Aber ganz ehrlich - das ist doch mal wieder so eine vorgeschobene Geschichte und nicht dein Alltag.
Nein, das ist keine vorgeschobene Geschichte und ich lüge hier auch nicht rum, nur um irgend eine Rechtfertigung für VW zu finden, ich bin auch kein Freund vom LPF Wechsel.
also ich lade auch wie ein Zuhause-Wallbox-Lader vor Langstrecke um das Auto dann voll zu haben.
Mach ich halt nicht, ich fahre Langstrecke rund 300km, da lade ich meistens nur einmal unterwegs, damit ich bei Ankunft auch noch genug im Akku habe um auch wieder von dort weg zu kommen.
Allein hier in 500 Metern Umkreis meine Wohnung habe ich 7 Säulen á 2 Ladepunkte
Das freut mich für dich, ich habe in Laufreichweite genau 2 Ladepunkte AC. Die sind zu 85% der Zeit belegt und kosten mehr als ENBW M und Ladeverluste kommen auch noch drauf. Alternativ noch Schnellader von Allego - die machen finanziell auch gar keinen Sinn. Also daheim Laden an öffentlicher AC ist halt nicht.
Vielleicht ist das nicht Deutschlandweit repräsentativ - dein Beispiel zeigt eine HPC-Ladestrategie ist für den Alltag nicht unbedingt ideal. Als Laternenparker ist der alte Spruch "steht er dann lädt er" immer noch die beste Methode bequem durch den Alltag zu kommen.
Dafür MUSS die Infrastruktur existieren. An der Arbeit steht er in der Tiefgarage, da kann und darf ich nicht laden. Daheim wie erwähnt halt keine Auswahl an AC Säulen.
Ich habe mich vor dem Kauf informiert, was das Auto kann und habe eine Ladestrategie ausgewählt, die für mich passt, aber das ist ja scheinbar komplett falsch.
Steht er - lädt er passt halt auch nicht - zumindest nicht wenn man auf den Preis achten will. klar kann ich für 23ct mehr an Allego laden, aber dann ist sämtlicher Betirebskostenvorteil zum Benziner weg...
In meiner Gegend hat KEIN Lidl oder Kaufland Ladeinfrastruktur, auch Edeka, Aldi etc sind 20km weit weg - da fahre ich nicht extra durch die Gegend nur um dort dann parallel mich mit glück an die 2 Ladepunkte aufn Parkplatz stellen zu können.
Ein wirklich kalter Akku wird auch NICHT wirklich beim laden warm - bei den dann z.B. realistischen 40kw Ladeleistung bleiben nicht so viel Verluste in Abwärme - als dass du bis zum Ende je 105kw siehst.
Also mit kaltem Akku um die 40kw an den HPc zu fahren macht auch weniger Sinn. Ich habe einen Arbeitsweg von 25km - bis dahin kommt er auf 70kw - und von da aus wird er auch Warm, dass er am Ende 90%+ Fähigkeit besitzt. Ich rede hier nicht von Tiefgefrorenen Akku an den HPC, das lohnt echt nicht.
Fazit: Wenn du wirklich 10-80% durch lädst macht es keinen Unterschied, weil ein Peak-Ladekurve degeneriert im kalten Zustand genau auf die selbe Ladekurve wie eine gleichmäßig ladender Akku, wenn du auf Strecke bist ist es aber sehr wohl ein Unterschied - siehe mein Beispiel - und das basiert auf 5 Jahren praktischer Erfahrung mit E-Autos und ich fahre durchaus mehr als nur um den Kirchturm.
Ich würde mir ja auch einen Akku wünschen, der zwar keinen guten Peak hat, aber bis 80 fast unverändert weiterlädt. Unrealistisch aber das war das Beispiel, warum ein höherer Peak nicht zwingend für jeden besser sein muss.
Ja, scheinbar mache ich hier ja alles verkehrt und fantasiere mir meine Realität zusammen. city_lion hat mehr Jahre Elektroerfahrung, also ist jeder der es anders macht entweder dumm oder ein Lügner. Was hilft es mir denn, dass es bei dir besser geht. Bei solchen Unterstellungen wünsche ich es mir gerade, mich nie für den Born entschieden zu haben und einfach nen neuen Verbrenner geholt zu haben. Da geht einen keiner an, dass man falsch tankt, man muss sich um nichts Gedanken machen.