Beiträge von Benni

    Über 18.000€ Reparaturkosten für einen Motorschaden und die Leute haben Angst vor einem Batterietausch? Muss man nicht verstehen.

    Ich fahre halt alle meine Autos bis technisch wirklich nichts mehr geht bzw. die Reparatur komplett unwirtschaftlich wird.


    Meine bisherigen Fahrzeuge:

    • Audi A3 (Modell 8L), 1,8 L 5-Ventil Sauger, Benzin, 125PS, Handschaltung: 510tkm
    • Audi A3 (Modell 8PA) 2,0 tdi Pumpe-Düse, 140PS, Handschaltung: 530tkm
    • Audi A3 (Modell 8VA) 2,0 tdi common rail, 150PS, Handschaltung: 498tkm

    Diese Fahrleistungen haben die Fahrzeuge alle jeweils ziemlich genau in 10 Jahren zusammenbekommen. Bis auf den ersten Audi A3 hat keines der Fahrzeuge jemals eine Vertragswerkstatt gesehen. Ich bin seit 30 Jahren, seitdem sich drei Vertragswerkstätten an dem 8L die Zähne ausgebissen haben, in einer freien Werkstatt und wenn ein neues Auto her muß, frag ich immer: Womit kennt ihr euch aus? Was taugt was für meine Fahrleistung?

    Bei meinem letzten Fahrzeug, dem 8VA, war es ganz extrem. Der Wagen hat zwar 3L Motoröl auf 10.000km genommen, aber er lief echt durch. Erster Partikelfilter, erster Turbolader, erste Zylinderkopfdichtung, ja sogar die erste Kupplung war noch drin. Am Ende kam es dann zum großen Knall und der Motor ging fest. Es stand, wie bei dem von dir beschriebenen Viano ein kompletter neuer Motor im Raum. Da habe ich dann das Buch zugemacht.

    Doch…schon. Aber dein Frust über die Tatsache dass der Born das „mit Abstand langsamste“ Auto ist was du in 30 Jahren gefahren bist, lässt den Schluss zu als das du dir nicht über die Konsequenzen im Klaren warst als du die Wahl für den Born getroffen hast.

    Ich habe im April 2025 den Born gekauft, weil ich eigentlich einen Audi a4 e-tron eingeplant hatte, den Audi ja schon für 2023 angekündigt hatte, die Einführung aber immer weiter verschoben hatte, jetzt schon auf 2028. Im letzten Frühjahr konnte ich nicht weiter warten, da mein alter Audi mit einem kapitalen Motorschaden (Kostenvoranschlag für die Reparatur über 18.000€) die Segel gestrichen hat.


    Aufgrund des Preisschocks an der Tankstelle zu Beginn des Ukraine-Kriegs sollte es ein E-Auto werden. Da ich so lange auf den immer noch nicht lieferbaren a4 e-tron gewartet hatte, musste jetzt sofort ein Auto her, so dass eine Neuwagenbestellung aufgrund der Lieferzeiten keine Option war.


    Es war bei mir also in erster Linie keine Entscheidung pro Cupra Born sondern gegen die anderen z.T. nicht existierenden Optionen.

    Es war natürlich auch nicht bekannt dass der Born auf 160 km/h begrenzt ist, daher konntest du es ja auch nicht wissen.

    Du kannst aber schon lesen, oder?


    Mit dem Born fahre ich jeden Tag an der Grenze der Akkureichweite. Die durchgehende Fragestellung ist also: Kann ich mir diese Geschwindigkeit noch erlauben, ohne das ich einen Zwischenstopp an einem Schnelllader einlegen muss und mit der noch vorhandenen Akkureichweite den täglichen Umlauf schaffe wieder zurück an die heimische Wallbox?

    Also mit 160km/h schaffe ich den täglichen Umlauf nicht. Im Winter geht es sich mit 130km/h so gerade aus. Im Sommer sind auf trockener Straße und bei wenig Wind 140km/h angesagt. Die 160km/h, die der Wagen kann, durchgehend halten, wobei der Wagen dann bei 30-32kWh/100km liegt, ist komplett illusorisch. An noch höhere Geschwindigkeiten brauche ich gar nicht zu denken. Da würde auch kein VZ helfen. Da hilft nur Akku-Kapazität. Ok, der VZ hat 79kWh netto und meiner nur 77kWh. Aber die 2kWh würden den Braten auch nicht fett machen.


    Wie gesagt, der Wagen tut was er soll, nämlich Geld sparen. Aber Freude am Fahren geht anders.

    Gibt es zufriedene Born Besitzer ? Das klingt als ob viel negatives gibt und zufriedene selten sind :?:

    Mein Born tut das, was er soll. Ich lade ihn daheim mit Photovoltaik-Strom zu 8ct/kWh (zumindest im Sommer). So benötige ich dann für den täglichen Weg zur Arbeit und zurück Strom im Wert von 4€. Als ich während des Werkstattauffenthalts (Rückruf) mit Papas SUV zur Arbeit gefahren bin und auf einmal Dieselkosten von 40€ täglich hatte (also die 10-fachen Kosten!), wurde mir das erst wieder so richtig klar. Freude am Fahren geht aber anders, muss ich ganz klar sagen. Da fehlt es dem Born an Autobahntempo auf der Langstrecke. Also 200+ km/h, die man dann auch für 300-400km halten kann.


    Konkret habe ich seit 30 Jahren den Führerschein Klasse 3 (heute B), habe in der Zeit 1,7 Mio. km abgespult und der Born ist mit Abstand das langsamste Auto. Selbst der Fahrschulgolf hat damals schon die 200 geknackt und das haben wir in der Fahrschule auch gefahren nachdem ich im ersten Versuch durch die praktische Prüfung gefallen bin, weil ich mit 120 auf der Autobahn zu langsam war.


    Mit dem Born fahre ich jeden Tag an der Grenze der Akkureichweite. Die durchgehende Fragestellung ist also: Kann ich mir diese Geschwindigkeit noch erlauben, ohne das ich einen Zwischenstopp an einem Schnelllader einlegen muss und mit der noch vorhandenen Akkureichweite den täglichen Umlauf schaffe wieder zurück an die heimische Wallbox?

    Ich hatte 5 Wochen Wartezeit zwischen dem offiziellen Brief und dem Werkstatttermin. Den Termin habe ich an dem Tag gemacht, als ich den Brief bekommen habe. Meine Fahrleistung ist knapp doppelt so hoch wie Deine. Allein für den Weg zur Arbeit gegen pro Woche 1.000km drauf. Davon war ich aber noch nirgendwo sonst.

    Verlängerungskabel nach draußen? Wäre vermutlich günstiger als 760 € gewesen

    Da wären wir dann bei 560€ und so ganz nebenbei sind Verlängerungen gemäß IEC 61851-Standard nicht zugelassen.

    Aus der bloßen Tatsache, dass das KBA einen Rückruf angeordnet hat, folgt noch kein Anspruch des Halters auf Ersatz der damit verbundenen Kosten und Aufwedungen. Solche Ansprüche müssten sich aus Gewährleistungs-, Garantie- oder Schadensersatzrecht ergeben. Das Rückrufrecht selbst enthält grundsätzlich keine Entschädigungsregelungen für den Fahrzeughalter.

    Im Rückruf steht aber: „Während der Wartezeit bis zur Durchführung der Arbeiten an ihrem Fahrzeug dürfen sie den Wagen nur noch bis 80% SoC aufladen und diese Ladevorgänge dürfen nur noch im Freien und eben nicht mehr in der Garage stattfinden.“


    Damit fiel also z.B. bei mir das Laden an der heimischen Wallbox flach, eben weil die sich in der Garage befindet. In der Wartezeit hat der Wagen 6.000km zurückgelegt und dafür 1.400kWh Strom geladen. Daheim hätte ich den Strom für 8ct aus der Photovoltaik-Anlage bekommen, ich hätte also 112€ Stromkosten gehabt bzw. wäre mir eine Einspeisevergütung in entsprechender Höhe entgangen. So mußte ich jetzt für 870€ am Schnelllader laden. Mir ist also durch den Rückruf bei den Stromkosten ein Schaden von ca. 760€ entstanden.