Beiträge von Benni

    Für all die Tipps und wer was wie installiert hat kann man ja auch dankbar sein, wobei aber keine Kosten und Armotisierungsdauer aufgeführt sind.

    Ich könnte Dir meine Kosten nennen, nur sind die nicht repräsentativ, weil es fast ausschließlich Materialkosten sind. Außerdem gibt es bei den Kosten immer das Problem der Zurechenbarkeit. Als ich an meine Elektroinstallation aus dem Jahre 1978 Hand anlegen mußte, habe ich sie natürlich nicht bloß für die Last einer Wallbox ertüchtigt sondern gleich auch schon die Leistung für Wärmepumpe, Photovoltaikanlage etc. mit eingeplant, was die Größe der Verteilerschränke, die größeren Kabelquerschnitte etc. angeht. Diese Überdimensionierung im Bezug auf die Situation „Es ist nur eine Wallbox da“ kann man jetzt ja schlecht mit in die Kosten der Wallbox hinein kalkulieren. Wärmepumpe und PV-Anlage kamen erst Jahre später.


    Auch können wir nur schlecht eine Kostenschätzung für Dich abgeben, weil wir keine Ahnung von deiner Bestands-Elektroinstallation haben.


    Ich kann allen aber dringend empfehlen nicht auf Kante zu nähen bei der Leistungsfähigkeit der Elektroinstallation, wenn ihr schon einen Handwerker rufen müsst. Als warnendes Beispiel habe ich da immer meinen Arbeitskollegen vor Augen, der sich eine 10kWp Photovoltaikanlage hat aufs Dach montieren lassen, weil damals für alle Anlagen >10kWp (heute >30kWp) eine Gewerbeanmeldung notwendig wurde. Er mußte in dem Zuge den Aderquerschnitt in seiner Elektroinstallation von 6qmm auf 10qmm erweitern lassen. Der Handwerker hat ihm damals empfohlen gleich auf 16qmm umzurüsten, der Reserve wegen. Er wollte aber unbedingt Geld sparen und bestand auf 10qmm. Kupfer sei schließlich teuer. Ein halbes Jahr später wurde die Grenze von 10kWp auf 30kWp erhöht und besagter Arbeitskollege wollte zwei zusätzliche Solarmodule nachinstallieren lassen, weil so sein komplettes Dach voll war und alle Module zusammen ein großes Rechteck ergeben haben, was natürlich auf dem Dach schöner aussieht. Diese geringe Zusatzleistung von nur 700W hatte aber zur Folge, dass jetzt die komplette Elektroinstallation neu verdrahtet werden musste, weil jetzt 16qmm Aderquerschnitt das Mindestmaß war.

    Erik: Bei uns kommen halt die Fahrzeuge zu ganz unterschiedlichen Tageszeiten an und da will ich es vermeiden, dass die anderen Familienmitglieder anfangen die Autos umzustöpseln. Das endet nur im Chaos und am nächsten Morgen ist mein Auto nicht geladen, weil Töchterchen vergessen hat kurz vor Mitternacht wieder umzustecken.

    So steckt jeder, der nach Hause kommt, das Auto mit dem er nach Hause kommt, an die entsprechende Wallbox und der Last-/Lademanager übernimmt den Rest. Da muß niemand nachts mehr aufstehen zum Umstecken.

    Sollte meine 27kWp PV-Anlage genug liefern, werden selbstverständlich auch mal zwei Autos gleichzeitig geladen.


    Aber ok, ich habe das alles in Eigenregie installiert und den Elektriker, den ich als Dipl. Ing. selber ausgebildet habe, nur noch für die Abnahme geholt. Da sieht meine Kostenkalkulation für die Infrastruktur natürlich ganz anders aus, als wenn man das alles von einem Handwerker machen lassen muss.

    Bei mir läuft das ähnlich. Jedes E-Auto hat seinen „festen“ Stellplatz und damit auch seine jeweils eigene Wallbox. Allerdings brauche ich eine Priorisierung. Mein Born braucht Prio 1, weil er wirklich jeden Arbeitstag eine Akkuladung verbraucht (90% SoC bei Abfahrt, 10% bei Ankunft), wohingegen die anderen Fahrzeuge praktisch nur einmal pro Woche geladen werden müssten.

    Primär geht es mir dabei um die bequeme Nutzung des Überschussladens für beide Fahrzeuge außerhalb der Wintermonate.

    Dann würde ich aber gleich ein Lastmanagement einplanen, damit mit dem PV-Überschuss auch beide Fahrzeuge in etwa gleichzeitig (mit wenig) Leistung geladen werden und nicht das eine Fahrzeug voll geladen wird während das zweite gar nicht lädt… bzw. sich die beiden Wallboxen gegenseitig rauf und runter regeln, weil die Regeldynamik zu volatil wird.

    Ok, ich wohne in einem Altbau aus den späten 1970ern. Damals hat der Energieversorger hier einen Anschluss ins Haus gelegt, den man mit 80A absichern könnte und ihn mit 63A abgesichert. Die 80A waren die Reserve, falls jemand hätte elektrische Nachtspeicheröfen haben wollen. Heutzutage werden die Anschlüsse nicht mehr so großzügig dimensioniert?


    Was mich erschreckt hat: Als ich 2024 meine PV-Anlage aufgebaut habe, zeigte sich, dass die Elektroanlage noch als TT-Netz verdrahtet war. 1983, also über 40 Jahre zuvor, hatte der Netzbetreiber auf das zuverlässigere TNC-S-Netz umgestellt. Eigentlich hätte die Elektroanlage damals schon hätte umgebaut werden müssen.

    Kurz zur Info: Bei der Frage TT-, TN-, TNC-S-, IT-Netz geht es um die Erdung und wie zuverlässig der Fehlerstromschutzschalter auslöst, wenn der Föhn in die Badewanne fällt. In Süddeutschland ist, soweit ich weiß, TT noch immer der Standard, während in Norddeutschland TNC-S dominiert.

    Man muss dann immer abwägen: Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten für die 22 kW-Wallbox? Habe ich/plane ich eine PV-Anlage? PV-Überschuss wird nur bei wirklich großen Anlagen über 11 kW liegen.

    Gut, dass Du Photovoltaik (und Wärmepumpe) ansprichst. Selbst wenn die PV-Anlage nicht so groß wird wie bei mir (27kWp) ist man schnell dabei, dass man die interne Verdrahtung im Zählerschrank von 6qmm Kabelquerschnitt (üblich in dem 1970ern und frühen 80ern) oder 10qmm (üblich heute) durch 16qmm ersetzen muss. Bei mir war es jedenfalls so. Der Zählerschrank wurde also eh für die großen Dauerlasten ertüchtigt.

    Da bestanden bei der 22kW Wallbox die Zusatzkosten nur noch darin, dass ein NYY 5x6qmm Erdkabel zur Wallbox gelegt werden musste anstelle eines NYY 5x4qmm Kabels, das bei einer 11kW Wallbox ausgereicht hätte. Der Preisunterschied lag beim Kupferpreis des dickeren Kabels, also vernachlässigbar.

    Bandeira_TL

    Der Weg ist normalerweise der: Du beantragst als Kunde beim Netzbetreiber eine 22kW Wallbox. Das kannst Du selber ohne Elektriker machen, du brauchst dafür nur deine Postanschrift und die Zählernummer (Nummer auf dem Stromzähler). Wird die 22kW Box genehmigt, installiert der Elektriker dir eine 22kW Box. Wird der Antrag abgelehnt, installiert er die gleiche Box nur regelt er die Box dann auf maximal 11kW runter. Im Sinne der Zukunftssicherheit, es kommt ja auch mal das nächste E-Auto nach dem Cupra Born, würde ich immer versuchen eine 22kW Wallbox zu bekommen.

    Bei richtigen SR WR GJR bitte nur Markenhersteller. Welcher ist dann egal, Hauptsache Marke. Und kein Linglong, der Name klingt für mich immer wie der nette Onkel aus China😂.

    Bitte nicht an der falschen Stelle sparen

    Als ich vor einigen Jahren mit einem kleinen gemieteten Camper in Neuseeland unterwegs war, hatte der LangFeng Reifen montiert. Wenn man damit eine Paßstraße befuhr und nach jeder Spitzkehre im 2. Gang versuchte wieder ein wenig zu beschleunigen, drehten sofort die Reifen durch. Das erste und bisher einzige Mal, dass ein Camper (für die Reifen) übermotorisiert war. 8|

    Und der Linglong Reifen welchen VW verbaut hat war so schlecht?

    Die Linglong Reifen sind so schlecht, dass manche Händler auf eigene Kosten vor der Neuwagenauslieferung andere Reifen montiert haben, weil die Kunden sich geweigert haben die Fahrzeuge abzunehmen. Die Reifen die reinste Katastrophe.

    Auf dem VZ5 wie auch dem Id.Buzz war Hankook sogar als Erstausrüstung verbaut.

    Das steht heute leider nicht mehr für Qualität. VW liefert inzw. auch Fahrzeuge mit Linglong China Reifen aus.


    Ich bin mit Continental wiederholt auf die Nase gefallen, zuerst mit deren Winterreifen und jetzt erneut mit deren Sommerreifen. Aber der Born wurde halt auf Conti EcoContact 6 geliefert. Die Pannensicherheit, die der Reifen verspricht, hat bei mir nicht funktioniert, der Grip ist schlecht und der Verschleiß ist weitaus höher als beim Michelin Winterreifen.


    Bei über 50.000km Jahresfahrleistung ist Reifenverschleiß dann halt doch ein Thema. Ich habe noch nie Reifen tauschen müssen weil sie zu alt waren. 😉