400 Kilo Trockenmasse auf genehme Temperaturen zu heizen kostet halt auch seine 20 Kilometer Winterreichweite. Und je nach Einsatzprofil kann ein höherer Peak mit langsamerer 10-auf-80-Ladedauer auch seine Vorteile haben. Wenn man z.B. regelmäßig Strecken fährt, für die die Reichweite gerade ganz knapp nicht reicht, wo man nur fix fünf Minuten nachfüllen muss , macht es schon was aus, ob man bei 10% mit 180 oder 115 kW am Netz saugt.
Ich glaube du hast dich da locker mal um Faktor 3 verschätzt. Ein Festkörper hat erheblich weniger spezifische Wärmekapazität als Wasser, das dir vielleicht geläufig ist. Ein Li-Ion Akku hat etwa 750 Joule/KG spezifische Wärmekapazität, je nachdem wieviel Kupfer/Stahl Anteil dabei das Gehäuse aus macht sogar deutlich weniger (390 bzw. 500). Ich rechne mal mit 750 J/kg und dass du den Akku um 20 Grad erwärmen musst, dann sind das nach gängigen Formelsammlungen 1,67 kWh. Wenn das 20 km sein sollen hast du im Winter einen Verbrauch von 8,35kwh/100km angesetzt. Ich habe im Winter inkl. Ladeverlusten lt. meiner Spritmonitor-Erfassung eher 23 kwh/100km Verbrauch, das wären dann 7,2km Reichweitenverlust um einen durchgekühlten Akku eines mitteleuropäischen Wintertages auf 25 Grad zu erwärmen. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man vor dem Schnellladen schon unterwegs war - dürfte man sogar deutlich weniger als 20 Grad erwärmen müssen.
Nur mal so um die Dimensionen einzuschätzen.