Beiträge von Benni

    Ansonsten ist für mich der Wegfall der Kombination 60 kWh Batterie und 170 kW Motor beim ansonsten für mich sehr gelungen FL schon ein Wermutstropfen. Ich bin mit dieser Kombination in meinem MJ2025 Born sehr zufrieden und verstehe nicht, warum man das nicht mehr anbietet. Ist das in Verbindung mit der Edition Dynamic nicht eine der am häufigsten verkauften Konfigurationen gewesen?

    Das Problem bei kleinen Batterien und großen E-Motor Leistungen ist immer der Entladestrom. Um vergleichbare Werte über verschiedene Akku-Und Motorgrößen zu haben, nutzt man dafür die Einheit "C" (für capacity). Ein Entladestrom von 1C bedeutet, dass der E-Motor bei Spitzenlast die Batterie in einer Stunde leer saugen würde. Bei einem Entladestrom von 2C wäre die Batterie in 30 Minuten leer, bei 3C wäre es 20 Minuten, bei 4C wären es 15 Minuten...

    Das Problem bei der von Dir angesprochenen Kombination ist einfach 60kWh/170kW=0,35h --> 1/0,35h=2,8C.


    2,8C ist Wahnsinn, wenn man eine ordentliche Anzahl an Ladezyklen schaffen will ohne das der Akku massiv in die Degradation geht. Nur mal so als Vergleich: Für die Heimspeicher im Photovoltaik-Bereich wird eine maximale Lade/Entladeleistung von 0,3 bis 0,5C angestrebt. damit der Akku auch die 4.000 bis 6.000 Ladezyklen schafft. Alles über 1C ist ziemliches Gift für den Akku. Das ist auch der Grund, warum die Akkus in den Hybridfahrzeugen so schnell kaputt gehen. Für die E-Motoren dort sind die Mini-Akkus viel zu klein, damit werden die Ladeströme viel zu groß und die Akkus werden praktisch gegrillt. Hinzu kommt noch, dass natürlich mit immer kleinerem Akku die Anzahl der Ladezyklen bei gleicher gefahrener Strecke auch immer noch weiter ansteigt.


    Drum bräuchte man eigentlich im PKW-Bereich inzw. eher 100kWh Akkus (oder noch größer), einfach damit sich der maximale Lade/Entladestrom auf mehr Batteriezellen verteilt und somit der Strom je Zelle wieder geringer wird.

    Für Urlaub und weite Fahrten nutzen wir noch einen T6.1 (bei 2 Erw und 3 Kinder nötig).

    Wir sind mit dem Born 4-Sitzer (bei meinem Fahrzeug gibt es hinten nur 2 Sitze, weil das Leergewicht aufgrund des 77/82kWh Akkus so groß ist, daß die Zuladung nicht für 5 Personen ausreicht) im letzten Herbst von Hannover nach Rom gefahren mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern...

    Bei einem Benzinpreis von aktuell >2 € braucht es fast keinen weiteren Grund mehr. Tendenziell wird das Niveau nicht nur in der aktuellen Situation so hoch oder höher sein.

    Das habe ich gestern Morgen selber bei meinen Arbeitskollegen erlebt. Viele von denen haben ein kleines E-Auto als Zweitwagen und den "Familienbomber" als Verbrenner. Gestern Morgen gingen auf einmal die Diskussionen los, ob es die E-Kleinwagen mit den kleinen Akkus wohl bis nach Osnabrück, Düsseldorf, ... schaffen würden. Da wollen jetzt doch so Einige am Wochenende mit dem E-Kleinwagen auf "Langstrecke", der Diesel-Preise wegen.

    Warum ich elektrisch fahre?

    Ich war es einfach leid meinen kompletten Tagesablauf nach den schwankenden Tankstellenpreisen auszurichten. Wenn man 50.000km/Jahr fährt und alle 2 Tage volltanken muss, wird es echt nervig da immer den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Im April 2025 hat der alte Diesel nach 10 Jahren und 500.000km mit einem kapitalen Motorschaden in der Werkstatt die Segel gestrichen.

    Mein alter Audi a3 2,0 tdi hat sich jedes Jahr 3.500 Liter Diesel genehmigt, also 6.000€ jedes Jahr nur für Treibstoff. Mit dem Born bin ich jetzt dank Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bei ca. 2.800€ Stromkosten jährlich, also 3.200€ jedes Jahr fürs Sparschwein. ;)

    In 11 Monaten hat der Born jetzt 46.000km abgespult, davon 90% Autobahn. An jedem Arbeitstag bekommt der Wagen so knapp 250km aufgebrummt. Es ist mein erstes E-Auto und ja, der schafft die 250km auch im Winter mit 130km/h. Nach den ersten 30-40km ist die Batterie warm und der Verbrauch geht runter.


    Außerdem: Ja, ich bin Elektro-Ing. und unterrichte an einer Berufsschule.

    .. und wieder keine "richtige" Anhängerkupplung, mit der man auch einen Anhänger ziehen kann. :thumbdown:

    Dabei sollen sogar der kleinere ID.Polo und der Cupra Raval eine Kupplung bekommen.

    Cupra hatte ein gewisses Sonderkontingent und konnte deswegen eine gewisse Anzahl später zulassen.

    So einen habe ich leider auch erwischt. Born mit 231PS, 82/77kWh Akku und 4-Sitzer, Erstzulassung vom Händler war im Februar 2025. Hab ihn dann mit 7km auf der Uhr als Tageszulassung im April 2025 für 38k€ gekauft. Software 3.x ….


    Da der neue Born aber wieder keine richtige Anhängerkupplung hat, wäre ich auch nicht bereit mehr als 40k€ für das Fahrzeug mit 79kWh Akku auszugeben.


    Mein Born hat jetzt in den ersten 11 Monaten, in denen er bei mir ist, 46.000km abgespult. Also 50.000km Jahresfahrleistung ist angesagt.

    Preis und ansonsten höherwertiges FL Produkt könnten die 30kw kompensieren.

    Klar können sie das. Aber das Fahrzeug entspricht in wesentlichen Punkten nicht dem Fahrzeug, das im Kaufvertrag beschrieben wurde. Entsprechend kann der Kunde die Änderungen akzeptieren, muss es aber nicht.

    In Bezug auf „höherwertig“ muss ich immer an meinen alten Fahrlehrer denken. Die Geschichte ist zwar schon 30 Jahre her, passt aber sehr gut. Er hatte damals ein neues Fahrschulauto bestellt. Das Auto wurde auch gleich für den Fahrschulbetrieb umgebaut mit Pedalen im Beifahrerfußraum usw. Usw. …

    Bei der Fahrzeugübergabe an ihn mußte er dann feststellen, dass das Fahrzeug im Rahmen der Modellpflege ein Automatikgetriebe bekommen hatte. Er hatte aber eine Handschaltung bestellt. Jetzt mag man argumentieren, dass das Automatikgetriebe höherwertig ist, aber dadurch wurde das Fahrzeug für den Fahrwchulbetrieb unbrauchbar, weil zumindest damals die Fahrschüler die Handschaltung erlernen mussten und auf einem Handschalter die Prüfung gefahren werden musste. Die Annahme des Fahrzeugs wurde bei der Übergabe entsprechend verweigert und es kam zum Gerichtsprozess bezüglich des Schadenersatzes anstelle der Leistung. Da ging es dann auch um den Verdienstausfall, weil die Fahrschule ohne Fahrzeug ja nicht arbeiten konnte. Die Fahrschule hat damals gewonnen. Der neu eingestellte Fahrlehrer hatte ja kein Arbeitsgerät.


    Ihr seht: Einfach zu argumentieren „das ist jetzt aber höherwertiger“ läuft nicht.