Alltag quatsch, wenn man dafür doppelt so oft extra zur Säule fahren muss. Alltäglich mit AC laden geht auch nicht, weil das weder auf Arbeit noch daheim möglich ist (und die Preise höher sind, als am Schnelllader).
Vor allem im Winter ist der Peak eh egal, weil nur bei längerer Batterieheizung als Fahrtweg erreichbar. Da ist eine gute Ladeleistung bis zu höheren Ständen wichtiger, der Akku wird schließlich warm beim laden und kann irgendwann schneller laden. Zusätzlich empfiehlt das Handbuch, wenn das Auto im Winter bei Frost abgestellt wird, einen Stand von min. 40%, da sind wir meilenweit vom Peak weg.
Gäbe es nen 77er, der durch bessere Kurve in 26 min von 10-80 lädt, wäre es für mich ein Upgrade, auch wenn er 40kW weniger Peak hätte.
Ja ich bin Laternenlader. Aber ich lade im Alltag eben an AC Säulen - hier in Stuttgart gibt es > 1000 öffentliche AC Ladepunkte. Allein hier in 500 Metern Umkreis meine Wohnung habe ich 7 Säulen á 2 Ladepunkte - also ich lade auch wie ein Zuhause-Wallbox-Lader vor Langstrecke um das Auto dann voll zu haben. Vielleicht ist das nicht Deutschlandweit repräsentativ - dein Beispiel zeigt eine HPC-Ladestrategie ist für den Alltag nicht unbedingt ideal. Als Laternenparker ist der alte Spruch "steht er dann lädt er" immer noch die beste Methode bequem durch den Alltag zu kommen.
Aber ganz ehrlich - das ist doch mal wieder so eine vorgeschobene Geschichte und nicht dein Alltag. Weil das Problem des kalten Akku an HPC in dieser Situation hast du doch auch bei einer "gleichmäßigen" Ladekurve. Oder glaubst du der kalte LFP-Akku lädt plötzlich auch bei 5 Grad mit 105 KW gleichmäßig durch? Realistischerweise wird er genau da anfangen wie ein Akku der sonst einen Ladepeak hätte und ebenso weit runterregeln muss. Ein wirklich kalter Akku wird auch NICHT wirklich beim laden warm - bei den dann z.B. realistischen 40kw Ladeleistung bleiben nicht so viel Verluste in Abwärme - als dass du bis zum Ende je 105kw siehst. Fazit: Wenn du wirklich 10-80% durch lädst macht es keinen Unterschied, weil ein Peak-Ladekurve degeneriert im kalten Zustand genau auf die selbe Ladekurve wie eine gleichmäßig ladender Akku, wenn du auf Strecke bist ist es aber sehr wohl ein Unterschied - siehe mein Beispiel - und das basiert auf 5 Jahren praktischer Erfahrung mit E-Autos und ich fahre durchaus mehr als nur um den Kirchturm.