Beiträge von Erik

    Ich Schraube fast jährlich eine neue Gira Aufputzsteckdose für meinen Abluft Wäschetrockner an die Wand weil die braun wird. Mittlerweile steht auf dem Karton, nicht zum E Auto laden zugelassen.

    Ist zwar off-topic, aber Trockner ziehen normalerweise nur 10A. Dass sollte die Steckdose dauerhaft aushalten. Wenn das immer wieder passiert, ist vielleicht nicht die Steckdose das Problem, sondern der Stecker? Bei geschraubten Steckern kann man ja reingucken, bei den vergossenen an den Maschinen leider nicht...

    Weshalb keine Verlängerungsschnur: Die Probleme bei hohen Leistungen treten eher nicht im Kabel selber auf. Klar wird ein 1,5mm²-Kabel warm bei 3,6kW. Aber mehr als handwarm sollte es nicht werden. Erhöhte Übergangswiderstände treten immer da auf, wo ein Kabel geklemmt, gesteckt, verschraubt wird. Also in Verteilerdosen, Schaltern, Steckern und Steckdosen. Da wird es heiß und fängt an zu kokeln, wenn die Verschraubung schon etwas älter, der Kontakt schon leicht korrodiert oder die Klemmung nicht so gut ist. Im Stecker des Ladeziegels sollte ein Temperaturfühler sein, der merkt, ob Stecker und Steckdose heiß werden. Andere Verbindungen kann der natürlich nicht überwachen. Idealerweise geht also dein Kabel ohne Unterbrechung vom Sicherungskasten bis zur Steckdose, und der Ladeziegel steckt direkt da drin.

    cbjn Ob du die Dinger "mobile Wallbox" oder "Ladeziegel" nennst, ist völlig wurscht. Die Dinger werden flapsig Ladeziegel genannt, weil man meistens einen etwa ziegelsteingroßen Kasten mit Kabeln an beiden Seiten hast. Die gibt es in allen erdenklichen Kombinationen, von Leistungen, Steckern usw., auch mit rotem CCE-Stecker 3-phasig, 16A, 11kW. Gib doch mal bei Amazon (oder dem Versandhandel deiner Wahl) folgendes ein: "Ladekabel Typ 2 CEE". No-Name Chinakram gibts ab etwa 120€, europäische Marken ab etwa 300€, wobei die meist auch nur in China produziert werden.

    Und das billige Zeug aus China muss nicht schlecht sein. Schließlich kennen die sich mit Elektromobilität besser aus als wir :-). Unser China-Schuko-3,6kW-Ladeziegel hat unseren Corsa-e jedenfalls mehrere Monate problemlos an der Haushaltssteckdose geladen, bis wir endlich den Carport mit Wallbox hatten.

    Entschuldigt, falls dies eine etwas blöde Frage sein sollte, aber gehe ich recht in der Annahme, daß diese "Ladeziegel" von denen hier im Forum öfter die Rede ist nicht zum Serienumfang des Cupra Born gehören?


    Danke!

    Korrekt. Gibt es aber als Sonderausstattung im Konfigurator: "CHARGE 230V 160,00 €". Der kann 10A an der Schukosteckdose.

    Alternativ gibt es sowas bei den Versandhändlern, meist aus China, oft einstellbar bis zu 16A oder 3,7kW, ab etwa 90€. Bei der Qualität kann man dabei wie immer Glück oder Pech haben...

    Und genau für diese Situation, die absolut alltaglich ist, gibt es das Lastmanagement.

    Hatte ich ja schon gesagt. Es muss einem halt bewusst sein, dass auch das wieder kostet, und regelmäßige Wartung und Pflege braucht.


    Aber mal offtopic Benni: Jetzt kommt der dumme Spruch von einem alten Mann, der auch schon ein Auto wegen Sekundenschlaf geschrottet hat. Das ist ja schon eine spannende Lebenssituation die du da indirekt beschreibst. Jeder Fernfahrer muss einmal am Tag mindestens 9 Stunden Ruhezeit einhalten, und die Regelung gibt es nicht ohne Grund. Wenn du regelmäßig solche Tage hast, dann merkt das dein Körper irgendwann, wenn nicht jetzt, dann in ein paar Jahren. Lass dich nicht kaputtspielen und pass auf dich auf, weil jemand anderes macht das nicht für dich.

    Dennoch verstehe ich nicht, weil man wegen 22kw dauernd den Untergang jeder Elektroinstallation an die Wand malen muss.


    Will ich gar nicht. Ich habe nur leider im Bekanntenkreis gemerkt, dass es bei einigen sehr schnell sehr teuer wurde, für eine Funktionalität, die sie gar nicht brauchten. Was genau nötig ist, kann dir nur sowieso nur ein Fachmann sagen, der genau in die Anlage guckt. Bestenfalls sollte man dem auch vertrauen können. Ideal ist es, wenn man selber ein bisschen was weiß.

    Leider funktioniert das nicht immer. Hier gibt es so einen Elektriker, der hat dann immer gleich die Dollarzeichen in den Augen. Komischerweise ist das auch der einzige, der immer kurzfristig Termine frei hat... Es macht auf jeden Fall Sinn, sich vorher genau bestätigen zu lassen, was für Arbeiten geplant und nötig sind, und was die kosten werden.

    Mal so als Rechenbeispiel: 22kW Wallbox heißt 32A. Dann hast du einen Küchenherd, der an jeder Phase auch mit 16A angeschlossen ist. Deine Waschmaschine hat auch einen 16A-Anschluss (auch wenn die meistens nur 10A ziehen). Jedenfalls bist du da schon bei 64A. Das ist das, worauf die meisten Hausinstallationen von Eigenheimen ausgelegt sind. Oft musst du dafür schon Panzersicherung und SH-Schalter wechseln, weil die nur auf 35 oder 50A dimensioniert waren. Und selbst danach: Wenn du jetzt morgens dazu noch deine Kaffeemaschine und den Toaster einschaltest, und die noch mit auf der gleichen Phase hängen, wird es dunkel.

    Bei 2*22kW ohne Lastmanagement hast du mit 2*32A einen solchen Hausanschluss gleich komplett ausgelastet.

    Wenn man eh offen hat kann man ja vll direkt noch ne rote CEE Dose reinlegen, macht eh Sinn auch ne Mobile Ladelösung zu haben, dann kann man bei Bedarf mal beide laden und braucht keine zwei Wallboxen anschaffen.

    Wir haben noch ein normales Kabel mit reingeschmissen. Man will ja Licht im Carport haben und auch eine normale Steckdose für Staubsauger oder so. In der größten Not kann dann zusätzlich zur Wallbox das zweite Auto noch mit dem 3,6kW-Schuko-Ladeziegel geladen werden. Brauchten wir aber noch nie, seit wir die Wallbox haben.

    Dann würde ich ggf. über eine zweite Wallbox nachdenken, damit du nicht nachts die Autos umstecken mußt, wenn das erste Auto voll ist und das zweite auch noch geladen werden will.

    Klar, kann man machen. Man kann sich auch für jeden Verbrenner eine eigene Tankstelle bauen. Aber mal ganz ehrlich: Die wenigsten ballern ihre Autos jeden Tag leer. Unserer wird in der Woche ein- oder zweimal von ca. 20% auf 80% aufgeladen. Selbst bei 11kW dauert das jeweils nur ein paar Stunden. Die 11kW-Dose wird maximal 10h pro Woche benutzt. Wenn man in den verbleibenden 158 Wochenstunden kein zweites Auto voll kriegt, kriegt man wahrscheinlich ohne Kneifzange auch die Hose nicht hoch.

    Bitte beachtet, dass der Aufwand an der E-Anlage für eine 11kW-Wallbox und 2 22kW-Wallboxen doch deutlich unterschiedlich ist. Die 11kW-Box gleicht vom Aufwand her einem Küchenherd. Das gibt so ziemlich jede E-Anlage her. Bei ein oder gar zwei 22kW-Boxen dürfte bei vielen ein Komplettumbau fällig werden, inklusive Unterverteilung, Zählerschrank, Hausanschluss. Das freut natürlich den Elektriker, bringt im Alltag aber nix.

    Wenn beide Autos täglich mehrere hundert Kilometer fahren müssen, ist das natürlich was anderes.

    Auch wenn mein Born noch bestellt ist, unser anderes Auto ist auch elektrisch.

    Was haben wir an Ladekarten: Keine.

    Was haben wir an Apps: Leider einen ziemlichen Zoo:

    • Die App unserer heimischen Wallbox
    • Die App des Ladepartners meines Arbeigebers. Damit kann ich auf Arbeit für 25c/kWh laden.
    • TEAG Mobil. Das ist der lokale Stromanbieter, der hier flächendeckend Ladesäulen betreibt. In der App kostet das Laden zwar genauso viel wie Ad-Hoc-Laden (49c/kWh), aber die App ist bequemer, und nicht jede Säule hat ein Kartenlesegerät.
    • EWE Go. Eher für Fernfahrten. Die haben Ladesäulen an fast jedem McDoof, die mit 52c/kWh nicht zu teuer sind, und bei Fremdsäulen mit 62c/kWh immer noch fair.
    • Ad-Hoc Map wegen des guten Überblicks über billige ad-hoc-Ladesäulen, vor allem in der Fremde
    • Chargeprice (die kostenlose Version). Hilft vergleichen, man kann die vorhandenen Verträge hinterlegen, zeigt die billigsten Säulen im Umkreis, und auch wie man der Säule selber am günstigsten bezahlt
    • und manchmal auch kurzfristig lokale Apps, wenn es sich lohnt, z.B. zum Laden im Hotel/ im Ausland auf Dienstreise oder im Urlaub. Chargeprice hilft da sehr.