Nach 2 1/2 Jahren Born-Erfahrung kann man sich schon ein Urteil erlauben.
Die Begeisterung bezüglich Fahrverhalten und Assistenzsysteme ist noch immer vorhanden. Die Sprachbedienung verdient Lob und funktioniert bei mir aller meistens im ersten Ansatz. Habe da deutlich negativere Erfahrung mit Ford oder Mercedes, die damals fast nichts verstanden. Die Verarbeitung geht auch in Ordnung, obwohl der Plastikanteil im Innenraum sehr dominant ist (Konzernstrategie).
Was jedoch zu bemängeln ist. ist die sehr zähe Upate-Politik mittels Ausrollen der neuen Software über Wellen, die scheinbar Monate braucht. Niemand weiß somit wann und ob er dran ist, auch wenn's in der FIN-Abfrage auf der australischen Seite vorgemerkt wird. Ebenfalls sehr negativ ist die DC-Ladeleistung, die, egal ob Winter oder Sommer, immer unterirdisch ist. Im Sommer ein kurzer Peak über 100 kW, dann schnell abfallend; im Winter kaum mal 75 kW. Es fehlt an allen Ecken die Akku-Vorheizung. Diese wäre meiner Meinung nach per Software umsetzbar. Hier sieht man. wie schnell man innerhalb drei Jahren ein veraltetes E-Fahrzeug besitzt, da bessere Software nur in Verbindung mit zusätzlichen und neueren Hardwarekomponenten umsetzbar ist. Hier ist bei Tesla eine andere Strategie vorherrschend. Es sind häufig schon alle Komponenten wie Kameras rundum verbaut, die dann nur noch softwareseitig angesprochen werden müssen (Top-View gab's bei Cupra im Frühjahr 2022 noch nicht mal auf der Bestellliste).
Meine damals mitbestellte Wärmepumpe für 1000 Euro bleibt ebenfalls den Beweis ihres Verbrauchsvorteiles schuldig. Einziger Vorteil: man hat ein umweltfreundlicheres Kühlmittel als das ungeliebte R1234yf in der Standard-Klimaanlage.
Alles in Allem ein gemischtes Erlebnis, einen Born zu fahren. Mit der V5 ist bestimmt vieles besser. Jedoch dafür einen neuen zu kaufen, lohnt nicht. Vor Allem, da die Gebrauchtwagenpreise für E-Modelle im Keller sind und der Umstieg viel Geld verbrennt.