Beiträge von Benni

    Ich finde dort gar nicht meine primäre Verlegeart wieder... Erdkabel (direkt im Erdreich verlegt). Dürfte aber bzgl. "Kühlung" nicht so übel sein. :S

    Verlegung in der Erde ist immer D. Aber achte darauf, dass das Kabel ggf. noch vorher im Haus ein paar Meter als Verlegeart B2 geführt ist oder so. Es gilt immer die geringste Belastbarkeit.


    Neben der maximalen Belastbarkeit gibt es noch bei langen Leitungen das Problem des Spannungsfalls. Zwischen Sicherungskasten und Wallbox darf die Spannung um maximal 3% abfallen. Wird es mehr, weil das Kabel länger wird, muß es zum Ausgleich dicker werden. Daher rührt dann ggf. auch 5x4 bei einer 11kW Wallbox oder 5x10 bei einer 22kw Wallbox, wenn diese sehr weit entfernt steht.

    Das muss ohne extra Kabel funktionieren, ansonsten wird das preislich aus dem Ruder laufen.

    Ein Netzwerkkabel darfst Du auch selber verlegen, da es nur Kleinspannung führt. Ggf. schiebst das Kabel einfach durch die Löcher in den Wänden fürs Stromkabel mit durch. Bei NYY 5x6 wird üblicherweise mit 25mm Durchmesser gebohrt. Da paßt so gerade eben ein Netzwerkkabel mit durch. Aber achte darauf, daß Du Verlegekabel nimmst (also starr) und, wenn das Kabel draußen verlegt wird, Netzwerk-Erdkabel, also solches mit schwarzer Außenisolierung.


    Hier mal ein Beispiel:

    --> https://www.kabelscheune.de/Ne…er-den-Aussenbereich.html

    Hier einmal der technische Hintergrund für die Kabelquerschnitte:

    --> https://www.vde-verlag.de/buec…783800762224_PROBE_01.pdf


    Interessant sind die Seiten 2 und 3. Dabei geht es neben dem Querschnitt auch um die Verlegeart, also wie gut oder schlecht das Kabel seine Abwärme an die Umgebung loswerden kann. Je mehr Wärme es (z.B. im feuchten Erdreich) abgeben kann, desto besser. Entsprechend ist eine Verlegung in einer wärmegedämmten Hohlwand der Worst-Case für ein Kabel. Außerdem wird auf den folgenden Seiten noch erklärt welche Korrekturfaktoren zu beachten sind, wenn man mehrere Kabel in einen Kabelkanale dicht an dicht zusammenpackt. Da heißen sich belastete Kabel ja gegenseitig auf, was ebenfalls nicht gut ist.


    Wichtig:

    • Einphasiger Wechselstrom: 2 belastete Adern
    • Drehstrom: 3 belastete Adern


    Eine 11kW Wallbox zieht durchgehend 16A, eine 22kW Wallbox durchgehend 32A. Diesen Strom muss das Kabel mindestens standhalten. Wobei ich da lieber noch etwas Zugabe geben würde, weil wenn man wirklich an die Grenze geht, wird das Kabel bei der Belastung bis zu 70°C warm, man hat also ordentliche Energieverluste.

    Das würde beim i3 als Beispiel bedeuten, dass ich am ersten Tag das Auto auf 0% leer fahre, um 22 Uhr heim komme, dann vor 8 Uhr los fahre und >600km am Stück fahren will.

    Mein Use-Case mit dem Cupra Born sieht so ähnlich aus. Ich fahre jeden Tag 250km Autobahn ohne Tempolimit. 25kWh/100km sind da schon angesagt. Ich brauche jedenfalls den 77kWh Akku.


    Mitunter komme ich erst um 22.30 bis 22.45 Uhr nach Hause und am nächsten Morgen geht es um 5.45 Uhr wieder los. Den Wagen da in 7 Stunden bei einer maximalen Ladeleistung von 11kW wieder startklar zu bekommen ist verdammt knapp.

    • Macht eine 22 kW Wallbox Sinn, auch wenn das aktuelle Auto nur 11 kW kann?

    Ich habe hier auch eine 22kW Wallbox.


    Was meiner Meinung nach klar dafür sprichst:

    • Die 22kW Wallbox ist praktisch kaum teurer als die 11kW Wallbox.
    • Das Material ist auch nicht so viel teurer. Ob der Elektriker jetzt ein NYY 5x2,5mm² Erdkabel oder ein NYY 5x6mm² Kabel verlegt, unterscheidet sich nur unwesentlich im Materialpreis. Der Arbeitslohn ist praktisch identisch.
    • 22kW Wallboxen müssen vorab beantragt und durch den Versorgungsnetzbetreiber (VNB) genehmigt werden. Er kann eine 22kW Wallbox auch ablehnen. Als ich damals meine 22kW Wallbox beantragt habe, war die Antwort des VNBs: "An dem 10kV Trafo in ihrer Wohnsiedlung können maximal vier 22kW Wallboxen betrieben werden. Sie sind der zweite Antragsteller. Antrag genehmigt." Heute gibt es hier eine Warteliste für 22kW Wallboxen. Haben ist da besser als Brauchen.
    • Es ist absehbar, dass die Akkukapazitäten weiter ansteigen. Der neue BMW i3 bringt z.B. 100-110kWh Akkukapazität mit. Wenn man diese größeren Akkus in einer Nacht geladen bekommen will, ist 22kW unausweichlich.

    Hier mal die bisher bekannten technischen Daten des neuen BMW i3: https://www.elektroauto-news.n…w-i3-mercedes-c-klasse-eq

    Dolce Vita halt. ^^

    Da nimmt man es halt nicht so genau,

    So, meine Guzzi darf jetzt auch ganz offiziell auf Radialreifen vom Hof rollen. :)


    Ich war erst beim TÜV Nord bei der Station, bei der ich im letzten Herbst nachgefragt hatte wegen der Einzelabnahme. Ergebnis: "Der Prüfer, mit dem sie damals gesprochen haben, ist nicht mehr bei uns. Für die §21 Einzelabnahme müssen sie zur TÜV-Station in 20km Entfernung."

    Also habe ich dort einen Termin gemacht und meine Guzzi vorgestellt. Da die Hauptuntersuchung auch fällig war, wurde diese gleich mit gemacht.


    Was lustig war:

    • Der Azubi, der bei meiner Guzzi unter Aufsicht des Ingenieurs die Hauptuntersuchung machen sollte, wollte dem Computer nicht glauben, als der bei Eingabe der Fahrgestellnummer sagte, daß die Maschine einen geregelten Katalysator hat. Der dachte echt, daß die Maschine mindestens 40 Jahre alt sei und nicht bloß 4 Jahre. Da haben die Italiner die Dame wohl richtig erfolgreich auf retro getrimmt.
    • Vor mir stand ein alter VW T2 Elektrotransporter auf der Bühne. Ein paar alte Herren waren am Nölen, wie man einen so schönen alten Bulli mit einem Elektroantrieb verhunzen könne und wollten gar nicht glauben, daß der Bulli mit seiner Siemens E-Maschine und dem Varta Batteriepack so wie er da stand bereits 1975 produziert wurde.
    • Als ich vor Ort wartete, weil Motorräder für die Prüfung ja wirklich vom Prüfer gefahren werden müssen und nicht nur auf der Hebebühne stehen, kam ein alter Lanz Bulldog zur Erstabnahme nach 3,5 jähriger Totalrestauration. Der Eigentümer ist mit dem Ding mit 17km/h Maximalgeschwindigkeit über 40km weit zum TÜV gefahren (einfache Strecke), weil sich der TÜV bei ihm im Ort auch geweigert hatte an so ein Fahrzeug überhaupt dranzugehen.

    Der Prüfer dabei immer nur: "Ja, dafür bin ich Ingenieur, dass ich das kann und darf."


    Und die ganzen Senioren, die morgens mit ihren 08/15-PKWs zur normalen Hauptuntersuchung kamen, schlackerten nur noch mit den Ohren. :D

    145€ für den ganzen Bums war jetzt auch nicht so teuer, wenn man bedenkt, daß der Dipl.-Ing. 1,5 Stunden mit meiner Guzzi beschäftigt war.

    Gibt es das aktuell auch noch, dachte Born ist immer ein 5 Sitzer, wo steht das mit den 4?

    Aktuell gibt es das wohl nicht mehr. Mein Born hat ein Leergewicht von 1.950kg und ein Maximalgewicht von 2.300kg (alle Daten aus dem Fahrzeugschein). Bei dem Leergewicht im Fahrzeugschein ist ein 75kg Fahrer enthalten, also sollte das Fahrzeug wirklich "leer" 1.875kg wiegen und hätte somit eine tatsächliche zuladung von 425kg. Wenn wir jetzt einmal realistisch 100kg für einen Erwachsenen samt Kleidung und ein wenig Gepäck annehmen, macht ein 5. Sitz in meinem Born gar keinen Sinn, weil der Wagen von der reinen Zuladung her mit der 5. Person mal gleich überladen wäre.


    Und ja, meine Rückbank besteht echt aus zwei Sitzen mit einer kleinen Ablagemulde in der Mitte, damit auch bloß niemand auf die idee kommt sich dort hinsetzen zu wollen. Gurte gibt es an der Stelle für eine 5. Person selbstverständlich auch nicht.

    Bekommt man von Cupra eine Traglastbescheinigung?

    Ja, bekommst Du. Aber damit das nicht zieg Monate dauert, mußt Du auf jeden Fall bei Cupra anrufen. Schicke ihnen keine E-Mail und schreibe es auch nicht in den KI-gestützten Support-Chat, denn dort kommt nichts zurück. Ich habe nach einem Telefonat die Traglastbescheinigung für meine Cupra Cyclone 18 Zoll Felgen nach 3 Tagen bekommen. Auf die anderen Kommunikationswege warte ich nach 6 Monaten noch immer.

    Hat noch schnell in den Häusern im Anschlusskasten die Phase mit auf eine andere Leitung gelegt und sagte: Drehstrom ist nicht die nächsten Tage.

    Hoffentlich hat der das nur aus Spaß gesagt und es nicht wirklich gemacht. Sowas führt ganz ganz schnell an "unechten Drehstormgeräten", wie z.B. dem E-Herd in der Küche zu einer Neutralleiterüberlastung und dann gnade Gott. Dann brennt nämlich wirklich das Haus ab. Bei "echten Drehstromgeräten", also z.B. Drehstrommotoren, führt dies aufgrund der Schieflast zur Zerstörung des Motors.

    Außerdem ist die Gefahr sehr groß, dass nachher nicht alles wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt wird.


    Ich würde jedenfalls keinen Wald und Wiesen Elektriker bei mir irgendwelche Phasen umlegen lassen. Dann könnte er nämlich gleich auch noch das komplette Lastmanagement umprogrammieren und in 3 Tagen dann wieder alles zurück.