Sie gründen eine Tochter, die miserable Software entwickelt und Miese macht und lassen dann Konzernmarken für die Lizenzen für diese Schrottsoftware bezahlen. Managementversagen aus dem Lehrbuch. 🙄🙈
Naja, die Auto-Softwareentwicklung für den Konzern zentral zu bündeln macht schon Sinn. Die verschiedenen Autos aus den Konzernmarken stehen mechanisch und elektrisch auf wenigen standardisierten Plattformen, und die Software ist ja Teil der Plattform. Dass die Softwareentwicklung finanziert werden muss, ist unstrittig. Wie man jetzt die Firmenhülle darum gestaltet und die Geldflüsse im Konzern organisiert, ist halt Teil der kreativen Betriebswirtschaft. Und wenn es aus irgendwelchen Gründen hilft, irgendwo Verluste auszuweisen, und die Gewinne an Orten, wo man wenig Steuer drauf zahlen muss, dann wird das eben gemacht.
Ich bin aber dabei, wenn du von Managementversagen sprichst. Es wird immer wieder unterschätzt, was die Entwicklung guter Software für Kosten und Aufwände erfordert. Dann kommt gewöhnlich noch eine gewisse Arroganz dazu. Man meint etwas, das schon da ist, nochmal neu und besser machen zu müssen, weil die anderen ja zu blöd waren und man selber viel besser ist. Daraus resultieren unrealistische Anforderungen für die Entwickler. Und dann sind alle ganz überrascht, wenn die Entwickler überfordert sind, schlechte Qualität rauskommt, nichts rechtzeitig fertig wird und alle Budgets gerissen werden.
Ist aber überall so, nicht nur in der Automobilbranche...