Elektriker empfiehlt 22kw Wallbox?

  • Ich antworte mal auf diesen Beitrag, damit ich das Forum nicht mit einem neuen Beitrag zumülle. Ich bin noch ein ziemlicher Einsteiger in der E-Mobilität und beschäftige mich gerade mit dem Thema 11 oder 22 kW Wallbox. Jetzt habe ich gelesen, dass 22kW Wallboxen genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber sind. Allerdings gibt es ja 22kW Modelle, die man dauerhaft auf 11kW heruntersetzen lassen kann. Entfällt dann in diesem Fall die Genehmigungspflicht?

  • Genau, wenn die Wallbox dauerhaft auf 11 kW gedrosselt wird, entfällt die Genehmigungspflicht. Sie muss lediglich beim Netzbetreiber angemeldet werden.

    Cupra Born, 58 kWh LFP, 140 kW, bestellt: 02.05.2026, Timanfaya Grey, Privacy Glass, Edge Pack, Matrix-LED-Scheinwerfer, Below Zero Pack, Cargo Pack, Navigationssystem, 19" Ganzjahresreifen mit 19" Leichtmetallfelgen "STORM Black"

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    Der Weg ist normalerweise der: Du beantragst als Kunde beim Netzbetreiber eine 22kW Wallbox. Das kannst Du selber ohne Elektriker machen, du brauchst dafür nur deine Postanschrift und die Zählernummer (Nummer auf dem Stromzähler). Wird die 22kW Box genehmigt, installiert der Elektriker dir eine 22kW Box. Wird der Antrag abgelehnt, installiert er die gleiche Box nur regelt er die Box dann auf maximal 11kW runter. Im Sinne der Zukunftssicherheit, es kommt ja auch mal das nächste E-Auto nach dem Cupra Born, würde ich immer versuchen eine 22kW Wallbox zu bekommen.

  • In meinem Fall war es so: 22 kW wären möglich gewesen. Allerdings wären ggf. Kosten für die Ertüchtigung des Hausanschlusses hinzugekommen.

    Man muss dann immer abwägen: Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten für die 22 kW-Wallbox? Habe ich/plane ich eine PV-Anlage? PV-Überschuss wird nur bei wirklich großen Anlagen über 11 kW liegen.


    Bei kleinem Aufpreis würde ich die 22 kW nehmen.


    Bei mir wären es 300 bis 400 € extra + ggf. Ertüchtigung Hausanschluss gewesen. Das hat bei mir stattdessen die Einbindung in die PV-Anlage inkl. Berücksichtigung dynamischer Strompreise und variabler Netzentgelte bezahlt. Für PV-Überschuss und Heimladen über Nacht im Winter genügen mir die 11 kW.


    22 kW als Onboard Charger sehe ich vor allem beim öffentlichen Laden als Vorteil, wenn man nicht an den Schnelllader will/kann.

    Cupra Born, 58 kWh LFP, 140 kW, bestellt: 02.05.2026, Timanfaya Grey, Privacy Glass, Edge Pack, Matrix-LED-Scheinwerfer, Below Zero Pack, Cargo Pack, Navigationssystem, 19" Ganzjahresreifen mit 19" Leichtmetallfelgen "STORM Black"

  • Man muss dann immer abwägen: Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten für die 22 kW-Wallbox? Habe ich/plane ich eine PV-Anlage? PV-Überschuss wird nur bei wirklich großen Anlagen über 11 kW liegen.

    Gut, dass Du Photovoltaik (und Wärmepumpe) ansprichst. Selbst wenn die PV-Anlage nicht so groß wird wie bei mir (27kWp) ist man schnell dabei, dass man die interne Verdrahtung im Zählerschrank von 6qmm Kabelquerschnitt (üblich in dem 1970ern und frühen 80ern) oder 10qmm (üblich heute) durch 16qmm ersetzen muss. Bei mir war es jedenfalls so. Der Zählerschrank wurde also eh für die großen Dauerlasten ertüchtigt.

    Da bestanden bei der 22kW Wallbox die Zusatzkosten nur noch darin, dass ein NYY 5x6qmm Erdkabel zur Wallbox gelegt werden musste anstelle eines NYY 5x4qmm Kabels, das bei einer 11kW Wallbox ausgereicht hätte. Der Preisunterschied lag beim Kupferpreis des dickeren Kabels, also vernachlässigbar.

  • Ich habe vor 6 Jahren unabhängig von der Wallbox gleich ein 5x6 mm² Kabel verlegt, sind such 40 m zwischen Wallbox und Zählerschrank.

    Eine 22 kW Wallbox würde ich heute nicht mehr nehmen, wenn der Preisunterschied größer ist, meine war 200 € teurer.

    22 kW OBL werden seltener und Vorteil sehe ich keinen, der ADAC hat mal wieder Ladverluste gemessen, da war 22 kW zu 11 kW nur marginal besser.

    Und wann benötigt man schon wirklich eine schnelle Aufladung zuhause, da reicht die Zeit locker (außer Benni mit seiner Hardcorenutzung).

    Habe gestern in mit PV-Überschuß von 20 % auf 80 % 37 kWh in 4 h geladen.

  • Gut, dass Du Photovoltaik (und Wärmepumpe) ansprichst. Selbst wenn die PV-Anlage nicht so groß wird wie bei mir (27kWp) ist man schnell dabei, dass man die interne Verdrahtung im Zählerschrank von 6qmm Kabelquerschnitt (üblich in dem 1970ern und frühen 80ern) oder 10qmm (üblich heute) durch 16qmm ersetzen muss. Bei mir war es jedenfalls so. Der Zählerschrank wurde also eh für die großen Dauerlasten ertüchtigt. [...]

    Ich meine dabei noch eine andere "Baustelle" mit dem Hausanschluss: den Anschluss, den dir der Netzbetreiber in den Keller legt. Wahrscheinlich muss nur eine größere Sicherung in den "Panzerkasten", aber ggf. müsste die Leitung neu ins Haus gelegt werden. Das käme dann noch dazu.

    Cupra Born, 58 kWh LFP, 140 kW, bestellt: 02.05.2026, Timanfaya Grey, Privacy Glass, Edge Pack, Matrix-LED-Scheinwerfer, Below Zero Pack, Cargo Pack, Navigationssystem, 19" Ganzjahresreifen mit 19" Leichtmetallfelgen "STORM Black"

  • Ok, ich wohne in einem Altbau aus den späten 1970ern. Damals hat der Energieversorger hier einen Anschluss ins Haus gelegt, den man mit 80A absichern könnte und ihn mit 63A abgesichert. Die 80A waren die Reserve, falls jemand hätte elektrische Nachtspeicheröfen haben wollen. Heutzutage werden die Anschlüsse nicht mehr so großzügig dimensioniert?


    Was mich erschreckt hat: Als ich 2024 meine PV-Anlage aufgebaut habe, zeigte sich, dass die Elektroanlage noch als TT-Netz verdrahtet war. 1983, also über 40 Jahre zuvor, hatte der Netzbetreiber auf das zuverlässigere TNC-S-Netz umgestellt. Eigentlich hätte die Elektroanlage damals schon hätte umgebaut werden müssen.

    Kurz zur Info: Bei der Frage TT-, TN-, TNC-S-, IT-Netz geht es um die Erdung und wie zuverlässig der Fehlerstromschutzschalter auslöst, wenn der Föhn in die Badewanne fällt. In Süddeutschland ist, soweit ich weiß, TT noch immer der Standard, während in Norddeutschland TNC-S dominiert.

  • Die Leistung hängt zwar auch vom Kabel ab aber eben auch von der Netzauslastung. Ich könnte bei uns auch eine Absicherung mit 80A bekommen ohne Umbauten.

    Das Kabel von der Anschlusssäule zum Zählerkasten hatte ich beim Bau auch gleich mit 5x25mm2 machen lassen damit da Reserve da ist.

    Üblich ist bei uns in der Gegend ein Anschluss mit 50A Absicherung, das reicht für ein EFH auch mit Wärmepumpe und Wallbox aus.


    Hier in Unterfranken ist bei allen Netzbetreibern auch das TN-C-S-Netz gängig.


    Ich befasse mich aktuell mit dem Einbau einer zweiten Wallbox da wir zum Jahresende 2 BEV's haben werden. Aktuell läuft eine Anfrage an den Netzbetreiber was ohne Baukostenzuschuss für die Leistungserhöhung möglich wäre. Im Zweifel kommt ein Lastmanagement zum Einsatz da parallel Laden wohl eher selten bis garnicht vorkommen wird. Primär geht es mir dabei um die bequeme Nutzung des Überschussladens für beide Fahrzeuge außerhalb der Wintermonate.

    Cupra Born 58, Bestellt 10.21, Abholung 02.22, Rückgabe 02.26

    Cupra Born 60 Edition Dynamic, Bestellt 09.25, Abholung 02.26


    Für den optimisten ist das glas halb voll, für den pessimisten halb leer, für den ingenieur doppelt so groß wie's sein müsste.

    Einmal editiert, zuletzt von floba ()

  • Primär geht es mir dabei um die bequeme Nutzung des Überschussladens für beide Fahrzeuge außerhalb der Wintermonate.

    Dann würde ich aber gleich ein Lastmanagement einplanen, damit mit dem PV-Überschuss auch beide Fahrzeuge in etwa gleichzeitig (mit wenig) Leistung geladen werden und nicht das eine Fahrzeug voll geladen wird während das zweite gar nicht lädt… bzw. sich die beiden Wallboxen gegenseitig rauf und runter regeln, weil die Regeldynamik zu volatil wird.