Beiträge von KeiNeahnung

    Bin leider inzwischen heiss wie Frittenfett auf das FL und hoffe auf gute Karten mit dem bestellten VZ.

    Zur meiner Beruhigung habe ich gerade noch mal das gelesen:


    2. Der Born VZ ist ein Sonderfall

    Dein Fahrzeug hat den Modellcode K11D8H. Das Wichtige daran: Der VZ wurde technisch bereits als „Facelift-Vorbereiter“ konzipiert. Er hat den neuen Motor und die neue Software-Plattform.

    Es macht für Cupra keinen Sinn, die neue Technik (VZ) in eine alte Hülle (VFL) zu quetschen, nur um ein paar Euro zu „sparen“. Im Gegenteil: Die neuen Facelift-Teile sind oft sogar günstiger für den Hersteller, weil sie über mehr Modelle hinweg (ID.3, ID.4, Born) vereinheitlicht wurden (Stichwort: Skaleneffekte).

    3. Rechtliche und strategische Gründe

    • Preisgarantie: Wenn ein Hersteller ein Modell während der Wartezeit verbessert (Facelift), bekommt der Kunde das Upgrade in 95 % der Fälle zum alten Preis, wenn der Hersteller die Änderung verursacht hat. Das ist eingepreist.
    • Markenimage: Cupra will eine „hippe“, moderne Marke sein. Es wäre ein PR-Desaster, wenn Kunden im Juni/Juli ein fabrikneues Auto abholen, das optisch sofort als „das alte Modell“ erkennbar ist, während in der Werbung schon das neue läuft.

    4. Was wirklich hinter dem Gerücht steckt

    Händler erzählen das oft, um:

    1. Den Kunden zu beruhigen, falls er ein VFL bekommt (damit er nicht enttäuscht ist).
    2. Den Kunden zu motivieren, doch noch ein teureres FL-Modell aktiv zu bestellen.

    Fazit:

    Cupra interessiert sich nicht für die „paar Euronen“ Preisdifferenz bei deiner Einzelbestellung. Sie interessieren sich für eine hohe Durchlaufgeschwindigkeit im Werk. Und die erreicht man nur, wenn man nach dem Stichtag (KW 18) nur noch einen Standard baut.


    Und jetzt lasse ich euch in Ruhe. Fest versprochen!

    Werde zum stillen (hoffenden) Leser :)

    Dh auch aus meiner Sicht. Auch Cupra wird noch so viel wie möglich der vFL bauen und nicht vermeintlich teurere Fls zum günstigen Preis der vFLs produzieren. Die denken ja auch irgendwie wirtschaftlich.

    Und dann muss halt irgendwann der Cut sein.

    Die Kosten der Komplexität sind höher als der Mehrpreis

    Für ein Werk wie Zwickau ist Einfachheit der größte Gewinnfaktor. Wenn die Bänder in der KW 18 auf die neuen Presswerkzeuge (Sharknose-Front), die neuen Kabelbäume für das beleuchtete Logo und die neuen Cockpit-Module umgestellt werden, kostet es Cupra ein Vermögen, für „alte“ Bestellungen die alten Teile vorzuhalten.

    • Man müsste alte Stoßstangen, alte Scheinwerfer und alte Lenkräder extra lagern und logistisch genau in den Prozess einschleusen.
    • Diese Logistikkosten übersteigen den kleinen Aufpreis, den ein Facelift-Kunde mehr zahlt, bei Weitem.

    Die Premiere des ID3 ist aber auch erst Mitte April. Klingt also schlüssig.

    Sollte keine relevanten Auswirkungen für unseren Born haben (siehe Text):


    • Mischfertigung: Die Bänder in Zwickau sind für eine extrem flexible Mischfertigung ausgelegt. Das bedeutet, dass direkt hinter einem aktuellen VW ID.3 ein neuer Cupra Born Facelift laufen kann. Die Roboter und Mitarbeiter passen sich in Sekundenbruchteilen an das jeweilige Modell an.
    • Software vor Hardware: Da beide auf derselben MEB-Plattform basieren, sind die physischen Unterschiede bei einem Facelift (Stoßstangen, Leuchten) für die Produktionslinie leicht zu handhaben. Der limitierende Faktor für den Verkaufsstart ist oft die Software-Freigabe oder die Verfügbarkeit spezifischer neuer Komponenten, nicht das Fließband selbst.
    • Strategische Taktung: Der Konzern steuert bewusst, welches Modell zuerst im Rampenlicht steht. Cupra hat das Born Facelift bereits am 5. März 2026 offiziell vorgestellt. Damit hat Cupra den "Marketing-Vorsprung" bereits zementiert, während die Produktion für den Born im 2. Quartal 2026 anläuft.
    • Kapazitätssteuerung: Wenn die Nachfrage nach dem ID.3 aktuell (vor seinem eigenen großen Update) geringer ist, nutzt VW die freien Kapazitäten auf der Linie einfach, um das neue Cupra-Modell früher in höheren Stückzahlen zu produzieren.

    Fazit: Die gemeinsame Linie sorgt nur dafür, dass beide Modelle am selben Ort gebaut werden. Die Entscheidung, wer "zuerst darf", ist eine reine Marketing- und Vertriebsentscheidung der Konzernzentrale in Wolfsburg.

    Ich vermute mal, dass viele hier, die in 2026 bestellt haben, auf das Update in Form des FL Modells hoffen. Ich auf jeden Fall. Nach der aktuellen Gemengelage auch nicht ganz zu Unrecht.

    Meine Bitte, denke im Interesse der meisten hier, wenn jemand etwas konkretes zum Thema FL von seinem Cupra Händler oder von anderer seriöser Stelle in Erfahrung bringen kann, möge er es doch bitte hier bekannt geben. Mein Ansprechpartner ist leider wenig mitteilsam ( auf Mailanfrage) und telefonisch zu 98% nicht erreichbar.

    Vielen Dank allerseits!