Bei vorherigen Generationen funktioniert's ja zuverlässig. Offensichtlich hat man aber irgendwann/irgendwas "optimiert" (wahrscheinlich am Preis), keine (ausreichenden) Tests mit den neuen Produkten durchgeführt und sich blind darauf verlassen, dass der Zulieferer die Spezifikation einhält und die Dinger so funktionieren wie zuvor.
Bei vorherigen Generationen funktionierte so einiges zuverlässig.
z.B. die Innenraumleuchte bzw. das "Dachmodul", welches seit Einführung des Touch-Wahns auch regelmäßig getauscht wird.
Dass es bei der MEB-Plattform "irgendwie schnell" gehen musste, ist leider an so machen Dingen schnell zu erkennen. Sehr viele dieser Probleme (siehe Keyless-Entry) hätte man mit ordentlichen Tests sicherlich vorher herausfinden können.
Wer weiß, vielleicht hat man das sogar. Und es ignoriert bzw. gehofft, dass sich nicht ausreichend Kunden melden. Kosten/Nutzen und so.
Unverständlich ist für mich aber, dass unnötig Geld verschleudert wird, indem man die Griffe tauscht ohne sicher zu sein, dass die neuen einen zuverlässigeren Sensor haben.
Das hat System. Bei eindeutigen Softwarefehlern wird auch gerne mal die Hardware gewechselt. Ein sauteures Steuergerät wird getauscht, was dann mit identischer Software wieder ein identisches Fehlerbild liefert. Überraschung!
Ein Grund ist sicherlich, dass es seitens der Kommunikation zur Fehleranalyse und Fehlerbehebung (mit den Werkstätten) ziemlich planlos zugeht. Der sogenannte "Teileweitwurf". Werkstatt A macht das, was Werkstatt B schon vergeblich versucht hat. Alles mit Absegnung des Herstellers.
Ein anderer Grund könnte auch sein, dass man irgendwelche Reparaturversuche unternehmen muss, um Zeit zu gewinnen. Denn wenn man mit "Ja, ist ein Fehler, bekommen wir nicht gelöst" die Hosen herablässt, bietet das. ggf. eine offene Flanke für eine Rückabwicklung, da keine Mängelbeseitigung möglich ist. Das würde jeden Anwalt freuen.