Beiträge von Erik

    Was man in Zwickau kann ist jammern statt malochen so schauts aus.

    Ich gehe bei allem mit, was du geschrieben hast. Nur bei diesem letzten Satz nicht.

    Die (falsche) Entscheidung, Zwickau runter zu fahren, obwohl es angeblich eines der effizientesten Werke im VW-Konzern ist, ist nicht in Zwickau gefallen. Die Leute, die dabei ihren Job verloren haben (auch wenn es "nur" Leiharbeiter waren), würden sicher lieber weiter dort arbeiten.

    Und wegen des Q4: Ich habe verstanden in Zwickau gibt es wohl im wesentlichen zwei Bänder. Auf dem einen werden ID.3 und Born produziert, auf dem anderen die elektrischen SUV, also z.B. ID.4 und Q4 e-tron. Die Q4-Produktion beeinflusst die des Born also höchstens indirekt.

    Wurde zwar auch schon erwähnt, aber nicht umsonst sagt das Sicherheitslabel sowie die Bedienungsanleitung der VW AG Ladekabel, dass keine Verlängerungskabel erlaubt sind.

    Uns hat damals im Studium der Prof gesagt: "Ihr müsst mir die Normen nicht zitieren. Ihr werdet die Normen machen!".

    Was ich damit sagen will: Ich verzichte nicht auf die Verlängerungsschnur, weil da VW irgendwo ein Label draufgepappt hat, oder weil das in irgendeiner Bedienungsanleitung oder Norm steht. Normen sind nur ein Hilfsmittel.

    Wichtiger ist für mich, die technischen Zusammenhänge und die Hintergründe zu verstehen. Viele Normen und technische Vorschriften sind mit dem Blut von Unfallopfern oder dem Ruß abgebrannter Häuser geschrieben. Also ich verzichte ich aufs Verlängerungskabel, weil ich verstanden habe, wie gefährlich das ist, und warum das jemand in die Anleitung schreibt.

    „Sauhaufen“, „alle unfähig“ oder ähnliche Aussagen sind natürlich schnell geschrieben. Aber die Behauptung, dass dort alle nichts können oder Kunden bewusst verärgert werden sollen, halte ich für eine ziemlich gewagte These.

    Ich gehe grundsätzlich erst einmal davon aus, dass die meisten Menschen ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen erledigen. Dass es zu Verzögerungen kommt, ist ärgerlich, keine Frage. Aber wir reden hier immer noch über einen unverbindlichen Liefertermin, dessen Einhaltung von vielen Faktoren abhängt – von Zulieferern über Logistik bis hin zu kurzfristigen Änderungen in Produktions- und Lieferketten.

    Als Endkunde sieht man meist nur das Ergebnis, kennt aber die Hintergründe nicht. Deshalb sollte man vielleicht nicht sofort alle Beteiligten für unfähig erklären, nur weil etwas nicht nach Plan läuft. Kritik ist völlig legitim, aber ein wenig Sachlichkeit schadet dabei nicht.

    OK, lass mich das mal auseinandernehmen:

    "Sauhaufen" - Das unterstütze ich auch und habe es wohl auch schon verwendet.

    "'alle unfähig' oder ähnliche Aussagen" - Das ist jetzt falsch zitiert. @Alexander_0817 hat das nicht gesagt. Ich zumindest finde es nicht in dem von dir zitierten Text.

    "Aber die Behauptung, dass dort alle nichts können oder Kunden bewusst verärgert werden sollen, halte ich für eine ziemlich gewagte These." - Hat er auch nicht geschrieben. Wenn du sowas in den Raum stellst, belege es bitte mit den richtigen Zitaten .

    Auch ich glaube an das Gute im Menschen. Und auch ich glaube, dass die allermeisten einfach in Ruhe ihre Arbeit machen wollen, und zwar so gut wie möglich.

    "Aber wir reden hier immer noch über einen unverbindlichen Liefertermin" - Ja, aber auch für unverbindliche Liefertermine gibt es Regeln. Wenn ich die nicht einhalten kann, darf ich die Termine nicht vergeben.

    "...dessen Einhaltung von vielen Faktoren abhängt" - Ja, der Konzern wird auch nur für die Faktoren verantwortlich gemacht, die er beeinflussen kann. Aber die Arbeit mit den Zulieferern, Logistik und die Organisation der Lieferketten gehört nunmal zum Kerngeschäft eines Autokonzerns.

    "Als Endkunde sieht man meist nur das Ergebnis" - Völlig korrekt. Und das ist für mich auch das einzig relevante, und auch nur das, was ich bezahle und nutze. Was hilft es denn, wenn alle Beteiligten ja ganz toll arbeiten, am Ende aber trotzdem jede Menge Murks rauskommt? Die Hintergründe sind mir auch ziemlich wurscht (so lange Volkswagen seine Leute anständig bezahlt und behandelt und bei der Produktion europäische Standards und die jeweiligen Regeln und Gesetze einhält). Ich habe bei Cupra ein Auto bestellt, dass ich fristgerecht in vernünftiger Qualität geliefert bekommen möchte. Ich habe einen Vertrag unterschrieben, den ich zu erfüllen gedenke. Von der anderen Seite erwarte ich das auch.

    Ich will nicht die Leistung des Arbeiters am Band oder der Reinigungskraft im Autohaus schmälern. Gegen die vielen Leute in den verschiedensten Positionen, die einfach ihre Arbeit machen, hege ich keinen Groll. Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an.

    War das sachlich genug?

    Richtig so.
    Nochmal zum allgemeinen Verständnis:
    Das Problem sind in aller Regel nicht die Kabelquerschnitte. In Deutschland sind die üblichen Stromkreise im Haushalt meist mit irgendwas zwischen 10 und 16A abgesichert, und mit Verkabelung mit entweder 1,5 oder 2,5mm² Querschnitt ausgeführt. Auch 1,5mm² mit 16A kann normgerecht sein. Das Kabel wird dann bei voller Belastung zwar warm, was natürlich höhere Verluste bedeutet, aber so lange die Wärme abgeführt werden kann, ist das kein Problem. Der vernünftige Elektriker wird trotzdem Anschlüsse mit hoher Dauerlast (z.B. Waschmaschine, Küchenherd oder auch die Dose zum Laden) mit 2,5mm² oder mehr ausführen.

    Wenn mal wieder irgendwo ein Haus wegen "technischem Defekt" abgefackelt ist, liegt das eher nicht am Kabel, außer ein Pfuscher hat Klingeldraht verbaut. Meist liegt es daran, das irgendwo eine Verteilerdose oder Steckdose das Kokeln anfing. Die Kabelenden werden ja irgendwo verschraubt, gesteckt, gekrimpt. Und das sind meist die Schwachstellen, weil dort die Kontaktstellen korrodieren. Dann gehen die Übergangswiderstände hoch, das Ganze wird heiß, dann gammelts noch schneller und irgendwann brennts.

    Die Ladeziegel haben, wenn sie vernünftig gebaut sind, in ihren Schukosteckern Temperatursensoren. Die bekommen also mit, wenn es dort heiß wird, und schalten ab. Die Steckverbindung deiner Verlängerungsschnur oder auch die uralte Verteilerdose mit Schraubklemmen in deiner Garage überwacht keiner...

    Deswegen: Direkte Kabelwege, möglichst keine Verteilerdosen, keine Verlängerungen, nur die absolut nötigen Steckverbindungen.

    Hat jemand von euch bei der MJ2027 / Facelift Umstellung ähnliche Erfahrungen gemacht? Besonders mit entfallenen Optionen, falschen Paketen oder widersprüchlichen Produktionswochen?

    Die umgestellte Konfiguration habe ich nie gesehen, wird ein Überraschungspaket bei mir.
    Produktionswochen hatte ich lange keine Info, nur den Status bestellt, dann hieß es Januar 27, dann "Priorisierung"/Antrag auf Ersatzmobilität durchs Autohaus, dann war es laut Mandy Woche 26. Und gestern schrieb Mandy, das Auto sei in Produktion. Der Automat (also Punkt 2 im Chat) sagt immer noch, die Produktion sei in Planung.

    So ärgerlich die Wartezeit auch ist und "ungerecht" manche Verschiebungen insbesondere Vorziehen einzelner Bestellungen erscheint:

    Das scheinen inzwischen normale Lieferzeiten zu sein. Mir zumindest wurde das im Vorfeld der Bestellung auch in Aussicht gestellt.

    Stand dann so auch auf der Bestellbestätigung. Größere Vermittler hatten das ebenfalls vorab so angegeben (7 Monate zum Zeitpunkt meiner Bestellung) und sind inzwischen bei 7-8 Monaten.

    Wenn das sauber vorab kommuniziert wird, ist das doch auch alles gut.

    Allerdings gibt es hier auch noch offene Bestellung aus Januar und Februar, noch bevor das Facelift angekündigt war, bevor die E-Auto-Förderung beschlossen war und vor Trumps Iran-Abenteuer mit der anschließenden Ölpreisexplosion, also vor dem großen E-Auto Boom. Damals waren die Bänder nicht ausgelastet, die Händler gaben hohe Rabatte und versprachen 3 Monate oder weniger Lieferzeit, was ja auch realistisch war. Alles was danach kam, hätte die Lieferzeiten der Altbestellungen nicht beeinflussen dürfen.

    Also bei mir sind die 3 Monate lange rum, und ich bin offensichtlich nicht der einzige hier.