Beiträge von Benni

    7 kw geht glaube ich dann nur mit UNterstützung der PV Anlage.

    7kW Ladeleistung realisiert man üblicherweise mit Drehstrom und regelt dann die maximale Ladeleistung an der Wallbox entsprechend herunter. 7kW Last auf einer einzelnen Phase sind Blödsinn. Manche chinesischen E-Autos können auch nur auf zwei Phasen laden, weil die Leute in den USA nur zweiphasigen Drehstrom haben und Wechselrichter im PKW nicht 3 Phasen händeln können. Da laden sie dann mit 2x 3,6kW.

    Ich habe den Born mit dem großen Akku, habe 120km zur Arbeit (einfache Strecke), davon über 100km Autobahn. Im Winter reicht der 77/82kWh Akku bei Tempomat 130km/h so gerade eben. Die Wärmepumpe hingegen ist Blödsinn, weil sie nur wirklich Strom spart, wenn das Auto wirklich lange unterwegs ist. Also laß lieber die WäPu weg und nimm den großen Akku.

    Also 25kWh/100km sind im Winter durchaus realistische Verbrauchswerte.

    da man einphasig jeweils eine Steckdose am Anfang und am Ende setzten müsste

    Könntest Du so machen, dann mußt du die beiden Steckdosen an den beiden Enden aber mit einem 16/0,03A FI/LS vorsichern. Schließlich könnte man die Steckdose ja unwissentlich irgendwann später auch mal für einen normalen Verbraucher nutzen.

    Ich denke langfristig ist es nett 22KW zu haben als Option, ggf. ist das doch auch interessant für Autos die nur 1-phasig Laden können - dann kann man zumindest die 7KW Laden oder ist das durch Schieflast eh nicht erlaubt?

    Einphasig mit 7kW laden ist aufgrund der Schieflast nicht erlaubt, wie Du schon selber feststellst. Bei 3,6 bzw. 4kW auf nur einer Phase ist Schluß.

    Notfalls geht auch eine Anbindung mittels WLAN.

    Sollte deine Wallbox kein WLAN können, kannst Du in der Garage auch einen WLAN-Accesspoint (z.B. Fritz 1200) "verkehrt herum" einbauen. Der empfängt dann die Signale über WLAN aus dem Wohnhaus und reicht sie via LAN-Kabel an die Wallbox weiter.

    Ich finde dort gar nicht meine primäre Verlegeart wieder... Erdkabel (direkt im Erdreich verlegt). Dürfte aber bzgl. "Kühlung" nicht so übel sein. :S

    Verlegung in der Erde ist immer D. Aber achte darauf, dass das Kabel ggf. noch vorher im Haus ein paar Meter als Verlegeart B2 geführt ist oder so. Es gilt immer die geringste Belastbarkeit.


    Neben der maximalen Belastbarkeit gibt es noch bei langen Leitungen das Problem des Spannungsfalls. Zwischen Sicherungskasten und Wallbox darf die Spannung um maximal 3% abfallen. Wird es mehr, weil das Kabel länger wird, muß es zum Ausgleich dicker werden. Daher rührt dann ggf. auch 5x4 bei einer 11kW Wallbox oder 5x10 bei einer 22kw Wallbox, wenn diese sehr weit entfernt steht.

    Das muss ohne extra Kabel funktionieren, ansonsten wird das preislich aus dem Ruder laufen.

    Ein Netzwerkkabel darfst Du auch selber verlegen, da es nur Kleinspannung führt. Ggf. schiebst das Kabel einfach durch die Löcher in den Wänden fürs Stromkabel mit durch. Bei NYY 5x6 wird üblicherweise mit 25mm Durchmesser gebohrt. Da paßt so gerade eben ein Netzwerkkabel mit durch. Aber achte darauf, daß Du Verlegekabel nimmst (also starr) und, wenn das Kabel draußen verlegt wird, Netzwerk-Erdkabel, also solches mit schwarzer Außenisolierung.


    Hier mal ein Beispiel:

    --> https://www.kabelscheune.de/Ne…er-den-Aussenbereich.html

    Hier einmal der technische Hintergrund für die Kabelquerschnitte:

    --> https://www.vde-verlag.de/buec…783800762224_PROBE_01.pdf


    Interessant sind die Seiten 2 und 3. Dabei geht es neben dem Querschnitt auch um die Verlegeart, also wie gut oder schlecht das Kabel seine Abwärme an die Umgebung loswerden kann. Je mehr Wärme es (z.B. im feuchten Erdreich) abgeben kann, desto besser. Entsprechend ist eine Verlegung in einer wärmegedämmten Hohlwand der Worst-Case für ein Kabel. Außerdem wird auf den folgenden Seiten noch erklärt welche Korrekturfaktoren zu beachten sind, wenn man mehrere Kabel in einen Kabelkanale dicht an dicht zusammenpackt. Da heißen sich belastete Kabel ja gegenseitig auf, was ebenfalls nicht gut ist.


    Wichtig:

    • Einphasiger Wechselstrom: 2 belastete Adern
    • Drehstrom: 3 belastete Adern


    Eine 11kW Wallbox zieht durchgehend 16A, eine 22kW Wallbox durchgehend 32A. Diesen Strom muss das Kabel mindestens standhalten. Wobei ich da lieber noch etwas Zugabe geben würde, weil wenn man wirklich an die Grenze geht, wird das Kabel bei der Belastung bis zu 70°C warm, man hat also ordentliche Energieverluste.

    Das würde beim i3 als Beispiel bedeuten, dass ich am ersten Tag das Auto auf 0% leer fahre, um 22 Uhr heim komme, dann vor 8 Uhr los fahre und >600km am Stück fahren will.

    Mein Use-Case mit dem Cupra Born sieht so ähnlich aus. Ich fahre jeden Tag 250km Autobahn ohne Tempolimit. 25kWh/100km sind da schon angesagt. Ich brauche jedenfalls den 77kWh Akku.


    Mitunter komme ich erst um 22.30 bis 22.45 Uhr nach Hause und am nächsten Morgen geht es um 5.45 Uhr wieder los. Den Wagen da in 7 Stunden bei einer maximalen Ladeleistung von 11kW wieder startklar zu bekommen ist verdammt knapp.