Wolle-e : Du hast natürlich vollkommen recht, dass es keine Änderung bewirkt, wenn man (nur) in einem Forum herum meckert. Das muss jedoch andererseits nicht nur über Interessenvertreter und Petitionen laufen sondern breit gefächert über viele Medien (Foren, Soziale Medien, Presse, TV) und auch deren Kommentare. So breit, dass die Entscheider nicht mehr an der Kritik vorbei kommen.
Aber jede Relativierung aus den eigenen Reihen (à la "man muss sich eben ein wenig informieren" oder "ja, die Ladesäulen sind aber teuer, da muss man die hohen Ladestrom-Preise schon verstehen und akzeptieren") ist meines Erachtens ein gefundenes Fressen für die Lobbyisten derjenigen, die von dem Ladetarif-Dschungel profitieren und ihn gerne beibehalten möchten.
Und ich sehe eben schon einen erheblichen Unterschied zwischen "ein wenig informieren" und dem, was man tatsächlich veranstalten muss, um nicht ins offene Preis-Messer zu laufen.
Ich stimme Dir aber zu, dass die Menge der Elektroauto-Fahrer halt noch sehr klein ist. Und selbst davon haben sehr viele gar kein Problem mit den Ladestrom-Preisen, da sie öffentliches Laden entweder selbst nicht nutzen (eigene Wallbox) oder nicht selbst bezahlen müssen (Dienstwagen-Fahrer). Um so trauriger finde ich, dass dann noch aus dieser Gruppe das Gelaber vom "nur ein bisschen informieren" kommt.
Aber da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn gerade der Ladetarif-Dschungel verhindert (neben anderen Faktoren), dass sich Elektromobilität schnell weiter auch bei denjenigen durchsetzt, die mit dem öffentlichen Laden und dessen Preisen regelmäßig konfrontiert wären.
Und die Problematik totzuschweigen, damit es die Käufer erst merken, nachdem sie umgestiegen sind, ist ja wohl nicht zielführend.