Elektriker empfiehlt 22kw Wallbox?

  • Der Preisunterschied 11kw zu 22kw ist i.d.R. marginal und nur auf etwas dickere Kabel und Sicherungen zurück zu führen. Fast alle Wallboxen können 22kW von Haus aus eh. Entscheidend ist nur was der Netzbetreiber genehmigt und der Netzanschluss her gibt.


    Bei uns im MFH war eh klar dass die Gesamtleistung ein Lastmanagement erforderlich machte (bis 60kW für die Wallboxen per dyn. LM genehmigt bei 120kw Netzanschluss / 11 Wohneinheiten) . Daher dem Netzbetreiber auch völlig egal ob die einzelnen Wallboxen 11 oder 22kw können. Der Aufpreis dazwischen war ca. 300 Euro. Klar haben alle 22kW wollen.


    Fazit: Wenn es lt. Elektriker möglich ist 22kW zu verbauen und genehmigen zu lassen würde ich es immer auch tun.

    MJ25 Edition Dynamic, 170kw, 60kwh, Ganzjahresreifen auf black copper, DCC, Pilot XL, Dynamica Pack aurora blau, Cargo Pack. Leasing 24 Mon / 15.000 km/a

  • Bei 22 kW, resp. 32 A, sollte man bedenken, dass es dann nicht mehr weit zur Überschreitung der typischen 35 A bei der Zählervorsicherung ist, d.h. mit einer Waschmaschine und anderen Verbrauchern auf derselben Phase ist man schnell bei 45 A.

    Aus diesem Grund sollte die WB in der Lage sein, die Situation am Hausanschluss zu erfassen und die Ladeleistung zu reduzieren. Auch bei 11 kW ist das sicher gut, aber eher ein nice to have. Aber bei 22 kW ist es ein must have.

    Richtiges Auto:
    Skoda Superb 2.0 TDI, 130 kW, 60 l (reicht locker für 1.200 km im BEV-Schleichmodus), MJ 2015


    E-Schleicher:
    CUPRA Born, 150 kW, 58 kWh, MJ 2023
    Wallbox: openWB series 2, 22 kW

  • Bei 22 kW, resp. 32 A, sollte man bedenken, dass es dann nicht mehr weit zur Überschreitung der typischen 35 A bei der Zählervorsicherung ist, d.h. mit einer Waschmaschine und anderen Verbrauchern auf derselben Phase ist man schnell bei 45 A.

    Aus diesem Grund sollte die WB in der Lage sein, die Situation am Hausanschluss zu erfassen und die Ladeleistung zu reduzieren. Auch bei 11 kW ist das sicher gut, aber eher ein nice to have. Aber bei 22 kW ist es ein must have.

    E35 Vorsicherungen sind nicht der größtmögliche Standard, es ist schlicht der Kleinstmögliche den die DIN-Norm zulässt. Vermutlich häufiger wird man E50 oder E63 vorfinden. Ich empfehle einfach nachzuschauen - habe ich mal schnell gemacht - selbst in meiner 43 Quadradmeter kleinen 2 Zimmer Wohnung ist eine E50 Vorsicherung vor dem Zähler verbaut.

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  • • Macht eine 22 kW Wallbox Sinn, auch wenn das aktuelle Auto nur 11 kW kann?

    Ich habe hier auch eine 22kW Wallbox.


    Was meiner Meinung nach klar dafür sprichst:

    • Die 22kW Wallbox ist praktisch kaum teurer als die 11kW Wallbox.
    • Das Material ist auch nicht so viel teurer. Ob der Elektriker jetzt ein NYY 5x2,5mm² Erdkabel oder ein NYY 5x6mm² Kabel verlegt, unterscheidet sich nur unwesentlich im Materialpreis. Der Arbeitslohn ist praktisch identisch.
    • 22kW Wallboxen müssen vorab beantragt und durch den Versorgungsnetzbetreiber (VNB) genehmigt werden. Er kann eine 22kW Wallbox auch ablehnen. Als ich damals meine 22kW Wallbox beantragt habe, war die Antwort des VNBs: "An dem 10kV Trafo in ihrer Wohnsiedlung können maximal vier 22kW Wallboxen betrieben werden. Sie sind der zweite Antragsteller. Antrag genehmigt." Heute gibt es hier eine Warteliste für 22kW Wallboxen. Haben ist da besser als Brauchen.
    • Es ist absehbar, dass die Akkukapazitäten weiter ansteigen. Der neue BMW i3 bringt z.B. 100-110kWh Akkukapazität mit. Wenn man diese größeren Akkus in einer Nacht geladen bekommen will, ist 22kW unausweichlich.

    Hier mal die bisher bekannten technischen Daten des neuen BMW i3: https://www.elektroauto-news.n…w-i3-mercedes-c-klasse-eq

  • Ich habe hier auch eine 22kW Wallbox.


    Was meiner Meinung nach klar dafür sprichst:

    • Die 22kW Wallbox ist praktisch kaum teurer als die 11kW Wallbox.
    • Das Material ist auch nicht so viel teurer. Ob der Elektriker jetzt ein NYY 5x2,5mm² Erdkabel oder ein NYY 5x6mm² Kabel verlegt, unterscheidet sich nur unwesentlich im Materialpreis. Der Arbeitslohn ist praktisch identisch.
    • 22kW Wallboxen müssen vorab beantragt und durch den Versorgungsnetzbetreiber (VNB) genehmigt werden. Er kann eine 22kW Wallbox auch ablehnen. Als ich damals meine 22kW Wallbox beantragt habe, war die Antwort des VNBs: "An dem 10kV Trafo in ihrer Wohnsiedlung können maximal vier 22kW Wallboxen betrieben werden. Sie sind der zweite Antragsteller. Antrag genehmigt." Heute gibt es hier eine Warteliste für 22kW Wallboxen. Haben ist da besser als Brauchen.
    • Es ist absehbar, dass die Akkukapazitäten weiter ansteigen. Der neue BMW i3 bringt z.B. 100-110kWh Akkukapazität mit. Wenn man diese größeren Akkus in einer Nacht geladen bekommen will, ist 22kW unausweichlich.

    Hier mal die bisher bekannten technischen Daten des neuen BMW i3: https://www.elektroauto-news.n…w-i3-mercedes-c-klasse-eq

    Der unwesentlich höhere Preis ist natürlich ein Argument, aber das über Nacht laden sehe ich aktuell wirklich nicht. Das würde beim i3 als Beispiel bedeuten, dass ich am ersten Tag das Auto auf 0% leer fahre, um 22 Uhr heim komme, dann vor 8 Uhr los fahre und >600km am Stück fahren will.

    Eine riesengroße PV-Anlage auf dem Dach wäre auch noch ein Argument, allerdings muss man da auch erst schauen, wie man diese Energie weggefahren bekommt. Sonst hilft die 22kW WB auch nur an 3 Tagen im Jahr.

  • Es macht zumindest Sinn ein Kabel zu legen das es später mal kann, ob man jetzt schon die weitere Elektrik für 22 vorbereitet muss man sehen und auch vom Preis abhängig machen.

  • Das würde beim i3 als Beispiel bedeuten, dass ich am ersten Tag das Auto auf 0% leer fahre, um 22 Uhr heim komme, dann vor 8 Uhr los fahre und >600km am Stück fahren will.

    Mein Use-Case mit dem Cupra Born sieht so ähnlich aus. Ich fahre jeden Tag 250km Autobahn ohne Tempolimit. 25kWh/100km sind da schon angesagt. Ich brauche jedenfalls den 77kWh Akku.


    Mitunter komme ich erst um 22.30 bis 22.45 Uhr nach Hause und am nächsten Morgen geht es um 5.45 Uhr wieder los. Den Wagen da in 7 Stunden bei einer maximalen Ladeleistung von 11kW wieder startklar zu bekommen ist verdammt knapp.