Beiträge von Georgie

    Aaaalso:


    10% auf 80% juckt mich nen Kack. Kommt bei mir nicht vor. Hätte ich regelmäßig Strecken vor der Brust, die so viel Nachladen erforderten, würde ich etwas Komfortableres fahren und mit größerem Akku.


    Wenn der Hersteller für den Ladehub 26 Minuten angibt, geht es "in der Praxis" nicht in 24 bis 25 Minuten. Die Herstellerangaben sind schon Idealwerte unter Laborbedingungen.


    Langlebigkeit ist kein Argument. Erstens landet die Karre nach drei Jahren sowieso wieder beim Händler, und zweitens ist ein angenommener NMC-Worst-Case von einer halben Million Kilometern, bis der Akku durch ist, jetzt kein ernstzunehmendes Schreckensszenario. :P


    Die Gefahr ist doch, dass die inhärenten Nachteile des LFP-Akkus (geringere Energiedichte, schlechtere Effizienz beim Laden und Entladen, desaströses Verhalten im Winter) die vermeintlichen Effizienzzugewinne des neuen Motors direkt auffressen und wir uns im Kreis drehen. Und genau deshalb wäre es allmählich an der Zeit, dass da Fahreindrücke und intensivere Tests kommen. Darum geht es letztlich. Die Fords sind seit Januar mit dem APP350 bestellbar, gefahren ist das bis heute aber niemand, wie es aussieht. Im Wartesaal ist die einhellige doch Erfahrung auch, dass die Einstiegsmotorisierung nach hinten geschoben, aber trotzdem weiter verkauft wird. Und das ist ne Sauerei.

    Lutscht der Dongle nicht die 12V-Batterie leer? Hatte vor vielen Jahren Besuch vom ADAC, weil ich testweise so einen Dongle drin hatte und aus Versehen über Nacht stecken ließ. Der dann natürlich dauerhaft per Bluetooth verbinden wollte und nicht automatisch ausschaltete. Vor und nach jeder Fahrt im Sicherungskasten herumzukriechen hätte ich ja keinerlei Lüste drauf.

    Schön wäre ob man es einfach übergeben kann an das autoeigene Google Maps. Denn Android Auto braucht ja kein Kabel mehr im Auto. Da kann man die gerade noch am Handy geplante Tour am Auto nutzen und der Akku wird nicht zusätzlich belastet.

    Kabellos zieht dir Android Auto aber im Nu den Akku leer. Ist eigentlich nicht praktikabel, das Handy abseits kurzer Fahrten nicht am Kabel zu halten.


    Ist übrigens ein ganz schöner Aufwand, Auto und Handy nach einer bereits eingerichteten Wireless-Verbindung nochmal dazu zu bewegen, die Datenverbindung ausschließlich übers Kabel laufen zu lassen und darüber nicht nur zu laden.

    Vielleicht ganz spannend für die Technikinteressierten unter uns:


    Audi bietet im Facelift des Q4 e-tron als Einstiegsvariante den APP350-Motor in einer Leistungsstufe mit 150 kW/204 PS an. Gekoppelt ist der nicht mit dem von Ford, Cupra und VW bekannten LFP-Akku, sondern mit dem alten 63-kWh-brutto-Akku mit NMC-Zellchemie und 160 kW Ladeleistung.


    Kurioserweise kommt der gleiche Motor auch bei der kleineren der beiden Allradvarianten zum Einsatz, nur dann halt mit großer Batterie und einem kleinen Hilfsmotörchen an der Vorderachse.


    Audi Q4 e-tron: Elektrischer Bestseller wird noch funktionaler
    Audi macht den elektrischen Bestseller Q4 e-tron noch vielseitiger und funktionaler. Im Innenraum überzeugt das überarbeitete Modell mit einer neugestalteten…
    www.audi-mediacenter.com

    Vor der Abfahrt noch vollgeladen und mit aufgewärmtem Akku gestartet? Kurz zuvor Reifendruck erhöht? Stau, Baustellen, Radfahrer, sonstige Verkehrshindernisse aufm Weg? Zusätzlich zum schönen Wetter macht das alles was aus.


    Bin gestern meine 360-Kilometer-Runde zum Fußball und zurück (~50% Autobahnanteil) am Stück durchgefahren. Aus Übervorsicht für 20 Minuten an die Stoßstange eines LKW geklemmt, wäre gar nicht nötig gewesen, hatte am Ende noch 7% plus Reserve im Akku. Vonne Autobahn runter zum Ladepark, anschließen, paar kWh nachladen, zurück auffe Autobahn geht hochgerechnet auch nicht schneller, auch wenns natürlich weniger toddeslangweilig ist. Geht mit guten Bedingungen und etwas Selbstbeherrschung jedenfalls schon klar. Würde so eine Fahrweise aber keinen Passagieren antun wollen, die vergrault man damit nur.

    Bedenklich fand ich hinterher jedoch, dass hochgerechnet aus Verbrauch und verfahrener Strecke nur noch rund 50 kWh an Akkukapazität übrig sind. Damit hätte meiner in dreieinhalb Jahren und 45.000 km rund 4 kWh oder 8% Akku verloren. Find ich bei mäßiger Fahrleistung und schonender Akkunutzung schon recht viel.

    OK, aber trotzdem verstehe ich die Erwartungshaltung nicht. Das war doch ganz klar eine Werbeveranstaltung für die diversen Influencer und auch das erste Mal, das Cupra das Facelift Firmenfremden in die Hände gegeben hat. Natürlich zeigt die Firma da lieber zuerst das Beste, Größte, Tollste. Die wollen einen Hype haben und schicke Bilder in allen möglichen Medien.

    Ziemlich sicher läuft da jetzt eine strategisch geplante Marketingmaschinerie ab, wo jemand ganz genau geplant hat, wann wer welche Informationen bekommt. Das muss uns als Endnutzern nicht gefallen, aber so funktionierts nun mal...

    Dann brauche ich als Hersteller aber nicht irritiert zu sein, wenn meine Kunden erst einmal abwarten oder sich direkt woanders umschauen. Das ist für mich eine Frage der Transparenz, mein Produkt offen anschau- und erlebbar zu machen, -bevor- ich es verkaufe. Wer so wie ich kein Interesse an einem VZ hat, wird aus den ganzen blumigen Influencervideos der letzten Tage null Erkenntnisgewinn gegenüber der Vorstellung vor paar Wochen gezogen haben.


    Als tatsächliche, nützliche Verbraucherinformation sind bei dieser PR-Masche generell die kleinen Autoyoutuber hilfreicher. Die, die paar hundert Abonnenten haben, nicht auf der Schnellwahltaste von Cupras Presseabteilung stehen, die ihre Testfahrzeuge ganz ehrlich über Autovermietungen oder Probefahrten bei kooperativen Händlern akquirieren müssen. Die wollen einem nix im Auftrag ihrer glorreichen Corporate Overlords verkaufen, sondern können sich ehrliche Tests leisten.

    Good point bezüglich der Navigationskarte im Fahrerdisplay. In der Pressemappe zum ID.3neo steht explizit drin:


    Zitat

    Anders als die kleineren digitalen Instrumente im Vorgänger, bietet das neue „Digital Cockpit“ zudem verschiedene grafische „Views“ – inklusive einer Integration der Kartendarstellung des (optionalen) Navigationssystems.

    Diese Info fehlt in der Pressemappe zum Born, obwohl da natürlich die gleiche Software drauf läuft.


    Danke für den Link zu Inside-EVs. Die haben da eine schöne Mischung aus eigenen und offiziellen Pressefotos mit drin. Am auffälligsten ists bei den beiden Cockpitbildern, wo die angezeigten 80% Akku selbstverständlich exakt 480 km Reichweite ergeben, die 80% der ursprünglich angekündigten 600 km Reichweite sind. Alles natürlich nur Zufall. Zwinkizwonki. Die selbstgemachten Fotos zeichnen natürlich ein anderes, realitätsnäheres Bild.

    Die Folie mit den Regenerationseinstellungen ist auch spannend. Neben den reinen Verzögerungswerten (für die ab einer bestimmten kinetischen Energie sowieso die Reibungsbremsen benötigt werden) hätte man aber noch den maximalen Energiefluss zurück in den Akku angeben können.


    Apropos "realitätsnah": schade, dass wir offensichtlich noch paar Monate warten müssen, bis auch die Basisvariante ihren Weg auf Youtube findet. Kann man nur auf kleinere Kanäle hoffen, die sich die Autos aus Probefahrten oder Vermietungen holen.