Beiträge von Erik

    Da die Akkus immer größer werden, ist jedoch absehbar, dass 22kW so langsam Standard wird.

    Und ich wiederspreche Benni hier. :) Wenn es dir den Aufwand und das zusätzliche Geld wert ist, lass dir eine 22kW-Wallbox setzen. Aber für 99% der Fälle reicht die 11kW-Box völlig aus. Benni hat ein spezielles Fahrprofil, und muss dass Auto jede Nacht in kurzer Zeit komplett vollladen. Ich verstehe, dass er sich da 22kW wünscht. Bei den meisten anderen Leuten steht das Auto lange genug rum, dass man mit einer 11kW-Wallbox problemlos auch zwei oder drei E-Autos unterhalten kann. Und wenn es vielleicht doch einmal im Jahr ausnahmsweise ganz schnell gehen muss, fährt man halt an den nächsten Schnelllader, den es ja mittlerweile in jedem zweiten Dorf gibt.

    Ich sehe keinen Trend zur heimischen 22kW-Wallbox, eben weil sie kaum einer braucht, sie mehr kostet, höhere Anforderungen an die Hausinstallation stellt und sie regulatorisch aufwändiger ist. Frühe E-Autos (z.B. die frühen Zoes) hatten keinen CCS-Anschluss, d.h. 22kW-AC-Laden war der einzige Weg, die einigermaßen schnell voll zu bekommen. Das braucht man heute mit CCS nicht mehr.

    Die großen Autos mit den dicken Akkus werden sowieso meistens als Dienstwagen gekauft. Deren Fahrern ist der Strompreis egal, die laden eher nicht zu Hause, sondern in der Firma oder am Schnelllader.

    Das mit dem MID Zähler ist leider keine Idee des Arbeitgebers, sonders Vorgabe seitens des Gesetzgebers für die Abrechnung der Ladekosten.

    Bitte eine Quelle dafür.

    Ich kenne nur das Schreiben des BMF:

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Lohnsteuer/2025-11-11-selbst-getragenen-stromkosten.pdf?__blob=publicationFile&v=3

    Seite 6, Abschnitt 3.1, Absatz 27. Da steht nur was von separaten Zählern, den gängige Wallboxen ja haben, nicht dass die MID-konform sein müssen.

    also suche ich eine Wallbox, an der ich privat laden kann, aber meine Frau dann auch irgendwann mal den Firmenwagen mit entsprechender Abrechnung; ich verstehe, man braucht dazu eine Box mit MID Zähler

    Die Frage ist eigentlich, wie arscheckig sich der Arbeitgeber im Zweifelsfall hier anstellt. Eine brauchbare Ladehistorie haben fast alle gängigen Boxen. Und die Zähler sind nicht besser oder schlechter, nur weil MID drauf steht. Außer das fürs Eichen und Zertifizieren jemand die Hand aufgehalten hat. Wenn das auch ohne akzeptiert wird, brauchst du es nicht.

    Du kannst ja die Ladeleistung im Auto und in der App reduzieren.

    Naja, das hat man aus der Vergangenheit gelernt, das man solche Systeme zur sicheren Seite hin designt. Also wenn man den Ladeziegel aus der Kiste nimmt und anschließt, darf erstmal kein menschlicher Eingriff nötig sein, damit er sicher ist. Weil Menschen Fehler machen oder Bedienhandlungen vergessen. Sicherer wäre es, wenn die Standardeinstellung der geringere Strom ist, und der Nutzer den höheren Strom erst einstellen kann, nachdem er sich überzeugt hat, dass das im aktuellen Einsatz OK ist.

    und wo bekommt man ein solches Design im "Zubehör"


    habe zwar die 230V Kiste für den Notfall "mitbestellt", für daheim schwanke ich noch zwischen "Wallbox" oder eine 380V Dose, an der ich dann einen KW "Ziegel" stecken kann, wie diesen go-e 11kw Flex

    Wie weiter oben schon gesagt: Die meisten China-Ladeziegel sind wahrscheinlich ganz OK, es ist aber ein Risiko dabei, weil halt auch immer wieder Schrott dabei ist. Ganz genau kann dir das deshalb nur ein Fachmann sagen, der dass Ding mal von innen gesehen hat. Ich habe ein Problem mit den windigen Adaptern im oben verlinkten Angebot. Ohne Adapter direkt an der Kraftstromdose würde ich den wahrscheinlich auch hernehmen.

    Mit einem go-e bist du sowieso auf der sicheren Seite.

    Ich hatte mal so einen Ladeziegel von Audi. Da konnte man mehrere Stecker anschließen: Schuko und Starkstrom. Beide Stecker waren keine Adapter, sondern wurden direkt am Ladeziegel angebracht und hatten natürlich auch eine Temperaturüberwachung in den Steckern integriert.

    Das wäre ein sicheres Design.

    Lässt sich pauschal nicht sagen. 10a mit vernünftiger Installation, da ist auch Schuko sicher

    Problem ist: In 3 Jahren von jetzt nach langer Nichtnutzung oder nur Betrieb an der Kraftstromdose kramt dein Sohn im ersten eigenen Urlaub im Ferienhaus das Ding aus der Kiste. Er kennt die ganze Vorgeschichte nicht. Die Bedienungsanleitung ist schon lange verloren. Er weiß nicht, dass er für Schuko die Leistung reduzieren muss, steckt die Adapter zusammen, wirft das Ding an und geht an den Strand. Und wenn er wieder kommt, sind Ferienhaus und Auto klein, schwarz und häßlich geworden...
    Der Adapter ist auch nichts anderes, als eine kurze Verlängerungsschnur, und über die hatten wir weiter oben schon geredet.

    Kurze Frage in die Runde, kann man diese mobile Wallbox/Ladeziegel mit den Adaptern kaufen?

    Finger weg! Warum? Die kritischste Stelle ist hier der Schukostecker, weil die nicht für 16A Dauerlast ausgelegt sind. Bei guten Ladeziegeln werden die deswegen temperaturüberwacht, damit die nicht wegschmoren. Der Adapter hat mit Sicherheit keinen Temperatursensor.

    Da ist bestimmt ein Sensor im Kraftstromstecker direkt an der Wallbox verbaut, der merkt halt nicht wenn der Schukostecker am anderen Ende des Adapters abfackelt. Ohne Adapter wäre das Ding wahrscheinlich OK,

    Meine Meinung:

    Bei Ganzjahresreifen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Aktuelle Markenreifen sind nicht mehr die Gurken von vor 10 oder 20 Jahren. Selbst im Winter schneiden sie gut ab, in vielen Disziplinen sogar besser als billige Winterreifen. Ich bin letzten Winter das erste Mal Ganzjahresreifen gefahren, im Gebirge (mein regelmäßiger Arbeitsweg bring mich auf über 700m Höhe) bei mehreren Schneetagen. Das lief völlig problemlos.

    Traktion war immer da, Lenken und Bremsen absolut OK. Möglicherweise hätten gute Winterreifen mir hier und da ein paar Zentimeter Bremsweg gespart. Ich brauchte sie nicht. Denn das größte Sicherheitsrisiko und der größte mögliche Sicherheitsgewinn sitzen immer noch hinterm Lenkrad, egal welche Ausrüstung das Auto hat.

    Mal zur Entscheidungsfindung:

    • geringe Kilometerleistung, also weniger als 15 oder gar 10.000km im Jahr -> Ganzjahresreifen. Wenn du abwechselnd zwei Reifensätze fährst, sind die Reifen sonst alt und hart, bevor das Profil abgefahren ist
    • kein Geld, keine Zeit oder keine Möglichkeit zum halbjährlichen Reifenwechsel -> Ganzjahresreifen. Ist auf jeden Fall besser als die spezialisierten Reifen in der falschen Saison zu fahren
    • im Sommer häufig lange Strecken vollbeladen bei hohen Temperaturen -> Sommerreifen. Die weicheren Ganzjahresreifen leiden da doch sehr
    • sportliche Fahrweise mit hohen Ansprüchen an Grip, Kurvenhalt usw. -> Sommer-/Winterreifen passend zur Saison.
    • Du lässt es eher gemütlich angehen? Dann reichen Ganzjahresreifen
    • Regelmäßige Fahrten ins Gebirge, viele Schneetage -> Winterreifen
    • du wohnst im Flachland, dein Auto sieht alle Jubeljahre mal eine Schneflocke -> Ganzjahresreifen

    Wo dein Optimum liegt, kannst nur du wissen. Aber du kannst ja mal in der Liste oben ein Kreuzchen machen bei den Punkten, die auf dich zutreffen, dann siehst du ja, wo du rauskommst.