News zur Werksschließung Zwickau

  • Meine Glaskugel sagt: Vorher werden ihnen auf Kosten der Steuerzahler ein paar Hundert Millionen Subventionen in den Allwertesten geschoben werden, um "Standort und Arbeitsplätze zu sichern" (vor allem aus Furcht vor einem AfD-Tsunami) und wie durch Zauberhand werden danach wieder die Zahlen besser - und die Zahlungen an die Großaktionäre ebenfalls.

    (Im Saarland tragen wir immer noch die Schulden aus solchen politischen Abwahl-Verhinderungs-Aktionen im Bergbau)

    Cupra Born MJ 25, 170kW, 60kWh, SW 5.2, Edition Dynamic, GJR, Vapor grey, Cargo, Pilot L, Sennheiser, Flux-Kompensator; EZ Anfang September 2024

  • Wenn die Belegschaft nicht zur Produktionskapazität passt, muss angepasst werden.

    Wenn Mitarbeiter (Audi, Jahrgang 1967 pers. bekannt) ab 2027 daheim bleiben können und dann in Rente, was sagt das einem Handwerker oder Mitarbeiter im Mittelstand?

    Wenn man mit 35 Stunden so einen hohen Lohn hat, das man plötzlich nicht mehr wettbewerbsfähig ist?

    Wenn den Qualität nicht mehr zum Preis passt und den Absatz zusätzlich erschweren, wird es happig.


    Viele hausgemachte Probleme finde ich.


    Ich fühle mit der Belegschaft mit, habe auch schon so etwas mitgemacht.

  • ...

    Wenn den Qualität nicht mehr zum Preis passt und den Absatz zusätzlich erschweren, wird es happig.

    ...

    So isses. Aber diesen Faktor will man bei VW und seitens der verbliebenen Fans nicht sehen. :rolleyes:

    Nach wie vor gilt dort Z.B., dass Software-Updates lediglich "nice to have" sind - mit dem Argument, dass Bestandsfahrzeuge "früher" auch keine Verbesserungen erhalten haben, die nach dem Kaufzeitpunkt in die Serie eingeflossen sind oder gar erst mit dem Facelift kamen.

    (Stichworte: keine Vorkonditionierung bei allen vor MJ25; keine Ladeanbieter-Filter bei allen VFL...)


    Und dass Reklamationen zu Dingen wie Fensterheber-Bug, scheppernde Heckklappen, schlecht passende Dashboards usw. als "Stand der Technik" abgetan werden (und die Mitarbeiter, die das so einbauen, anscheinend auch nicht reklamieren), hilft auch nicht gerade der Bereitschaft, das teurere VW-Produkt auch als besser und damit als "den Mehr-Preis wert" wahrzunehmen.

    Tja, dann verbleibt eben "Arbeitsplätze erhalten" als einziges Moralkeulen-Argument für den Kauf eines VW....aber halt nicht im Ausland.


    Ach, ich vergaß: "Aber er fährt gut und bringt mich trocken von A nach B" :D

    Cupra Born MJ 25, 170kW, 60kWh, SW 5.2, Edition Dynamic, GJR, Vapor grey, Cargo, Pilot L, Sennheiser, Flux-Kompensator; EZ Anfang September 2024

    2 Mal editiert, zuletzt von Blueskin ()

  • Ich frage mich bei solchen Aussagen immer wieder warum so viele Menschen noch Autos aus dem Konzern kaufen.


    Ich habe mich beim Kauf meines ID.Buzz wie auch des Born intensiv ,speziell mit den chinesischen Herstellern beschäftigt. Bin viel probe gefahren, habe Angebote eingeholt.

    Und am Ende war der VW Konzern immer vorne dabei. Selbst beim Preis.


    Der einzige chinesische Hersteller welcher für mich überhaupt in Frage kommen würde wäre XPeng da sie als einziger technisch auf der Höhe sind. Deren Ladeleistungen sind schon beeindruckend.

    Ansonsten viele Katastrophen. Durch Zufall bin ich vor 2 Wochen einen BYD Seal 6 Touring gefahren. Ich hätte nicht gedacht dass es in der heutigen noch Autos gibt welche sich so schlecht fahren. Ganz davon abgesehen dass der dort verbaute Hybridantriebsstrang eine einzige Katastrophe ist.

    Aktuell: Cupra Formentor VZ5, ID.Buzz GTX LWB

    Bestellt: Cupra Born VZ, geplanter LT. Okt. 2026

  • Aber letzteres auch nicht immer 👎

  • Und genau darum wird mein nächster ein XPeng, der den noch vorhandenen Verbrenner ersetzt.

    Ist der Born nächstes Jahr (endlich) weg, schaue ich auch nach Ersatz dafür.

    Aber garantiert NICHT im VW Universum. Das hat mir für lange Zeit gereicht…

  • Ich frage mich bei solchen Aussagen immer wieder warum so viele Menschen noch Autos aus dem Konzern kaufen.

    Vielleicht bin ich nicht der Standardkunde, aber mein Kaufprozess eines neuen Autos sieht so aus, dass ich zuerst in die freie Werkstatt meines Vertrauens gehe und zwei Fragen stelle:

    1. Mit welchen Fahrzeugen (Hersteller und Modell) kennt ihr euch richtig gut aus? Wofür habt ihr das Spezialwerkzeug?
    2. Ihr wißt, dass ich 50-60tkm pro Jahr mit dem Fahrzeug zurücklege. Welche Fahrzeuge (mit welchen Motoren, Getrieben, ...) taugen für diese Laufleistung? Bei welchem Fahrzeug ist es im Bereich des Möglichen, dass es 10 Jahre und 500tkm durchhält?

    Das Fahrzeug, dass mir in der Werkstatt empfohlen wird, wird dann billigst gekauft.


    Auf die Werkstatt bin ich vor 30 Jahren aufmerksam geworden. Damals hatte ich einen Audi A3 Modell 8L mit 1,8L 5-Ventil Benzin-Saugmotor (125PS), der aus dem Auspuff schwarze Flecken auf den Boden malte wie ein alter Diesel auf Heizöl und sich 20 Liter Super95 auf 100km nahm. Drei VAG Vertragswerkstätten haben sich an dem Fahrzeug die Zähne ausgebissen und konnten keinen Fehler finden. Ich war schon in Begriff den Wagen zu verkaufen, als ich der damals neu eröffneten freien Werkstatt bei uns im Dorf noch einen Versuch geben wollte. Eine halbe Stunde nachdem ich den Wagen dort hingebracht hatte, haben sie angerufen: "Junge, die Lambdasonde ist kaputt und liefert falsche Werte, so dass die Motorelektronik dann viel zuviel Benzin einspritzt." 3 Stunden und 200,- DM später hatte ich wieder ein funktionstüchtiges Auto. Der gleiche Wagen hatte auch massive Qualitätsprobleme mit der Wasserpumpe. Das Highlight waren Wasserpumpen, die gerade eben 5.000km geschafft haben, bis wieder das Pumpenrad von der Welle abgeschert war. Lösung der Werkstatt: "Junge, wir bauen dir jetzt die Wasserpumpe aus dem 1,8L Turbomotor ein, die ist aus Bronzeguß und nicht aus Plastik." Die Wasserpumpe ging nie wieder kaputt und hielt anschlie´ßend noch 180tkm.


    Meine nächsten beiden Audi A3 (Modell 8PA und 8VA) haben nie eine VAG-Vertragswerkstatt gesehen, nicht einmal in der Garantiezeit. Und ja, die beiden Fahrzeuge sind auch bei mir gereift, was die Zuverlässigkeit angeht, indem mitunter wie oben bei der Wasserpumpe höherwertige Ersatzteile verbaut wurden.


    Jetzt beim Born ist es das gleiche Spiel. Da habe ich auch vorher gefragt: "Könnt ihr das?" und "Wird der wohl die Strecke schaffen?" Die Antwort aus der Werkstatt war, dass sie mit der MEB-Plattform klar kommen und der Wagen spätestens mit einer Austauschbatterie die Strecke schaffen wird, wobei ich bei dem Treibstoff (Diesel contra Strom) soviel Geld sparen werde, dass ich davon locker werde die Austauschbatterie bezahlen können.


    Wäre nicht der Batterierückruf dazwischen gekommen, der Born hätte auch nie eine VAG-Werkstatt von innen gesehen.


    Was ich damit sagen will: Wer mir ein Auto verkaufen will, der muss über die Werkstatt kommen und nicht über den Showroom und über Werbung!

    Aber mit der Einstellung bin ich wohl ziemlich alleine?