Ich bin ja erst demnächst rein elektrisch unterwegs, aber dachte immer, dass der Peak relativ wenig aussagt.
Es zählt doch in der Praxis, nach welcher Zeit er z.B. 80% erreicht und damit auch, wie lange die Ladekurve oben bleibt.
was nützen mir Peaks über 150, wenn die nur ganz kurz erreicht werden. Insofern müsste man doch eher gucken, wie schnell und praxisgerecht der Ladevorgang hier am Ende an den meisten DC Ladern ist. Oder habe ich da generell noch was nicht verstanden? Ich hab zwar dann den 79er Akku, aber bin da trotzdem neugierig.
Das hängt vom jeweiligen Use Case ab und lässt sich nicht pauschalisieren.
Ich hab z.B. zweimal im Monat 370 Kilometer zum Fußball zu fahren, davon 50% Autobahn, 35% Landstraße, 15% innerstädtisch. Im Sommerbetrieb geht sich die Reichweite gerade eben ohne jede Reserve aus, wenn ich zwischendurch paar Minuten hinterm LKW herschleiche. Ist natürlich nicht praktikabel, also mache toppe ich von meist 15% auf 25% auf. Da juckt es mich nicht, wie schnell er noch bei 70% DC-Strom zieht, weils mir in dreieinhalb Jahren nicht einmal vorgekommen ist, dass ich so weit nachladen musste.
Vielleicht - es ist nur eine Hoffnung, weil der Konzern immer noch niemanden beim neuen Antrieb ans Steuer gelassen hat - will VW ja eine konservative, auch in winterlichen Verhältnissen erreichbare Ladeleistung angeben, anstatt mit internetanbietermäßigen "bis zu"-Werten nur Enttäuschungen zu produzieren. Die Wahrheit hinter den tollen Ladegeschwindigkeiten der Chinesen mit ihren LFP-Akkus ist doch, dass die Werte nur schwierig übers ganze Jahr und über die volle Spanne der Ladezustände zu reproduzieren sind. Über die Haltbarkeit auf Dauer darf man sich auch Sorgen machen, wenn der Akku jedes Mal mit astronomischen C-Werten zerschossen wird. Wenn VW stattdessen einen Akku samt Antrieb rausbringt, der zwar "nur" gut genug, aber unabhängig von Witterungsbedingungen immer gut genug ist, könnte ich damit leben.