Beiträge von Benni

    70 kW Dauerleistung sind halt überhaupt kein Problem

    Ich habe den 77/82kWh Akku an Bord. Selbst wenn wir von der Dauerleistung ausgehen, komme ich bei dieser Kombination immer noch auf 0,86C. Das ist zwar schon gut, weil <1C, aber immer noch nicht optimal.
    Beim 60kWh Akku wären es 1,17C und somit zuviel.


    In der realen Welt ist die Dauer der Beschleunigung mit hohem Energiebedarf durch den Geschwindigkeitsbegrenzer limitiert, und die Dauer der Rekuperation dadurch, dass man, naja, irgendwann nicht mehr fährt, sondern steht.

    Fahr mal den Großglockner runter und überlege dir wie lange da der Wagen am Stück rekuperiert. ;)

    Was müsste der Elektriker im Schaltschrank noch zusätzlich installieren?

    Fangen wir mal vorne an, ich gehe einfach von einer 11kW Wallbox aus. Oder hast du eine 22kW Wallbox?


    Damit der Born vernünftig läuft, benötigst du besagte Wallbox in der Garage. Diese Wallbox benötigt üblicherweise ein Anschlusskabel NYY 5x4mm², wobei der Querschnitt abhängig von der Schleifenimpedanz und vom Spannungsfall ist. Bei kurzen Leitungen reicht ggf. auch 5x2,5mm², bei sehr langen Leitungen muss es ggf. 5x6mm² sein. Zusätzlich benötigst Du ein LAN-Kabel zur Garage, da die Wallboxen je nach Modell gerne per LAN/WLAN nach Hause telefonieren und auch der Born gerne einen WLAN-Accesspoint in der Garage hat, um darüber für Updates etc. nach Hause zu telefonieren. Es gibt auch extra LAN-Kabel für den Außenbereich, zu erkennen an der schwarzen Ummantelung. Für die Steuerung der Wallbox benötigst du ein Telefonkabel. Ich würde da immer 8-adrig, verlegen, weil die Rundsteuerempfänger üblicherweise insg. 4 Relais haben und du so alle Kontakte in die Garage rüber holst. Auch da gilt wieder: Mußt du draußen durchs Erdreich, brauchst Fernmelde-Erdkabel, also z.B. A-2YF(L)2Y 4x2x0,8.


    Wenn es gut läuft, muss der Elektriker im Zählerschrank nur einen 4-pol FI/LS C16/0,03A installieren, z.B.: ABB DS2003NC C16 A30. So ein kombinierter Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter ist nur 4 Teilungseinheiten breit und mit etwas Glück paßt der auch noch in den bestehenden Schrank. Das Problem ist, dass mit den Arbeiten an der Elektroanlage der Bestandsschutz verfällt. Wenn der Elektriker also Hand an die Anlage anlegt, muss die Anlage danach überall, also auch in der Küche im Wohnhaus, aktuellen Sicherheitsstandards genügen. Da kann es dann teuer werden, weil ggf. Sicherheitstechnik nachzurüsten ist, die früher entweder nicht vorgeschrieben war oder gar nicht existierte.

    Hat man dagegen einen APP550 dürfte er sogar robuster als der VZ sein, da ihm ja weniger Leistung abverlangt wird.

    Achtung: Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat der VZ zwei E-Maschinen an Bord. Die e-Maschine auf der Hinterachse läuft durchgehend und fürs Beschleunigen wird eine zweite E-Maschine auf der Vorderachse zugeschaltet. Da hat der APP550 auf der Hinterachse im VZ die gleiche Spitzenleistung, nur fehlt der "nicht VZ"-Version der zusätzliche Motor auf der Vorderachse.

    Ich glaube nicht, dass da vor 2030 was komplett neues kommt, was den Born bzw. ID.3 ablöst.

    Ich denke schon, dass sie da etwas wirklich NEues mit einer neuen Plattform bringen müssen, allein schon der 800V Technik wegen. die MEB-Plattform ist einfach am Ende und hätteeigentlich schon lange im VW-Konzern durch die SSP-Plattform auf breiter Front abgelöst werden sollen. MEB+ ist ja auch nur eine Notlösung, weil sei SSP nicht fertig bekommen.

    Ansonsten ist für mich der Wegfall der Kombination 60 kWh Batterie und 170 kW Motor beim ansonsten für mich sehr gelungen FL schon ein Wermutstropfen. Ich bin mit dieser Kombination in meinem MJ2025 Born sehr zufrieden und verstehe nicht, warum man das nicht mehr anbietet. Ist das in Verbindung mit der Edition Dynamic nicht eine der am häufigsten verkauften Konfigurationen gewesen?

    Das Problem bei kleinen Batterien und großen E-Motor Leistungen ist immer der Entladestrom. Um vergleichbare Werte über verschiedene Akku-Und Motorgrößen zu haben, nutzt man dafür die Einheit "C" (für capacity). Ein Entladestrom von 1C bedeutet, dass der E-Motor bei Spitzenlast die Batterie in einer Stunde leer saugen würde. Bei einem Entladestrom von 2C wäre die Batterie in 30 Minuten leer, bei 3C wäre es 20 Minuten, bei 4C wären es 15 Minuten...

    Das Problem bei der von Dir angesprochenen Kombination ist einfach 60kWh/170kW=0,35h --> 1/0,35h=2,8C.


    2,8C ist Wahnsinn, wenn man eine ordentliche Anzahl an Ladezyklen schaffen will ohne das der Akku massiv in die Degradation geht. Nur mal so als Vergleich: Für die Heimspeicher im Photovoltaik-Bereich wird eine maximale Lade/Entladeleistung von 0,3 bis 0,5C angestrebt. damit der Akku auch die 4.000 bis 6.000 Ladezyklen schafft. Alles über 1C ist ziemliches Gift für den Akku. Das ist auch der Grund, warum die Akkus in den Hybridfahrzeugen so schnell kaputt gehen. Für die E-Motoren dort sind die Mini-Akkus viel zu klein, damit werden die Ladeströme viel zu groß und die Akkus werden praktisch gegrillt. Hinzu kommt noch, dass natürlich mit immer kleinerem Akku die Anzahl der Ladezyklen bei gleicher gefahrener Strecke auch immer noch weiter ansteigt.


    Drum bräuchte man eigentlich im PKW-Bereich inzw. eher 100kWh Akkus (oder noch größer), einfach damit sich der maximale Lade/Entladestrom auf mehr Batteriezellen verteilt und somit der Strom je Zelle wieder geringer wird.

    Für Urlaub und weite Fahrten nutzen wir noch einen T6.1 (bei 2 Erw und 3 Kinder nötig).

    Wir sind mit dem Born 4-Sitzer (bei meinem Fahrzeug gibt es hinten nur 2 Sitze, weil das Leergewicht aufgrund des 77/82kWh Akkus so groß ist, daß die Zuladung nicht für 5 Personen ausreicht) im letzten Herbst von Hannover nach Rom gefahren mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern...

    Bei einem Benzinpreis von aktuell >2 € braucht es fast keinen weiteren Grund mehr. Tendenziell wird das Niveau nicht nur in der aktuellen Situation so hoch oder höher sein.

    Das habe ich gestern Morgen selber bei meinen Arbeitskollegen erlebt. Viele von denen haben ein kleines E-Auto als Zweitwagen und den "Familienbomber" als Verbrenner. Gestern Morgen gingen auf einmal die Diskussionen los, ob es die E-Kleinwagen mit den kleinen Akkus wohl bis nach Osnabrück, Düsseldorf, ... schaffen würden. Da wollen jetzt doch so Einige am Wochenende mit dem E-Kleinwagen auf "Langstrecke", der Diesel-Preise wegen.

    Warum ich elektrisch fahre?

    Ich war es einfach leid meinen kompletten Tagesablauf nach den schwankenden Tankstellenpreisen auszurichten. Wenn man 50.000km/Jahr fährt und alle 2 Tage volltanken muss, wird es echt nervig da immer den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Im April 2025 hat der alte Diesel nach 10 Jahren und 500.000km mit einem kapitalen Motorschaden in der Werkstatt die Segel gestrichen.

    Mein alter Audi a3 2,0 tdi hat sich jedes Jahr 3.500 Liter Diesel genehmigt, also 6.000€ jedes Jahr nur für Treibstoff. Mit dem Born bin ich jetzt dank Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bei ca. 2.800€ Stromkosten jährlich, also 3.200€ jedes Jahr fürs Sparschwein. ;)

    In 11 Monaten hat der Born jetzt 46.000km abgespult, davon 90% Autobahn. An jedem Arbeitstag bekommt der Wagen so knapp 250km aufgebrummt. Es ist mein erstes E-Auto und ja, der schafft die 250km auch im Winter mit 130km/h. Nach den ersten 30-40km ist die Batterie warm und der Verbrauch geht runter.


    Außerdem: Ja, ich bin Elektro-Ing. und unterrichte an einer Berufsschule.

    .. und wieder keine "richtige" Anhängerkupplung, mit der man auch einen Anhänger ziehen kann. :thumbdown:

    Dabei sollen sogar der kleinere ID.Polo und der Cupra Raval eine Kupplung bekommen.

    Cupra hatte ein gewisses Sonderkontingent und konnte deswegen eine gewisse Anzahl später zulassen.

    So einen habe ich leider auch erwischt. Born mit 231PS, 82/77kWh Akku und 4-Sitzer, Erstzulassung vom Händler war im Februar 2025. Hab ihn dann mit 7km auf der Uhr als Tageszulassung im April 2025 für 38k€ gekauft. Software 3.x ….


    Da der neue Born aber wieder keine richtige Anhängerkupplung hat, wäre ich auch nicht bereit mehr als 40k€ für das Fahrzeug mit 79kWh Akku auszugeben.


    Mein Born hat jetzt in den ersten 11 Monaten, in denen er bei mir ist, 46.000km abgespult. Also 50.000km Jahresfahrleistung ist angesagt.