EschBorn : Da bin ich allerdings nicht ganz bei Dir.
Im "Verlauf" meiner letzten 10 Leasing-Autos (OMG! 🙈) habe ich zunehmend pingeligere Leasing-Rückgaben erlebt.
Mein Eindruck : da soll am Ende des Leasings etwas Kompensation für (zu?) günstige Leasingraten rausspringen.
Und selbst wenn für kleinere Beschädigungen "nur" ein Minderwert angesetzt wird, ist dieser meist höher als das, was ein potentieller privater Käufer abziehen würde (falls er die Beschädigungen - im Gegensatz zu einem Gutachter - überhaupt bemerkt)
Noch ein Punkt: Bei größeren Unfall-Schäden, die über eine Versicherung abgewickelt werden, wird trotz fachgerechter Reparatur ein sogenannter "merkantiler Minderwert" angesetzt. Dieser ist dem Leasinggeber zu erstatten und ebenfalls meist höher als das, was ein potentieller privater Käufer dafür weniger zahlen würde.
Nichtsdestotrotz :
Auch wenn sich diese Kleinigkeiten summieren können, sind das m.E. immer noch Peanuts im Vergleich zu dem Risiko, den kalkulierten Wiederverkaufswert in X Jahren erzielen zu können bzw. - speziell beim Elektroauto - überhaupt einen Käufer zu finden.
Und wenn das eh schon schwierig ist, verbessern kleine und große Blessuren die Sache nicht gerade.
Irgendwelche Erfahrungen, was man vor x Jahren für seinen gebrauchten Verbrenner bekommen hat (oder für den mit Steuergeldern geförderten Tesla, den man nach einem Jahr nach Dänemark verkauft hat😜) nutzen da gar nichts.
Ein andere Sichtweise ist es natürlich, wenn man das Auto wesentlich länger als die üblichen Leasingdauern behalten möchte. Da flacht der Wertverlust ja sowieso noch weiter ab und bei einem 8-10 Jahre alten Auto sind auch kleinere Beschädigungen nicht mehr so relevant... Zumindest wenn man das Elektroauto dann überhaupt noch verkauft bekommt.