Beiträge von Benni

    Wenn ich privat 60tkm im Jahr fahren müsste würde ich mit über andere Sachen Gedanken machen wie ein Leasingangebot.

    Das ist halt die Kehrseite des Jobs "Berufsschullehrer". Bis man da wirklich einen Fuß in die Tür bekommt, ist man Mitte 30 und hat seine Familienplanung schon abgeschlossen. Und da das Modell der Hausfrauenehe heute nicht mehr Standard ist, kann man schlecht mit Frau und Kindern dem Arbeitsplatz hinterher umziehen.

    Letztlich auch immer eine persönliche Frage

    Das ist der Kern.


    Wenn ich an die Opportunitätskosten denke, sieht meine Rechnung z.B. so aus:


    • Bei einer Jahresfahrleistung von 50-60.000km müßte ich schon zwei Fahrzeuge mit jeweils 25-30.000km leasen bzw. finanzieren. Bei der Fahrleistung nimmt der Restwert ansonsten so schnell ab, dass mir keine Bank oder Leasinggeber ein Fahrzeug überläßt, weil die Sicherheit (also das Fahrzeug) im Fall des Kreditausfalls wesentlich weniger Wert ist als die Restschuld. Die Raten für zwei Fahrzeuge gleichzeitig wären entsprechend extrem hoch.
    • Bei einem Leasing hat man nach der Leasingdauer kein Fahrzeug mehr. Bei einer Finanzierung gehört einem das Fahtzeug nach dem Ende der Finanzierung. Ich fahre üblicherweise meine PKWs bis technisch nichts mehr geht. In der Vergangenheit hielten die Fahrzeuge knapp 10 Jahre bzw. gut 500.000km durch. Wenn ich dies mit üblichen Leasing- und Finanzierungsdauern vergleiche, läuft bei mir ein Fahrzeug also ca. 3x so lange wie ein übliches Leasing. In der Zeit, in der sich ein Fahrzeug fahre, müßte ich also drei Fahrzeuge leasen. Aus dem obigen Punkt ergibt sich dann, dass ich sogar 6 (sechs!!!) Fahrzeuge leasen müßte in der ich ein gekauftes Fahrzeug in Grund und Boden fahre. Die Finanzierung ist da etwas besser, weil ich "nur" zwei Fahrzeuge finanzieren müßte aufgrund der Laufleistung. Ob man sich dann allerdings wirklich 20 Jahre vom technischen Fortschritt abkoppeln will, bis diese beiden Autos technisch die Segel streichen, steht auf einem anderen Blatt. Vor gut 20 Jahren haben die DIesel-PKWs gerade ihre Partikelfilter bekommen. Soviel zum Thema "technischer Fortschritt". Dann doch lieber alle 10 Jahre ein neues Fahrzeug kaufen.
    • Das Leasing würde für mich über 10 Jahre also bedeuten, dass ich jeden Monat 2x 510€ = 1.020€ zu zahlen hätte. Ich muss aufgrund der Laufleistung ja zwei Fahrzeuge parallel leasen. Bei 120 Monaten sind das dann 122.400€ Leasingkosten. Bei günstigeren Leasingraten bitte die einmaligen Sonderzahlungen verrechnen.
    • Beim Kauf sind bei mir einmalig 38.000€ angefallen, weil ich die Software 3.x gekauft habe, als 5.x schon auf dem Markt war. Mit 10% Verzinsung über die Laufzeit von 10 Jahren ergeben sich daraus 98.000€ (inkl. Opportunitätskosten).
    • Die Finanzierung liegt irgendwo dazwischen. Zwar bekomme ich als Beamter sehr gute Zinskonditionen, so dass es Sinn machen würde einen Born zu finanzieren und gleichzeitig das Kapitel im ETF zu belassen. Aufgrund der Laufleistung müßte ich allerdings zwei Borns parallel finanzieren und da wird aufgrund der doppelt so hochen Kreditsumme die Finanzierung gegenüber einem Direktkauf wieder unwirtschaftlich.

    140€ im Monat weniger wie das oben genannte Angebot ist natürlich schon eine Hausnummer.

    Achtung: Oben wurden 8.000€ Sonderzahlung (zu Beginn) genannt. Bei Dir ist die Sonderzahlung 0€. Wenn man diese 8.000€ auf 48 Monate umlegt, kommt man grob auf diese 140€.


    Wirklich rentabel für den Privatnutzer, der den Verlust nicht steuerlich geltend machen kann, sind diese Leasing angebote alle nicht. Ich würde mir sowas jedenfalls nicht antun wollen. Wobei ich bei 50tkm bzw. bald 60tkm Jahresfahrleistung eh raus bin beim Leasing. Für solche Fahrleistungen können sie mir kein Leasing-Angeboit erstellen.

    Das merke ich immer übel in Frankreich, wo man dagegen wirklich große Abschnitte mit 130 durchfahren kann. Da würde* es im Sommer mit Tempomat auf 130 nach 220-230 km schon knapp.

    Und genau so eine Autobahn habe ich um die Uhrzeit, zu der ich unterwegs bin, vor mir. Auf meinem Weg zur Arbeit schaffe ich da regelmäßig Durchschnittsgeschwindigkeiten von 110 km/h (Tempomat 130 im Winter) bis 115km/h (Tempomat 140 im Sommer) und dabei meine ich den Durchschnitt von meiner Garage bis zum Parkplatz, inkl. der ganz wenigen km Landstraße am Anfang und am Ende.


    Sommerreifen: Continental Eco Contact 6 in 215/45 R20 (Rollwiderstand: A)

    Winterreifen: Michelin Alpin 7 in 215/55 R18 (Rollwiderstand: B)

    Meine Winterreifen: Michelin Alpin 7 in 215/55R18

    Luftdruck: 0,3 bar über der Empfehlung für den Betrieb mit maximaler Beladung, ich sitze alleine im Auto. Das Der Akku nach 30tkm bereits schwach war glaube ich kaum.


    Die Autobahn hat auf der kompletten Strecke kein Tempolimit oder Baustelle und ist um die Uhrzeit auch frei. Da gibt es keinen Rückstau hinter einem überholenden LKW zum Rekuperieren oder sonstwas... da geht es einfach nur durchgehend vorwärts.

    Ich gehe im Winter auf der Autobahn eher von 250 km Reichweite aus

    Besagte 250km schafft mein Born mit 77kWh Akku bei Tempo 130 (Tempomat) auf der Autobahn mit Winterreifen so gerade eben. Da muss man den Wagen dann aber schon an der Wallbox vorheizen. Bei einem 52kWh-Akku würde ich eher an nutzbare 180km denken, auch wenn der Neue dank besserer Aerodynamik vielleicht 1kWh auf 100km weniger verbraucht. Bei 200km wäre der Wagen dann wirklich restlos leer, aber dan Akku wirklich auf null runter fahren, ist ja auch unrealistisch.

    Bei der Rückgabe wurde mir jetzt gesagt, dass die Reifen in der Mitte 4mm Profil haben und an der Seite auf Null abgefahren sind.

    Wenn Du dir einen Reifen anguckst, ist dann an beiden Seiten das Profil komplett abgefahren und in der Mitte stehen noch 4mm an? Wenn ja, war der Luftdruck, mit dem Du unterwegs warst, viel zu gering. Wenn der Reifen nur an einer Seite abgefahren ist und an der anderen Seite noch 4mm Profil übrig sind, war der Sturz falsch eingestellt.