Ich will mal meine Geschichte erzählen, wie es mir mit der Elektromobilität erging. Wir hatten in der Familie immer zwei Autos: zuletzt einen Polo, mit dem meist meine Frau die Kurzstrecken erledigt hat, und einen Seat Leon ST, der für meinen Arbeitsweg, die Urlaubsfahrten (Norwegen, Schweden, Normandie, Toskana usw.) und meine Dienstreisen herhalten musste. Letzten Sommer hat der TÜV uns vom 15 Jahre alten Polo getrennt. Meine Frau wollte keinen Verbrenner mehr, kurzfristig verfügbare elektrische Kleinwagen gab es aber auch nicht so viele. Letztendlich wurde es ein Opel Corsa mit 49kWh nutzbarer Batterie. Ein tolles Auto für den Alltag, nix für weite Strecken. Dachten wir zumindest.
In den Winterferien hatten wir eine Tour nach Kopenhagen geplant, ca. 700km einfache Strecke. Und ein paar Tage vorher zerfährt uns ein Traktor den Seat, Totalschaden. Also musste der Corsa ran. Mit einem Kleinwagen mit kleiner Batterie bei knackigem Frost nach Dänemark. Schlimmer gehts nicht.
Nur: Es war gar nicht schlimm. WIr sind auf der Autobahn gemütlich gerollt, so ca. 110-120km/h. Wir mussten dreimal nachladen. Auch das klappte gut. Beim letzten Mal ging es nur um ein paar Kilometer. Der Zeitverlust gegenüber früheren Verbrennerfahrten war sehr überschaubar. Und ich glaube, mir haben die Pausen gut getan. Ich war noch nie so entspannt, nach so einer langen Tour. Deswegen freue ich mich auf meinen Born, und auch auf die Fernfahrten mit ihm.