Hallo EschBorn, dass du mir indirekt Steuerhinterziehung unterstellst, finde ich nicht nett.
Ich gebe die Messwerte eines ungeeichten Messgerätes an. Ich gebe keine falschen Werte an. Dass das Finanzamt da drüber noch einen Plausabilitätscheck macht oder machen sollte, ist mir schon klar. Ob da aber 25km oder 26km stehen, juckt de facto keinen. Ich gebe sogar eine kürzere Route an, als die "verkehrgünstigste", die die gängigen Routenplaner vorschlagen, einfach weil die mir besser taugt und ich die wirklich fahre.
Zum zweiten Teil deines Beitrags: "... wenn er sich nicht einem Compliance Risiko mit dem Finanzamt aussetzen will." Genau das ist der Grund, weshalb wir in Deutschland nichts auf die Reihe bekommen. Wenn es irgendwo eine unklare Situation gibt, wird der Weg des geringsten Risikos gewählt und alles tausendfach abgesichert, statt einfach mal zu machen. Dein Arbeitgeber lagert das Risiko aus zu einem externen Dienstleister und bezahlt bestimmt ein Schweinegeld dafür. Wenn der externe Dienstleister was verbockt, ist gegenüber dem Finanzamt trotzdem dein Arbeitgeber fällig. Aber schön für dich, du hast von deinem Arbeitgeber eine Wallbox spendiert bekommen.
Bei meinem Arbeitgeber werden die horrenden Preise eines Ladekartenanbieters bezahlt, obwohl die Nutzung der privaten Wallboxen ein Drittel kosten und keiner was dran verdienen würde. Es könnte wegen der ungeeichten Wallbox ja jemand 10Cent zu viel erstattet bekommen. Und der Ladekartenanbieter schickt schöne offizielle Rechnungen, die die Buchhaltung erfreuen.
Selbst wenn alles konform ist, wenn wer bescheißen will, kann er das an der geeichten Box auch: Ich muss ja nur die Zugangskarte des Dienstautos zur Freischaltung hernehmen, wenn mein privates Auto dran hängt...